Brot und Olympische (Zirkus)Spiele

Merkwürdigerweise scheinen die Koalitionsverhandlungen der hiesigen Politik gerade jetzt ein jähes Ende zu finden. Nachdem man 4 Monate weitestgehend damit beschäftigt war, seine eigenen Pfründe in einem bühnenreifen Theaterstück ins Trockene zu bringen (und das seines zuarbeitenden Gesindels), keine Lüge war doch so peinlich als von ihr Gebrauch zu machen, scheint man nun hektisch zum Schluss kommen zu wollen. Was nun in den nächsten Wochen auf den Plan steht, kann man dunkel erahnen. Doch haben am 9. Februar die Olympischen Winterspiele in Südkorea begonnen, eine willkommenen Ablenkung für die Politik sich der miesen Stimmung im Land zu entledigen und die Menschen mit Wintersport von früh bis Abend zu füttern. Zudem dürfen wir, hurra, die Weltmeisterschaft im Fußball dieses Jahr noch erleben.

Vor allem wurde von „Brot und Spielen“ im römischen Reich Gebrauch gemacht. Seit dem scheint sich diese Art der Ablenkung auf politischer Ebene für ihre Steuersklaven verfestigt zu haben. Zur Zeit der römischen Republik wurde dem Bürger extrem verbilligtes Getreide zur Verfügung gestellt. (heute billige Lebensmittel, Fleisch etc.) Damit sollten die Versorgung der Armen soweit gewährleistet werden, dass es nicht zu Aufständen kommen sollte. Unzählige Zugeständnisse an die Wähler und Nichtwähler wurden auch heute wieder gemacht. Wieviel davon in den letzten Jahren aber schlussendlich übrig geblieben ist, also bei den Lohnsklaven angekommen war, ist doch im Nachhinein wirklich ernüchternd. Die gesellschaftliche Kluft wird immer größer, die Spannungen immer explosiver und die Politik ist so dreist, dies permanent als Erfolg zu verkaufen. Zudem wurden schon früher Zirkusspiele und Gladiatorenkämpfe veranstaltet. Die Bürger durften diese kostenlos besuchen. Heute steht dafür eine Gebühr von 17,50€ im öffentlich rechtlichen Rundfunk zu buche. Nun ja, warum etwas „verschleudern“, wenn man genug Bereitwillige findet, die für ihre eigene Manipulation, Gehirnwäsche und Ruhigstellung auch noch bereit sind Geld zu zahlen.

Marcel L.

5 Comments

  1. Ja, sie zahlen dafür, und das sogar bei vollem (Un) Bewustsein und sehr gerne, denn mit Wahrheit, Realität oder gar der Gesiteskrankheit „Emphatie“ versaut man sich den Tag und womöglich das ganze schöne Leben in der aller besten Demokratie die für Geld zu haben ist.
    Und ja, dieses von dir beschriebene System ist so alt wie die menschliche Gesellschaft und wird allem Anschein auch nur dann enden wenn die Menschheit endet, aber das juckt diesen Planeten und die Natur nicht denn sie braucht uns nicht um zu funktionieren, es ist eher andersrum.
    Auch ich, der in seiner Jugend nur „Sport“ kannte und diesen in vielfälltiger Form ausübte, kann manchmal nicht anders als den Athleten zuzusehen und das auch bei vollem Bewustsein darüber welchen Zweck dieser Zirkus erfüllt und genau aus diesem Grund hält sich der geistige Schaden der beim Zusehen angerichtet wird in Grenzen( hoffe ich jedenfalls, mein Umfeld behauptet da was Anderes ;-)).
    Sport, selbst betrieben oder auch nur als interessierter Zuseher kann auch die so nötige Erholung für den Geist sein den er braucht um dem täglichen Wahnsinn zu verarbeiten und neue Gedanken zu finden. Was er in meinen Augen nie sein sollte ist die absolute Identifikation mit nationalistischen Übermenschen- Gefühlen wenn die „eigenen“ Sportler einen Sieg bei diesen zu 100% Fantastereien erziehlen und dies dann als Realität und betimmend für das eigene und das Leben Anderer herangezogen wird was, leider bei 90% der Weltbevölkerung noch so ist und bis zum bitteren Schluss auch so bleiben wird.
    Also, ein Hoch auf die Pharmaindustrie die so gesunde Vorbilder wie die besten Sportler hervorbringt damit sich unserer Kinder ein Bespiel daran nehmen können und davon träumen auch eines Tages von irrgend welchen Krigsverbrecher- Politker- Marionetten umgehängt zu bekommen und erst der Ruhm und das unbegreiflich viele Geld für nichts und wiedernichts was diese sportlichen Leistungen für die Gesellschaft sind, nähmlich absolut garnichts! Zu bitter? Zu hart gegenüber den Sportlern? Bestimmt, denn es sind ihre Träume denen sie wie alle Menschen im Leben herlaufen und sich dermaßen selbstdisziplinieren müssen dass die Realität darüber was es Gutes der Gesellschaft bringt wenn sie ihre Körper mit Training und Drogen schinden um viel Geld, Ruhm und Erfolge anzuhäufen, leider nur eine Seifenblase ist die mit scheidenen Erfolgen zerplatzt und nichts, aber auch garnichts am Verlauf der Geschichte zum positiven ändert, aber leider mit der gewünschten Ablenkung zum negativen.
    LG an alle!

  2. Vollkommen richtig erkannt und auf den Punkt gebracht, auch mit/im Kommentar des Herrn Boban Rovcanin. Alles absolut treffend.
    Dieser Sport erlebt eben nicht den ungezwungenen Vergleich und ohne Stigmatiesierung, Glorifizierung von Sieger und Abwertung von Verlierern. Er erhält und fördert auf diese dargebotene Weise damit weiter nur das zwanghafte kampffördernde Gewinnerdenken und Verhalten untereinander in der Gesellschaft, quasie als andere Form von Krieg zwischen Menschen und Ländern. Immer wird im Vordergrund darauf abgezielt besser wie sein Mitmensch bzw. das/die anderen Länder zu sein.
    Das verdeutlicht was diese Gesellschaft eigentlich immer noch ist aber gut vernebelt wird, ein Abbild der Natur, ständiger Krieg von Fressen und gefressen werden.
    Das lässt sich in ausschließlich allen Bereichen des menschlichen Lebens beobachten, an Wohnort, Arbeitsplatz, Freizeit, Politik, zwischen Ländern Relegionen usw. überall „Kampf bzw. Krieg“. Mir ist leider absolut Nichts in derartigen geförderten Größenordnungen bekannt was dem entgegenwirkt/steht.
    Wie soll sich da Denken und Einstellung Aller für ein Miteinander statt Gegeneinander in der Gesellschaft ändern, dem Herrschafts-Staatsystem zum Trotz.

    1. Das traurige daran ist das dies wirklich überall in der Gesellschaft wirkt, selbst im kleinsten Kreis/auf unterster Ebene schon anfängt, wo auf schon gelebte enge Beziehungen für einen „Posten“ verzichtet wird. Typisches Herrschaftssyndrom.
      Es läuft halt alles im Kleinen wie im Großen nur in anderen Dimensionen.

  3. Zu den Thema Sport.
    Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht, ich habe nichts gegen unverbindlichen Sportlichen Vergleich. Nur was daraus gemacht wird, welch teilweise irrsinniger Aufwand und Gelder im/für Sport völlig überzogen werden und damit also wie das alles mißbraucht wird, dagegen wende ich mich. Ich meine in aller Begeisterung wird das von der Mehrheit ausgeblendet und kaum gesellschaftlich referenziert.

  4. „Fachidioten und Leistungssportler kann man durch Wettbewerb erzeugen, aber nicht umfassend gebildete, vielseitig kompetente und umsichtige, vorausschauend denkende und verantwortlich handelnde, in sich ruhende und starke, beziehungsfähige Persönlichkeiten.“ (Prof.Dr.Gerald Hüther) Das schließt aber keinesfalls aus, dass es diese (Kombination) nicht gibt.

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