Das Märchen vom „ostdeutschen Pleitestaat“

„Die DDR war pleite und ist deshalb zusammengebrochen.“ Das stimmt aber so nicht. Manche Menschen werden die imperialistische Propaganda für die gegenwärtige Ausplünderung und gegen die ausgeraubten Staaten (Völker) nie verstehen. Sie gehen damit plumper Propaganda ihrer gesteuerten (West)Medien, die ja nie in Frage gestellt werden aufgrund eingetrichterter „Siegermentalität“, die ihr Ego hebt, stetig auf den Leim. Die propagierte Pleite der DDR soll doch weitestgehend über die Schwierigkeiten und missliche Lage der heutigen Staaten/Regierungen hinwegtäuschen, ferner die Verwüstung der ehemaligen DDR rechtfertigen und der Gesellschaft die Schuld für den wirtschaftlichen Sturz in den neuen Bundesländern etikettieren.

Pleite ist im heutigen wirtschaftlichen Kontext, wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Heißt eben zahlungsunfähig. Das war ganz klar nicht gegeben und wenn dann genauso wie die damalige und jetzige BRD oder fast ausschließlich alle Staaten der Welt, denn die BRD musste damals wie heute auch monatlich bzw. mehrmals im Jahr, also regelmäßig neues Geld leihen durch Kreditaufnahme = Ausgabe von Schuldscheinen (Bundesanleihen, Bundesschatzanweisungen etc.) um überhaupt solvent zu sein/bleiben!!! Wie gesagt gilt das eben für alle Staaten.

Damit war aber die DDR eben konkret nicht „pleite“, wie die angehängten Zahlen beweisen sollen. Die DDR war in der Lage all ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Im Gegenteil, die Schulden der DDR lagen nicht so hoch, wie die der USA oder der BRD. Wirtschaftlich war man relativ gleich auf mit den westlichen Konkurrenten. Ferner stiegen vor der Wiedervereinigung die wirtschaftlichen Kennzahlen nachdem sie schon Jahre zuvor ihre negativen Spitzen verzeichnet hatten.

Die DDR Nettoverschuldung lag tatsächlich zum Ende bei 12 Mrd. US-Dollar. Durch eine falsche Berechnung dieser Zahlen wurde der DDR scheinbar beabsichtigt falsche Lasten auferlegt und der Zusammenbruch herbeigeredet. Daraus resultierend wurden viele produzierte Güter und Waren weit unter ihrem Wert ins Ausland verkauft bzw. verschleudert. Die DDR war damals nichts anderes, wie ein heutiges „Entwicklungsland“, das durch das Imperium ausgepresst und in ihrer Entwicklung geschädigt wurde. Wo die USA mit ihren Instrumenten IWF, Weltbank etc. durchmarschiert, ist eine positive Entwicklung nahezu ausgeschlossen. Die eigentlichen Ziele sind Entwicklungsländer klein zu halten, um den imperialistischen Interessen nicht entgegenzustehen, Ressourcen zu rauben, Arbeitskraft auszubeuten und Gelder umzuverteilen. So kann man schon davon ausgehen, dass die DDR Wirtschaft grundlegend solide war, aber vom Imperium grundlegend deindustrialisiert wurde, wie man es allgegenwärtig kennt. Gefertigt wurde sogar zuvor von „westlichen“ Industrien, für die die DDR damals niedrige Löhne bereithielt.

Die Wirtschaftskraft je Einwohner (als direkter Vergleichswert) stieg von 1970 bis zur Wiedervereinigung in der DDR vergleichsweise höher als in der BRD. Die Wachstumsraten der DDR waren teilweise 3,3 % höher als die in der BRD. Sicherlich hing das auch damit zusammen, dass man in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg die DDR mehr als den Rest Deutschlands schröpfte, d.h. die Wirtschaftskraft letztlich um einiges niedriger war, was grundlegend Aufholpotential bereithält. Doch schon damit wird aber das Bild einer maroden DDR überhaupt nicht widergespiegelt. Nur in den letzten 5 Jahren vor dem Mauerfall fiel man mit 0,3% hinter die Bundesrepublik zurück, was auch darauf zurückzuführen war, dass mehr Waren in die DDR eingeführt wurden. Auch die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe und Baugewerbe war in den letzten 5 Jahren noch steigend. Die Investitionsquote war höher als in der BRD. Verschwenderisch war die DDR, wie auch die westlichen Staaten, in ihren Ausgaben bezüglich Sicherheit und Militär, was die restliche Entwicklung wiederum bremste. Hier sollte man Parallelen erkennen und der heutigen Regierung Fragen bereit halten. Wirtschaftlich nachteilig für die DDR waren die in Folge des zweiten Weltkrieg verlangten Reparationszahlungen.

Die Staatsverschuldungsquote im letzten Jahr der DDR lag bei 27,6% gegenüber des BIP. Zum Vergleich in der BRD lag diese bei 41,8%. Die Nettoverschuldung der DDR gegenüber dem Ausland verringerte sich von 1980-1989 um ca. ein Drittel. Die Verschuldung nahm also kontinuierlich ab. Das ist von heutigen Wirtschaften nicht mehr zu erwarten, die dem westlich wirtschaftlichen Diktaturen mit kapitalistischen Wirtschaftssystemen unterlegen sind.

Die DDR brachte in die Wiedervereinigung Devisenreserven von 7,6 Mrd. DM ein. 9,5 Mrd. DM hatte die DDR Forderungen von ausländischen Staaten. In den Achzigerjahren verschlechterten sich die Erlösquote von der Mark zur DM. Man bekam im Ausland weniger für die Produktion, was den Schuldendienst durch diese ausländische Preisbildung erschwerte. Die Zinslast betrug 2,5 Mrd. DM (bei 8% Zinsen!!!). Die Liquiditätsreserven deckten aber immer noch 59,3% der Auslandsverschuldung ab. Die Nettoverschuldung lag ebenfalls um ein vielfaches geringer als die ausgewiesene und gern vorgebrachte Bruttoverschuldung und stellte dadurch eine absichtlich viel zu schlechte Lage der DDR dar (49 Mrd. DM zu 19,9 Mrd. DM). Das sollten 8,5 Mrd. Dollar Auslandsverschuldung sein.

Entwicklungsländer, wie es die DDR auch eines war, werden in Diktate getrieben und wirtschaftlich durch westliche Konzerne ausgeplündert. Die Staatsverschuldung der DDR lag damals weit unter den Marken, die man heute als Mastrichtkriterien zum Diktat der EU macht. Es ist also grundlegend nach heutigen Maßstäben unangebracht und verlogen im Hinblick auf die DDR Wirtschaft von Pleite und Zusammenbruch zu sprechen. Das erwirtschaftete Vermögen der Gesellschaft wurde durch westliche Interessen geraubt und veruntreut. Die Treuhand war ebenfalls durch den Westen korrumpiert und diente dazu Betriebe und Industrien in den Westen zu Spotpreisen zu verschachern.

Auch die DDR ist/wäre weiter an Kreditgeld gekommen oder/und hätte dazu darüberhinaus weiter selbst Geld drucken können, wie das die BRD (Bsp. für alle Staaten) tat und tut.

Die DDR hatte wie die BRD in der EWG eine herausragende tragende Wirtschaftsrolle im RGW und Forderungsguthaben gegenüber den anderen RGW Staaten (ähnlich den Target II Salden jetzt). Deshalb sollten diese „Dummies“, die sich über die „Pleite der DDR“ hofieren, wohl eher Sorgen machen, was aus diesen Schulden des Auslands beim Zusammenbruch der EU passiert, nämlich die BRD, wie die DDR beim Zusammenbruch des EU Wirtschaftssystem, mit reißt und die Schulden uneinbringbar verloren gehen, was heißt jahrelang für umsonst bzw. andere gebuckelt.

Primär ist die DDR aufgrund des wirtschaftlichen, wie auch politischen Untergangs durch Fall der Sowjetunion als größter Wirtschaftspartner der DDR im RGW, sowie an dem eigenen politischen Zustand/dem gesellschaftlichen Zustand, der zur Wende führte untergegangen.

Marcel L.

http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m2706b.pdf

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3 Kommentare

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  2. die Zahlen zeigen doch deutlichst, die DDR hat weit weit weniger auf PUMP,
    heißt für jeden verständlich weit weit weniger auf Kosten seiner Nachkommen, Kinder und Kindeskinder gelebt als alle „führenden“ westlichen Staaten.
    Weil es eben hier keinen direkten Einfluss imperialer Institutionen der Eliten wie IWF und Weltbank gab, die die Länder über Verschuldung in die Abhängigkeit (Schuldsklaverei) treiben und halten.
    Belest euch wer diese Institutionen beherrscht. lenkt und gegründet hat,. Den Zweck habe ich benannt.
    Im Prinzip werden fast alle Menschen (außer ein paar Urvölker) auf verschiedenste Weise benutzt um den maßlossen Luxus Weniger (Eliten) zu schaffen, zu erhalten, zu sichern und zu mehren.
    Der Großteil begreift es bloß dank ausgefeilter Propaganda und eigener Ablenkung durch Konsumrausch/Konsumgesellschaft nicht!

    Grundsätzlich sollte sich jede Generation schämen das Leben über seine Verhältnisse, also Wohlstand und Luxus auf Kosten seiner Kinder zu betreiben heißt zu finanzieren und damit die Schuldsklsverei an die eigenen Kinder weiter zugeben,denen dazu überwiegend noch gelehrt wird weiter wie die Eltern im Rausch meist nutzlosen Konsums zu verbringen. Leben auf Kosten der Folgenden

    Übrigens die Natur und insbesondere andere Lebenwesen trifft dieses „Wirtschaften“ größtenteils noch härter bzw. grausamer.

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