Betäubungsloses Schächten

In Deutschland ist das religiöse Schächten laut dem Tierschutzgesetz verboten. Leider wurden hier auch in der Vergangenheit von kuschenden Behörden Ausnahmen erteilt. Alles aufgrund einer uneingeschränkten Religions- und Glaubensfreiheit. Hier sollten schnellstmöglich Grenzen nachgetragen werden, wenn dies in andere essentielle Gesetze eingreift. Dies sollte für ganz Europa gelten. Daraus resultierend und selbstredend wäre ein Verbot sinnvoll, Tiere von Europa in muslimische Länder lebend zu transportieren, um auch hier die eigens auferlegten Gesetze einzuhalten. Obwohl es nicht zielführend ist Religionen, religiösen Kult und Gebaren zu viel Spielraum und Aufmerksamkeit zu Teil kommen zu lassen. Schlimmer noch eine unabhängige und emanzipierte Gesellschaft darauf auszurichten oder zu verhindern.

Religionen, religiöse Prediger und Berufene sind selbstgefällige Gruppen. Das Betäuben von Tieren vor der Schlachtung ist aber grundlegend auch im Islam erlaubt, doch nur aufgrund der Möglichkeit, dass das Tier bei der Betäubung sterben KÖNNTE, lässt man die Tiere unter unvorstellbaren Schmerzen mit einem Schnitt durch die Halsunterseite ausbluten. Es geht hier um wenige Minuten, ja im Grunde Sekunden, die auch bei einem vorzeitigem Tod völlig irrelevant wären, aber dem Tier ein wenig Schmerz ersparen würde. So sind die Religionen und religiösen Anhänger, wenn es nicht um die eigenen Befindlichkeiten geht, in der Hinsicht regelrecht erbarmungslos und radikal.

In Österreich wird nach dem Schächten betäubt und die Schweiz versteigert Importkontigente für Halal-Fleisch. In Frankreich sollen 32% der Gesamtfleischproduktion, vornehmlich Rinder, betäubungslos geschlachtet werden.

Hier ist wieder einmal die Toleranzgrenze für religiöses, individuelles, aber auch darauf folgend politisches Handeln überschritten. Vor allem, wenn man bedenkt, welche „Nebenwirkung“ das betäubungslose Schächten hinsichtlich Tierschutz mit sich bringt, wie im nachfolgenden erörtert wird. Solange den Religionen eine derart große Bedeutung zubemessen wird, wird sich gesellschaftlich nicht das Nötige zum Positiven verändern.

Marcel L.

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