Angst ist ein schlechter Wegbegleiter

Man sagt Angst ist ein schlechter Wegbegleiter und doch flankiert sie die Verhaltensweisen und Reflexe der Menschen nicht unerheblich. Angst hilft aber auch Gefahren frühzeitig zu erkennen, sich dessen bewusst zu sein, Vorsicht walten zu lassen, wenn man darüber hinaus nicht bestimmte Denkmuster außer Acht lässt. Aber auch der anderen Seite beschämenderweise die Option zu eröffnen, das Handeln des Gegenübers (des Schwächeren) zu manipulieren und zum eigenen Vorteil auszunutzen. Laut einer jährlichen Studie der R+V hegen die Menschen in Deutschland 2017 die größten Ängste vor Terror und der damit verbundenen Zuwanderung. Aber bitte nicht falsch verstehen, Terror (-anschläge), so wie es die Politik und die Medien es vermitteln, ist kein Ergebnis der Zuwanderung. Sie muten dennoch als eine Kausalkette an. Zuwanderung ist wenn überhaupt ein Ergebnis des Terrors (und zwar des eigenen Staatsapparates) in anderen Ländern. Ferner ist aber Terror die bereitwillig und nun bewiesenermaßen in Kauf genommene Gewalt gegen die eigene Bevölkerung, um allen voran die politische Macht aufrechtzuerhalten, aber auch Interessenskriege zu rechtfertigen. Da muss man doch der Regierung ein super Ergebnis ihrer Politik über die letzten Jahrzehnte attestieren. Sicherlich ist das in einem nicht unerheblichen Teil vorsätzlich zu verantworten. Ängste vor Spannungen durch den Zuzug von Ausländern sind aber immer auch eine Zeichen individueller und gesellschaftlicher Unzufriedenheit, eines schleichenden wirtschaftlichen Abschwungs oder einer Art Lethargie der Menschen, was letztendlich all zu oft mit den erstarken extremistischer Parteien und Gruppen einhergeht. Das ist nun durchweg in den westlichen Ländern zu erkennen.

Politischer Extremismus, vor dem man merkwürdigerweise auch besonders Angst besitzt, hat den selben Ursprung wie der Terrorismus, nur eben in einem anderen örtlichen Rahmen. Die gewünschten Ergebnisse für politisches und elitäres Handeln sind darüber hinaus aber die gleichen. Letztendlich Ebenfalls ganz oben mit dabei ist die europäische Schuldenkrise und ein zusehends schwindendes Vertrauen in die europäische Gemeinschaftswährung. Nun ja, eine gewisse Tragweite könnte das schon haben. Vorwiegend ist man sich als Steuerzahler im Klaren, dass die Entschuldung für die eigene Tasche wohl ziemlich teuer werden könnte, die eigene Arbeitskraft noch länger erforderlich ist. Wobei darin doch schon eine gewisse „Alternativlosigkeit“ zu erkennen ist. Alternativlosigkeit ist noch immer ein durch die Politik propagiertes notwendiges Übel für den treuen Staatsbürger. Nur so sind die noch immer viel zu hohen Wahlergebnisse für die etablierten Parteien und die Möglichkeit erneut ein ReGIERung zu bilden zu erklären. Also wird es wohl auch so kommen, dass weitere direkte Steuern und Abgaben den politischen Apparat weiter aufrechterhalten sollen, um vor allem auch das „tolle“ elitäre Projekt vereintes Europa nicht über Bord werfen zu müssen. Da doch ein jeder von uns etwas davon hat. Oder etwa nicht? Der „Rückschritt“ macht ja bekanntlichermaßen auch am meisten Angst. Merkwürdigerweise aber wieder in keinster Weise der Fortschritt.

Marcel L.

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