Das Scheitern des Euro ist das Erbe

Merkel war das Gesicht der europäischen Union. Sie hat nun angekündigt nicht mehr zur Wahl des CDU-Parteivorsitzenden anzutreten. Damit geht die Ära wohl ihrem schon lange absehbaren Ende entgegen. Ihre gewünschten „Erfolge“ wird sie wohl gehabt haben. Es gibt Stimmen, die sagen, es wäre das Schlimmste, was Deutschland und Europa jemals hätte passieren können, von einer derartigen Person in einer solchen Art und Weise der völligen Arroganz und Ignoranz (vor)geführt wurden zu sein. Bisher hatte man sich in Euroland auf die deutsche Stabilität verlassen. Merkels Macht war auch jene für Europa in der ganzen Welt, so dass mit dem Fall Merkels und der unsicheren Situation in Deutschland und Europa der Euro grundlegend Risiken ausgesetzt ist. Auch das wird manch einem gefallen. Dies kann aber dazu führen, dass der Dollar auf neue Rekordhöhen steigt, was das Weltwährungssystem letztlich zerstört, weil das Vertrauen in den Euro einmal mehr verloren geht. Ein steigender Dollar erhöht die Kreditschulden derer Länder, die Dollarschulden bzw. Kredite in US-Dollar aufgenommen haben. Ende 2017 beliefen sich die Fremdwährungskredite, also der Kredite, die außerhalb der USA aufgenommen wurden, auf 11,4 Billionen US-Dollar. Massive Zahlungsausfälle drohen mit einem beschleunigten Aufwerten des Dollar. Durch die Niedrigzinspolitik wurden vermehrt Kredite in US-Dollar aufgenommen, was bei rasant steigenden Zinsen und einer starken Aufwertung des Dollars zu größeren Risiken führt. Das ist auch ein grundlegendes Problem der Pensionsfonds, die in Schwellenländer investiert sind, diese aber ebenfalls vermehrt Dollarkredite vorzuweisen haben, bei denen letztlich der Zahlungsausfall droht, weil eine schrumpfende Wirtschaft die Kreditzinsen nicht mehr aufbringen kann. Die monetäre Krise ist daran sich zu entfalten. Keiner weiß, was nach dem Euro kommen wird, aber das der Euro zusammenbrechen wird scheint fast als sicher, da viele in der Eurozone einen grundlegenden Konstruktionsfehler sehen. Der wirtschaftliche Angleich der EU Mitgliedsstaaten und die Vergemeinschaftung hätte nicht stattgefunden. Das schlimmste – die europäische Union ist eine politische Diktatur. Die Kommission ist nicht direkt von den Bürgern wählbar. Schon die Gründung der EU war ein völlig einseitiger Vertrag (Lissaboner Vertrag), der letztlich ohne Bürgerbeteiligung ratifiziert wurde, da das gesamte Projekt in regulären Wahlen aufgrund der gesellschaftlichen Ablehnung gescheitert wäre. Ein derartiges System, in dem ausschließlich Machtansprüche und Selbstgefälligkeit vorherrscht, ist immer zum Scheitern verurteilt. Wenn die Menschen permanent hinter der Politik anstehen in einem derart intransparenten System wird die Ablehnung automatisch zunehmen und Vertrauen verloren gehen, was die gesamte Wirtschaft und Investitionen untergräbt. Es könnte gut sein, dass sich die Probleme bis 2021 gravierend verschärfen werden mit den derzeitigen politischen Entscheidungen.

Marcel L.

3 Comments

  1. Merkel hin, Merkel her, der Euro war von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Das weiß man nicht erst seit gestern. Nur hat man zu lange auf eine Alternativlose gehört, die predigte: „Scheitert der Euro, scheitert Europa“. Nun zerbröselt der Vorhang, der die Alternativen verdeckt hat. Er wird sehr schnell ganz fallen und man wird feststellen, dass wir ein ganz anderes Europa brauchen – ohne Euro. Die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten werden den Primat der Politk wieder verdrängen. Was der Euro bisher in Europa angerichtet hat, ist schon schlimm genug. Man darf ihn nicht weiter wüten lassen. Die Überziehung der unterschiedlichsten Volkswirtschaften mit einer einheitlichen Währung ist als Experiment voll in die Hose gegangen. Griechenland, Italien und andere südeuropäische Länder können ein Lied davon singen. Gott dei Dank gibt jetzt nicht meher Merkel den Ton an, sondern Leute wie Salvini, die nicht in einem europäischen Wolkenkucksheim leben, sondern reale Politik für ihre Bürger machen wollen. Es sind die vielgeschmähten „Populisten“, die die Politik endlich auf den Boden der Tatsachen zurück holen.

    Es sind die Populisten, die der Demokratie wieder eine Chance geben wollen. die nicht von einem Areopag herunter die Bürger bevormunden wollen. Es wäre auch an der Zeit, dass die Populisten die demokratisch nicht legitimierten supranationalen Vereinigungen und NGO’s das Fürchten lehrten. Diese schaffen mehr Unfriden als sie Frieden stiften. Wenn man erlebt, was die UN mit dem globalen Migrationspakt anrichtet, kann man Trump voll und ganz verstehen, wenn er der UN den Rücken kehrt. Auch andere Länder haben erkannt, was dieser Pakt für sie bedeutet und sind ausgestiegen. Nur Deutschland unter der rot/grünen Merkel will nicht erkennen, wohin dieser Pakt führt. Jens Spahn schon, oder tut er nur so? Und wenn ers wirklich ernst meint, kann er noch was bewirken?

    1. Derart abschließende Fragen erübrigen sich für mich in diesem Land. Was bringt eine Politik, die ausschließlich an ihrer Macht festhalten will. Wasser predigen und Wein saufen passt hier wieder zutrefflich. Wir haben ausschließlich Politiker, die mehr herumlamentieren als tatsächlich gesellschaftliche Fortschritte zu bringen. Tatsächlich sind wir bereits an einem Punkt angekommen, an den „Point of no return“! Da nützen auch warme Worte der selben Klique nichts mehr, die uns das alles eingebrockt haben. Ist doch toll, von nun an kann man immer die Verantwortung auf Andere schieben, Vorgänger. Sag mir: Darf man wirklich noch an ehrliche Politiker glauben? An deiner Fragestellung kann man schon erkennen, dass grundlegend Zweifel berechtigt sind. Vertrauen ist primär wichtig, essentiell. Ein Wähler der AfD, die übrigens auch dieser linken Politik entspringt und heute noch mehr als genügend derer Ansichten vertritt, wird durch einen Personalwechsel nicht wiederkehren. An sowas zu glauben wäre völlig daneben, aber Politik leben wie gewohnt sowieso in einer anderen, in einer Traumwelt. Im Grunde wird davon gesprochen, dass Sozialstaat nicht mit unbegrenzter Einwanderung übereinstimmen kann. Was unterscheidet dabei nun diese Ansichten von jenen der Vorredner. Um nichts anderes geht es doch schließlich, sich aus dem Topf zu bedienen, wie man es gerne hätte. Natürlich weiß die Politik auch, dass eine unbegrenzte Migration letztlich nicht funktioniert, deshalb ist ja der Sozialismus daran das alles in seinem Bemessen und Befinden zu regeln. Das ist für mich immer noch staatlich begründeter Menschenhandel, was über die nächsten Jahre und Jahrzehnte anhalten soll. Das wird aber nicht oder nur schwer funktionieren.

    2. Du sprichst es doch selber an. Trump muss sich mit dem gesamten Establishment konfrontiert fühlen. Meinst du wirklich ein eher „kleiner Hansel“ wie ein Spahn würde sich dem entgegenstellen (wollen)? Das sind letztlich alles nur Mitläufer, auch die Afd. Weil sie sich nebenbei eben doch horende Vorteile und primär Pensionen, höhere Diäten etc. versprechen, vom Wohlfahrtsstaat zu profitieren. Ich weiß nicht, was in solch einen Kopf alles vorgeht, doch das Argument des „armen“ Politikers, der wenn er Vermögen verdienen „wöllte“ lieber in die Wirtschaft wechseln würde, ist meines Erachtens bei vielen ein bißchen zu kurz gedacht. So einfach ist es ja nun auch nicht. Das hast du zwar hier nicht angesprochen, kommt mir dennoch immer schlagartig entgegen.

Leave a Comment