Der Crash am Horizont

 

Finanzielle Schicksalsjahre voraus

Haben sie schon mal was von Martin Armstrong gehört? In diversen Kreisen eine namhafte Figur. Wer sich mit dem Finanzmarkt, dem Goldmarkt und der globalen Wirtschaftsentwicklung befasst, sich um umfassende Informationen und Ausblicke bemüht, der wird um diese Person kaum umhinkommen. Martin Armstrong ist ein amerikanischer Analyst, der großes Ansehen „genießt“, von Guten wie auch Bösen. Er wurde 1949 geboren und beschäftigte sich schon früh mit dem Goldmarkt. Mit 23 Jahren veröffentlichte er schon seine ersten Prognosen zur Entwicklung des momentan wertvollsten Edelmetalls. Martin Armstrong versucht Finanz- und Börsencrashs auf den Tag genau vorherzusagen. Dabei muss man sich klar machen, dass eine Krise oder eine Wende in einem Wirtschaftszyklus, auch ein völliges Zusammenbrechen eines Systems, keinen festen Zeitpunkt innehat. Es ist eher ein schleichender Prozess, der „auf leisen Sohlen“ daherkommt, die meisten aber doch knallhart und plötzlich trifft, da das Desinteresse im Voraus bei den meisten Menschen in der heutigen Zeit überwiegt. Es ist ein kurzer Zeitabschnitt, den man als Höhepunkt bzw. als Tiefpunkt bezeichnen kann.

Anhand von Indikatoren werden diese Höhepunkte recht präzise durch Martin Armstrong bestimmt. 1972 entwickelte er sein Programm, das das ökonomische Gebiet mit der Geschichte vereint. Martin Armstrong recherchiert seit jeher über Aktivitäten der Banken, diese im Zusammenhang mit den großen internationalen Krisen. Er beobachtete Finanzcrashs von 1683 bis 1907 und kam zum Ergebnis, dass es im Durchschnitt alle 8,6 Jahre (3141 Tage) zu einem großen Crash an Finanzmärkten kam. So entstand der Code Pi (3,14). Die Amerikanische Geheimdienst CIA hat von Anbeginn ein Auge auf das Programm, da es unter anderem 1998, dreißig Tage vor dem Finanzzusammenbruch des russischen Systems, diesen annähernd exakt vorhersagen konnte. 1999 wurde Martin Armstrong angeklagt mit dem Vorwurf ein Schneeballsystem zu betreiben, um Kunden seiner Firma um hunderte Millionen Dollar zu prellen. Zu den wahrscheinliche wahren Gründen später mehr.

Nie wollte Martin Armstrong zum Club der Unantastbaren – Goldman Sachs und eine Gruppe Investor Banken, wie er sie nennt, gehören. 1999, wie er selbst berichtet, warnte er einen japanischen Kunden vor einer großflächigen Manipulation im Metallsektor, ausgehend von amerikanischen Investmentbanken. Es folgte die Sperrung des Handels auf Anraten von Martin Armstrong, was schlussendlich zu enormen Verlusten des „Clubs“ führte. Martin Armstrong fertigte ständig Tondokumentationen jeglicher Manipulationen an, wie er selbst sagt. Diese wollten die Verantwortlichen „Betrüger“ aus dem Verkehr ziehen und herauspressen. Daraufhin wurde er „seltsamerweise“ des „Betrugs“ und der „Verschwörung“ verurteilt. So seine eigene Sichtweise. Obwohl dies nie bewiesen werden konnte, saß er in den folgenden 12 Jahren hinter Gittern. Man kann davon ausgehen, daß die  CIA ausschließlich hinter seinem Programm her war. Darüber hinaus behauptete Goldman Sachs es seien 8,6 Millionen $ durch Martin Armstrong spurlos verschwunden. Durch heutige permanente Kontrolle bzw. Schnüffelei der Bankdaten und des -verkehrs, scheint das aber sehr unwahrscheinlich und wenig nachvollziehbar. An einer Aufklärung des Falls schien Anfangs allemal nicht gelegen. Da jeder Partei an eigenen Interessen gelegen ist, ist eine tadellose Aufklärung und Aufdeckung solcher verborgenen Machenschaften kaum möglich.

Martin Armstrong hatte annähernd punktgenau den großen Börsencrash 1987 vorhergesagt, bei dem die New Yorker Börse an nur einen Tag über 20% verlor. Dieser gilt seit jeher als der größte Tagesverlust. Die Börse in Hongkong verlor derzeit sogar annähernd 45%. Dieser größte Absturz in der Geschichte ging mit einem enormen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Notenbanken- und Zinspolitik einher. Ähnlich der heutigen Praktiken, verursachte eine stete Abwertungsspirale / forcierte Inflationierung einen völligen Vertrauensverlust der Bevölkerung. (Dieser steht uns noch bevor.) Im Vorfeld waren die Börsenkurse in einer Rally stark gestiegen.

Ebenso zielsicher soll er den Nikkei-Absturz 1989 sowie die Russlandkrise 1998 vorhergesagt haben. Basierend zum Zwecke dieser Prognosen ist ein entwickeltes Computerprogramm namens „Pi“, in das zahlreiche Faktoren, Zahlen und Daten einfließen und eingearbeitet werden. So werden Währungsentwicklungen, Volkswirtschaften, Industrien, Hightech, Landwirtschaften, sogar die Eisenbahn und Wetter gewertet und ausgewertet. Alles, das irgendwie eine Rolle hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung spielen kann. Es soll ein Team von mehreren hundert Menschen dahinter stehen, die all diese Daten erheben, auswerten und dem Computerprogramm zuspielen, in sämtlichen Ländern der Erde. Diese Daten beinhalten auch geschichtliche Zahlen und Fakten, bis in die Anfänge der ersten Münze zurück, damit die verbundene Finanzpolitik. Der Name „Pi“ entspringt der gleichnamigen Zahlenfolge. 3,1415926… Sämtliche Berechnungen schlussfolgern auf dieser mathematischen Konstante. Dieses System prognostiziert beispielsweise daraus alle 8,6 Jahre (3141 Tage) eine große Krise bzw. einen Crash. Und der nächste Crash ist voll im Gange. Nach dieser Berechnung würde also Anfang 2017 unser Finanzsystem kollabieren. Dennoch wird der Crash seinen Höhepunkt nicht 2017 finden, wie er selbst sagt, dazu aber in einem späteren Eintrag mehr.

Armstrong sagt, wir brauchen diesen Crash um den neuen Zyklus zu erreichen. Viele sprechen davon, dass der nächste Crash den der 1930er Jahre in den Schatten stellen werde. Dieser gilt als die größte Weltwirtschaftskrise. Durch eine Panik unter den Anlegern brachen die Börsenkurse stark ein. In Folge waren viele der Anleger hoch verschuldet. Ein Großteil der Aktienpakete waren schlichtweg auf Pump/Kredit gekauft worden. (Parallelen zu heute sichtbar) Es war der Auslöser für die „Great Depression“ in den USA und folglich auf der ganzen Welt.

Bei der enormen Schuldenlast der heutigen Staaten, Banken und auch Bevölkerung/Anleger ist dies kein übertriebenes Szenario. Dieses Problem ist einzig unserem Schuldgeldsystem zu verdanken, in dem jeder Staat, jede Zentral- oder Geschäftsbank Schulden anhäufen kann, ohne jeglichen Gegenwert bereithalten zu müssen. Eine Bank darf Giralgeld/Buchgeld weit über ihren tatsächlichen Einlagen ausgeben. Einzig eine geringe Mindestreserve müssen Geschäftsbanken über die Kundeneinlagen vorweisen. Weniger als 10% der Kredit bzw. „Falschgeldsumme“. Die Finanzierung der Staaten und deren Schuldendienste werden momentan gegen jedes gesunde Verständnis, neben den Steuereinnahmen (zumeist nur der „kleinen“ Bevölkerung), ausschließlich durch Inflationierung in Verbindung mit einer Niedrigzinspolitik bereitgestellt. Im Hinblick auf die angesprochenen Crashs 1929 und 1987 ist das ein durchaus schlechtes Szenario. Und einen schleichenden Vertrauensverlust an dieser Politik ist tatsächlich seit ein paar Monaten nicht nur von Seiten der normalen Bevölkerung zu erkennen, um konkret auf den 17. Oktober 2015 zu sprechen zu kommen, den Armstrong seit längeren als Beginn einer neuen Vertrauenskrise in den Staat/die Politiker bezichtigt.

Marcel L.

Quellen:

http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/boersen-prognose-der-naechste-crash-kommt-am-17-oktober/11616664.html

http://www.boerse-wissen.de/crash/black-monday-1987

http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article140550440/Es-wird-zu-einem-grossen-Crash-kommen.html

http://chalaux.org/nw/escrits/martin-armstrong-zwei-interviews-de.htm

https://www.armstrongeconomics.com/research/rule-of-law/goldman-sachs-v-armstrong/

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Donnerstag

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    Geld sucht derzeit vermeintlich sichere Häfen. Nur wenig wirtschaftliche Investitionen (anders bei der Rüstung). Das lässt die Angst vor einer völlig unsicheren Zukunft widerspiegeln. Die Stimmung scheint vollends zu kippen, was sich auch in kürzlich veröffentlichten Zahlen der wirtschaftlichen Entwicklung wieder findet. Die nächste staatlich verordnete Terrorwelle scheint ebenfalls „nebenbei“ unlängst präsent. Es ist nicht nur eine Krise der Wirtschaft, es ist eine völlige Fehlentwicklung des kompletten Systems, dass sich gefühlt mittlerweile nur noch durch Kredite (keine Werte) und staatlich gepflichtete Konjunktur- und Geldprogramme versorgt. Dahingehend ist es leicht den Finger auf Schwellenländer zu legen und deren wirtschaftlichen Rückgang zu […]

5 Kommentare

  1. Der crash war schon fuer Oktober 2015 angemeldet. Kam nicht und damit ist Armstrong einer der vielen Scharlatane am Markt. Real kann der wegen der Zinsmanipulationen der Zentralbanken jede Minute zusammenbrechen. Wann das wirklich eintritt, weiss NIEMAND. Die US-Wertpapierkredite haben ihre Hochs gesehen. Die Aktienrueckkaeufe wohl auch. M&A in den USA vergangenes Jahr Allzeithoch. Die Scheichs aller Herren Laender werden Reserven aufloesen. Damit werden die Banker erst mal wieder bei Muttern Hausmannskost geniessen.

    Wer soll denn so daemlich sein, Geld zu verleihen und dafuer noch Zinsen zahlen? Aber dss System beruht darauf, dass Geld verliehrn wird, zirkuliert. Ist das nicht der Fall, wird der Finanzmarkt illiquide und implodiert. Als Bank wuerde ich die Negativzinsen den Kreditnehmern als Aufschlag drauf geben und das ist genau das Gegenteil dessen, was Traghi behauptet zu wollen, denn als Kreditnehmer wuerde ich dankend auf solche Kreditkonditionen verzichten.

    • Vielen Dank für die Überlegungen.
      Das ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig. Es ist ein schleichender Prozess, und wenn man die Märkte im letzten Jahr beobachtet hat, konnte man schon Mitte des Jahres einen kleinen Crash beobachten, einhergehend eventuell mit eine Trendwende, und um die genau geht es. Sicher wissen wir es wie immer erst wenn die Dinge in den kommenden Jahren richtig analysiert werden können, andere Ausmaße erreichen. Indizien für eine Trendwende sind dennoch ganz klar zu erkennen. Der Dow Jones hat unterm Strich keine Jahresgewinne verzeichnet, der Deutsche Leitindex schon, hat aber im Januar und Februar wieder alles eingebüßt, wobei das Gold im teilweise im Aufwind war. Nicht desto trotz, Martin Armstrong spricht nicht von einem Crash im Oktober, das ist falsch. Er spricht von einem Wendepunkt, speziell im Vertrauen der Menschen in die Politik, der Regierungen und der Notenbanken. Dieses Vertrauen nimmt stetig ab, das ist ganz klar zu beobachten. Die Art der Bewältigung der sog. „Flüchtlingskrise“, ich hab so meine Probleme sie so zu bezeichnen, hat nicht unbedingt zum positiven beigetragen, entgegen aller Aussagen des „Mainstreams“. Martin Armstrong spricht aber ganz und gar nicht von einem Crash in 2015, sondern nur von einem Wendepunkt. Das ist ein Unterschied. Das wird wahrscheinlich oft falsch verstanden. Ganz im Gegenteil, er meint sogar dieser zögert sich diesmal weiter hinaus. Der Tiefpunkt könne erst 2020 sein. Wir haben es derzeit mit einer enormen Manipulation an den Märkten zu tun. Das bedeutet andere Situationen, Ausgangspunkte und Ergebnisse. Die Finanzpolitik versucht den Zusammenbruch hinauszuzögern, vielleicht auch ihn in der Form wie 1930 zu verhindern. Wir werden sehen was kommt. Doch der Wind hat sich gedreht, das ist die Botschaft, wann genau der finale Crash kommt, hat Martin Armstrong meines Erachtens nach in der Form nicht geäußert. Selbstverständlich geht jeder in diesem Markt, in dieser Zeit seinen eigenen Interessen nach, doch einige Indizien für diese Thesen und Prognosen, so wie er sie wiedergibt sind nicht zu leugnen.
      Und selbstverständlich trägt der Kunde die Kosten für die Kredite bzw. die Guthaben der Bank, wer anderes behauptet, ist eben ein Banker oder Politiker. Die Kredite werden in den nächsten Jahren stark rückläufig sein, speziell wegen des Vertrauensverlust in dieses System. Wer auf einen hohen Kredit sizt, der wird arg in die Bredouille kommen. Da helfen auch keine Behauptungen und dergleichen. Da hilft nur sich retten wer kann, um es flapsig auszudrücken. lg Marcel Verfolge uns auch weiterhin.

  2. @Marcel: Danke für die Richtigstellung, dass der Oktober oder präziser ausgedrückt 2015.75 ein wichtiger Trendumkehrpunkt darstellt. Ich zitiere sinngemäß Armstrong zu diesem wichtigen Datum: Dieser Umkehrpunkt ist tiefgreifend, da es sich hierbei nicht um den Crash des Aktienmarktes, der Rohstoffe oder des Privatsektor handelt. Wir haben es hier mit dem Beginn eines Trends zu tun, bei dem es zum Sturz der Staaten und gleichzeitig zu zunehmenden Forderungen nach politischen Veränderungen kommen wird – und zwar überall. Der 28.11.2018 wird ein außerordentlich wichtiges zeitliches Ziel für die weitere Bewegung in Richtung politisches Chaos sein. Der 30.9/1.10.2015 ist also der Anfang und nicht das Ende eines neuen Trends, der für unsere politische Zukunft von ausschlaggebender Bedeutung sein wird.

    Als täglicher Leser seines (Armstrongs) Blogs kann ich nur sagen: Wer Armstrong liest und versteht ist klar im Vorteil und kann die Zeitqualität viel besser einordnen.

    Was in dem Artikel nicht erwähnt wurde, dass Armstrong die grösste historische Datenbank der Welt besitzt. Das Wissen und seine persönliche Erfahrung und die täglichen Informationen auf seinem Blog sind unverzichtbar und man sollte dankbar sein dass man teilhaben darf an seinem Fundus.
    Ich habe mir auch die Dokumentation über ihn im Kino angesehen; The Forecaster. Die Anschuldigungen gegen Armstrong sind ein Komplott von Goldman Sachs. Niemals würde dieser Film in die Kinos kommen, wenn dieser nicht juristisch bis ins kleinste Detail abgesichert wurde.

    Soviel zu Martin Armstrong.

  3. Wie ich mich erinnere waren/sind die Daten 30.09.2015/1.10.2015 nach seinem langjährigen Model der Wendepunkt/Umkehrpunkt in das Vertauen der Menschen in das herrschenden System (Staat, Politik, und Finanzwesen Geldsystem). Ein daraus abzuleitender Crash bezog sich auf den Anleihemarkt jedoch nicht auf dieses Datum, sondern auf die Zeit ab/nach diesem Datum.

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