Demo für mehr Kitaplätze

Wahrscheinlich produzieren doch die Mehrzahl aller Menschen täglich sinnlose VERbrauchsgüter, Müll und Schrott, drehen utopische Zahlen und meinen damit den völlig übertriebenen Wohlstand einer Gesellschaft aufrecht erhalten zu müssen, die letztlich doch ihren eigenen Gau bereithält durch Umweltzerstörung und völlig falschen/gewissenlosen Einsatz der vorhandenen Mittel, aber auch einer gewissen Blindheit der politischen Anstrengung gegenüber. Warum nicht einfach diese Zeit nutzen für die eigenständige Erziehung der eigenen Sprösslinge, selbst organisiert in kleine Gruppen und regional, anstatt sich schon lange vor der Geburt über einen Erziehungsplatz in einer der staatlichen Einrichtung den Kopf zu zerbrechen? Es fehlt tatsächlich eine gewisse Logik und Sinnhaftigkeit hinter der Forderung an den Staat sich dringend um die Betreuung und damit auch die Erziehung des Nachwuchses zu kümmern. Es ist ein perverses Muster, dass hier teilweise gestrickt wird. Am Samstag demonstrierten rund 3000 Eltern für mehr staatliche Kitaplätze. Selbstverständlich war das ein heißes und respektwürdiges Anliegen auch für die staatlichen Medien. „Eltern müssen ihre Jobs aufgeben, in Teilzeit gehen oder sich arbeitslos melden, Mütter werden in die Hausfrauenrolle gedrängt. Und alles nur, weil der politische Wille fehlt“. Wenn man eben nicht täglich 40 Stunden für diesen Staat/dieses System malocht, dann ist man scheinbar Nichts, fühlt sich schlecht und gesellschaftlich ausgegrenzt. Tatsächlich ist genau das das geforderte und gewillte Muster, was von Seiten der Politik angestrebt wird. Nun ja, wenn eben weniger Menschen arbeiten gehen, gefährdet das die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen. Im Grunde sind es aber auch die politischen Strukturen, die sich ohne permanentes Wachstum gefährdet sehen. Allerdings werden diese Strukturen missbraucht, vor allem um Wenigen einen bedeutend größeren Standard zu ermöglichen. Dass aber genau darin das Problem begraben liegt, da sichtbar die meisten diese Systemtreue in sich tragen, wird nicht erkannt. Staatliche Kindererziehung führt in eine Sackgasse und in die Irre. Die Interessen sind viel zu groß, um dem Nachwuchs tatsächlich einen Schutz und den Eltern ein unbeschwertes Leben bieten zu wollen. Warum sollte ich daher für mehr staatlichen Einfluss, der zwangsläufig entsteht, demonstrieren? Im Grunde wäre es angebracht für ein System zu protestieren, in dem es keine staatliche und wirtschaftliche Zwangsjacke gibt. Schon die steuerliche Belastung und die Tribute an den Staat, die elitäre Gier und Selbstdarstellung, rauben dermaßen große Ressourcen und individuelle gesellschaftliche Leistungen, mit denen anderweitig viel umgesetzt werden könnte. Vor allem aber tatsächlich für die eigenen Interessen und nicht ausschließlich für andere zu arbeiten und sich dieser Belastung, die man heute in weiten Teilen vorfindet, auszusetzen. Je größer das Vermögen, um so scheinbarer die Freiheit. Jene, die letztlich doch nur rigoros erkauft ist.

Marcel L.

2 Comments

  1. sehr, sehr gut erfasst und trifft den Nagel auf den Kopf, nur die „verwirrten Eltern“ sind verblendet und überlassen großteils die Erziehung und Bildung dem Gewaltmonopol namens Staat. Gewaltmonopol sagt doch einfach alles und nichts Gutes, weder für die Zukunft noch für unseren Nachwuchs.
    Der Staat nimmt dein Leben in Kauf wenn er in Dir eine relevante Gefahr oder du ihm nicht Tribut zollst und das ohne Bestrafung fürchten zu müssen.

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