Kein Wahlkampf mehr!

Die Politik in Deutschland scheint ein Stück weit angehalten. Zum Glück, könnte man meinen. Wäre da nicht ein schreiend unnützer Wahlkampf, der durch hohle Wortphrasen, leere Versprechen oder einfach nur steif grinsende, anbiedernde (Berufs-)Politiker die Straßen, deren Laternen und Masten, zuplakatieren würde. „The same procedure …“ Na ja, so ist es nun mal. Und eben bloß nicht negativ auffallen und immer schön Honig ums Maul der Wähler schmieren. Die Menschen wollen noch immer belogen und betrogen werden, ob man sich hinterher noch daran erinnern will oder nicht.

Es hat tatsächlich etwas völlig penetrantes, was die hiesige Politik alle Jahre inszeniert, um letztlich doch ausschließlich die eigenen Interessen, völlig an den gesellschaftlichen Belangen vorbei, zu diktieren. Doch, wie kann man bloß im Zuge dessen derartiges behaupten, dass Menschen immer und immer wieder die Wahllokale füllen und die alteingesessenen Parteien aus freien Stücken, ja, völlig zwanglos, wählen. Muss es doch tatsächlich demnach gerechtfertigt sein, was letztlich die Regierungsbänke und Parlamente füllt. Vor allem „Gerechtigkeit“ ist nun mal ein Grundslogan für politische Akzeptanz und eine gewisse Zuneigung von Seiten der zukünftigen Wähler. Heute wieder. Mag sein, doch bitte nicht auf Kosten einer keinesfalls unerheblichen Zahl von Menschen, die sich ihrer eigenen, persönlichen und freiheitlichen Werte besinnen und in der Politik eine ungerechtfertigte Bevormundung erkennen, die seit Jahrhunderten anhält, faktisch die Ursache für zahlreiche Probleme ist, mit denen viele derer Nichtwähler oder Protestwähler sich konfrontiert fühlen.

Haben doch aber die Nichtwähler, die Abwähler einer völlig korrumpierten und mehrheitlich eigennützigen Politik, keinerlei Stimme, Politik zu suspendieren, die Entscheidungen der anderen (Wähler) für die eigene Person abzulehnen. Leider darf man sich davon nicht freisprechen ohne Gewalt angedroht zu bekommen. Gehört es doch zur guten Tugend eines gesellschaftlichen Lebens dazu, sich der (naiven, blinden) Mehrheit anzupassen. Sind die Entscheidungen der anderen noch so verwerflich und verletzlich für das eigene Wohl, oder die eigenen Rechte, beansprucht die (propagierte) Mehrheit, die Hoheit ausschließlich für sich selbst. Meistens doch systemkonform, der (Medien-)Manipulation, falschen Versprechungen und Erziehung sei dank. Gleiches, um kurz abzuschweifen, darf man immer wieder in der Bargelddebatte kennenlernen und trifft den Vergleich ganz gut. So versucht doch nun kein Verfechter des Bargeldes im Ansatz die ganzheitliche digitale Bezahlung aus eigenen Interessen zu beseitigen. Wer darin seine eigenen Vorzüge erkennt, sollte sich seiner Freiheiten annehmen und über sein Handeln nach eigenen Ermessen bestimmen können. Ob es nun mal gut ist oder schlecht, sollte jeder anhand seiner Erfahrungen und seines Intellekts bzw. politischen und wirtschaftlichen Verständnis selbst entscheiden. Doch wird all zu oft von Personen (auch aus der Gesellschaft) gefordert, das Bargeld vollständig zu liquidieren, nur um seine eigene persönliche Meinung, seine persönlichen Vorteile und seine Verhaltensweisen mittels Zwang an andere zu verallgemeinern. Gleiches macht die Politik im Imperialismus (Krieg, Konflikte, Provokationen), was letztendlich gewinnbringend auf persönliche Einstellungen innerhalb der Gesellschaft justiert wird. Dabei sollte die Devise sein: Leben und Leben lassen, so dass jeder seine eigenen, für sich selbst rationalen Entscheidungen und Verhaltensweisen treffen darf, solange niemand anderen körperlicher Schaden dadurch zugefügt wird. Und eben dieser Auffassung von Gesellschaft und Leben steht besonders die staatliche Politik grundlegend entgegen, obwohl stets das Mär einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft seitens jeglicher Parteien hochgehalten wird.

Es gilt das Mehrheitswahlrecht. Da diese Art der Wahl, wie man sie nun wieder vorfinden darf, aber auf Unwissenheit, Schönfärberei und Manipulation beruht, schlicht Lügen beinhaltet, müsste sie tatsächlich stets zu Gunsten der Kritiker als ungültig erklärt werden. Das man sich aber eben nicht all zu sehr zur Rechenschaft ziehen lassen kann, werden die wahrhaftig wichtigen Themen gar nicht erst vor der Wahl angesprochen. Die hält man am besten dauerhaft bedeckt. Lieber lenkt man die Menschen mit bunten Projekten, wie der Digitalisierung, ab, die nun wirklich keine Politik braucht um mehr oder weniger Realität zu werden. Das und viele weitere Themen wären ausschließlich eine Sache der gesellschaftlichen Kompetenz und Willensentscheidung, unabhängig von politischen Einflüssen und Zwängen. Entscheidend hierfür sind Unternehmen und Konsumenten, die sich ausschließlich gegenüber stehen sollten, wenn es um Eigentum, Konsumentscheidungen und auch Fortschritte des täglichen Lebens geht.

Es ist nur noch nervend und überaus lästig. Allen voran aus dem Grund, dass der Nichtwähler, die Verlogenheit eines Wahlkampfs von jeglicher Seite durchschaut. Wer allerdings die politischen Konflikte und Machtkämpfe bestätigt und meint er müsse ein Teil der Streitigkeiten über diverse parteiliche Diskussionen sein, letztendlich Lanzen für eine bestimmte Partei oder Politik zu brechen, könnte diese Politik in ihrer Verlogenheit noch nicht verstanden haben. Ein Politiker oder auch eine Partei wirbt für seine/ihre Karriere, man beschäftigt sich ausschließlich mit Machtkämpfen, allen voran persönliche Vorteile daraus herzuleiten. Der gemeinschaftliche Konsens, Alternativen oder gar ein Umdenken ist erfahrungsgemäß in einem derartigen politischen System unmöglich, keinesfalls gewollt. Bestes Beispiel stellt aber immer noch das elitäre Projekt EU dar. Der Beruf „Politiker“ scheint sich heute zu verstehen, einen überdurchschnittlichen Lohn zu erhalten, aber oft leider fehlende Kompetenzen aufzuweisen, reichhaltige Pensionen zu beanspruchen oder sich auch für einen gutbezahlten Posten außerhalb der Politik zu bewerben. Gleich der Vorstände in einem Unternehmen, ausschließlich Menschen für sich arbeiten zu lassen, zusätzlich Regeln und Gesetze durchzusetzen, um ebenfalls auch den eigenen Machterhalt zu sichern, was vordergründig dem eigenen Budget überaus vorteilhaft gilt. Eben darum gilt grundlegend weniger, was derjenige, dessen Gesicht auf dem Wahlplakat für die Gesellschaft bislang getan hat, da die meisten dies gar nicht korrekt einschätzen können (Desinteresse/Manipulation). Ferner welche plakatierte Bewerbung für ein Politikeramt das schönere Lächeln und den besten Spruch beinhaltet. Ganz egal was schlussendlich davon nach der Wahl übrig bleibt, was nun eigentlich aus Erfahrung der bisherigen Wahlen grundlegend ein Nach-/Umdenken nötig machen würde. Oder lieber Wahlprogramme und die warmen Worte der Politik vor der Wahl in Form einer zehn Zentimeter breiten buntbedruckten Rolle mit Abrisskante zu benutzen. Politiker sind vor allem Redner, was derzeit wieder deutlich wird.

Marcel L.

3 Comments

  1. Ja Marcel, Politiker sind „nur“ Redner denn die, die etwas bewegen oder gar ändern wollen/wollten, sind entweder auf der anderen Seite des Paradieses oder haben so viel Schweigegeld erhalten dass sie den Mund nicht mehr aufbekommen. Ganz so wie es ihre Puppenspieler im Hintergrund seit Jahrhunderten wünschen, ebenso natürlich die Menschen die glauben an irrgend welchen Wahlurnen ihre letztes Stück Freiheit und Selbstbetimmung einzuäschern um ja nicht irrgend wann selbst die Schuld an dem was die Menschheit anrichtet tragen zu müssen.
    Es ist absolut unglaublich wie viele Mitmenschen diesen Rattenfängern der Hochfinanz noch auf den Leim gehen und wie viele Neuwähler immer wieder dazu kommen, und das in einer Welt und Zeit in der man fast täglich von der Realität und Wahrheit wie von einem Vorschlaghammer getroffen wird.
    Das Gegenteil von Emphatie und Menschlichkeit ist Politik!!
    So lange wir ein solches System mittragen, solange wird es uns auch unterdrücken.
    Werde versuchen am Wahlsonntag das Haus nicht zu verlassen um nicht diesen verirrten Seelen begegnen zu müssen und den Schmerz darüber dass sich so schnell nichts an diesem Wahnsinn ändern wird, zu groß werden zu lassen.
    Warten auf den großen Knall ist uns geblieben und immer mehr Menschen um mich herum scheinen zu realisieren dass es wieder mal erst viel schlimmer werden muss bevor die Menschheit etwas darus lernt und es vielleicht auch besser wird. Hoffen wir nur dass es ein Morgen geben wird an dem wir auch etwas lernen können.
    LG an alle „Nicht- Wähler“ und „Selbst- Bewuste“!

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