Atomkraft gegen den Klimawandel

„Es gibt keinen glaubhaften Weg zur Stabilisierung des Klima, die eine bedeutende Rolle der Nukleartechnik ausschließt.“ heißt es in einem Brief führender Wissenschaftler zum Klimawandel an politische Entscheidungsträger. Dabei muss man sich schon fragen, ob der verbreitete „menschengemachte“ Klimawandel ausschließlich interessensdienlich ist. Freilich gilt die Kohlekraft als sehr schmutziges Geschäft, regenerative Energien noch lange nicht als bedarfsdeckende Alternative und sonst hat man keine Patentlösung parat. Doch warum braucht es eine Rechtfertigung über eine höchst zweifelhafte Klimaagenda, um eine vermeintlich saubere und effiziente Nukleartechnik weiterhin zu bekräftigen? Vor allem wenn es heißt die neuen Atomkraftwerke könnten effizienter sein, Atommüll könne verbrannt werden und die Möglichkeit radioaktive Waffen herzustellen sinke auch. Scheint doch alles super. Es hat schlicht den Anschein glaubhafter zu sein. Darüber hinaus fällt man aber beim „menschengemachten“ Klimawandel weiter vom Glauben ab.

Es heißt, daß ein Bekämpfen der Kernenergie „die Fähigkeit der Menschen einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden“ bedrohe und man müsse „die Entwicklung und den Einsatz sichererer Kernkraftwerke als praktisches Mittel zur Bewältigung des Klimawandelproblems“ von Seiten der Politik unterstützen. Atomkraftwerke gelten schon heute als relativ sauber Energiequelle, nimmt man den direkten Schadstoffausstoß bei der Erzeugung der Energie her. Selbstverständlich nur solange der nukleare Abfall nicht entsorgt werden muss. Denn für dieses Problem scheint noch längst keine Lösung gefunden zu sein. Wird es wahrscheinlich auch nicht mehr bis die entscheidenden Politikvertreter der heutigen Zeit abgetreten sind. Wie das mit ihren Nachfolgern aussieht ist ebenso zweifelhaft.

Derzeit erlebt man eine Umweltkatastrophe nach der anderen, massenhaftes Sterben von Lebewesen in den Meeren, über deren grundlegende Ursache scheinbar noch keine Erkenntnisse vorliegen. Dabei wurde über Jahrzehnte hochradioaktiver Müll einfach in den Meeren entsorgt. Sogar ganze Kraftwerke sollen im Meer deponiert wurden sein, Fässer korrodieren vor sich hin bis zur Havarie. Mehr als 100000 Tonnen radioaktiven Mülls wurden über 50 Jahre lang in den Meeren abgeladen. Noch heute werden radioaktive Abwässer in internationale Gewässer geleitet, da braucht man gar nicht mal nach Fukushima zu schauen.

Letztendlich könnten die Rückbauten ausgedienter Atomkraftwerke auf Kosten des Steuerzahlers dazu dienen, diese ausschließlich durch neuere Typen zu ersetzen, wenn man merken will, das der Strombedarf für die hochentwickelte Wirtschaft nicht anders zu decken ist. Frankreich beabsichtigt beispielsweise eine ganze Reihe neue Kraftwerke zu bauen und will noch über Jahrzehnte auf die Nukleartechnik zur Energieversorgung setzen. Andere Länder ebenfalls. Nachfolgende Generationen, die sich mit der Entsorgung des Giftmülls auseinandersetzen dürfen, werden grundlegend übergangen. Durch den Staatskonzern Areva dürften große Interessen in Kriegsgebieten wie dem Niger oder Mali nach Uranabbau von großer Bedeutung sein. In den beiden Länder im „Goldgürtel“ Afrikas lagern mitunter die größten Uranvorkommen der Welt. Auch Deutschland hat erst seine Truppenstärke in dieser Region erhöht. Die USA sind selbstverständlich auch mit von der Partie. Immerhin muss man durch Nägel mit Köpfen den Chinesen zuvorkommen. Eine der ersten Reaktionen nach den Terroranschlägen in Frankreich war terroristischen Organisationen in mitten Afrikas den Krieg zu erklären, grundsätzlich aber um Ressourcen zu sichern.

Eine Patentlösung für die Zukunft gibt es leider nicht. Doch scheint man auch nicht gewillt zu sein ehrliche und wirklich nachhaltige Möglichkeiten auszuschöpfen. Weiterhin sieht alles danach aus Profitgier und Wohlstandserhalt in den Vordergrund stellen zu wollen.

Marcel L.

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1 Kommentar

  1. Die größten nicht recycelbaren Sondermüllberge werden von den Windrädern und den Sonnenkollektoren verursacht (werden). Dagegen sind radioaktive Abfälle, die von den neuesten Kernreaktoren verbraucht werden können, Peanuts (in abgebrannten Uranbrennstäben steckt noch über 90% ihrer Energie).

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