Der Dual-Fluid-Reaktor für die Energieversorgung der Zukunft?

Die Wissenschaft bemisst die Effizienz einer Stromerzeugungstechnik mit dem energetischen Erntefaktor. Der Erntefaktor ist das Verhältnis der produzierten Energie in einem Kraftwerk zur hineingesteckten Energie über seine Lebenszeit. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus berücksichtigt, von der Förderung der Rohstoffe bis zur Entsorgung aller Abfälle. Die berechnete Energieeffizienz der heutigen alternativen Energiequellen, sowie der Kernkraft, als auch des von der IFK Berlin entwickelten Dual-Fluid-Reaktor, um den es sich hier eigentlich handeln soll, kann man in der angeführten Quelle in diesem Link nachschlagen.

Der angesprochene Dual-Fluid-Reaktor arbeitet mit einem nuklearen Flüssigbrennstoff, das Uran oder Plutonium beinhaltet. Die Flüssigkeit läuft abwechselnd durch den Reaktorkern, in dem eine kontinuierlich Spaltrate aufgrund der höheren Dichte der Flüssigkeit aufrecht erhalten wird, und durch eine interne Aufbereitungsanlage. Beides befindet sich innerhalb einer Anlage. Die Verwendung von Salz vereinfacht die Aufbereitung, da sich Salz bei extrem hohen Temperaturen verflüssigt und somit für Verfahren wie sog. „fraktionierte Destillation oder Elektroraffination“ nützlich ist. Die Spaltprodukte können durch die Verflüssigung immerwährend abgezogen werden, da der Brennstoff in einem Kreislauf verarbeitet wird. Die Spaltprodukte müssen nicht mehr im Reaktorkern gelagert werden. Die externe Aufbereitung und Herstellung der Brennelemente entfällt somit ebenfalls. Eine Arbeitstemperatur von 1000°C kann eine Strom- bzw. Kraftstoffherstellung ermöglichen, die dadurch hocheffizient ist. Aufgrund der verkürzten Produktionsketten ist es möglich Strom und Kraftstoffe preisgünstig zu produzieren. Außerdem soll das Endprodukt nach „nur“ 300 Jahren unkritisch, sowie als wertvolle Metalle wiederzuverwenden sein, was nun die Hauptkritik an der heutigen zivilen Nukleartechnik entkräften soll.

 

 

Quelle: http://dual-fluid-reaktor.de/index.php

2 Comments

  1. Danke, dass du über unser Projekt gebloggt hast! Deine Definition des Erntefaktors EROI ist allerdings dessen Kehrwert.
    Die Definition lautet:

    EROI R = (Gewonnene Exergie) / (Aufgewandte Exergie)

    Exergie ist gerichtete Energie (Strom, Bewegung, Laser…), das Gegenteil ist Anergie (Wärme, Rauschen…).

    Kehrwert des EROI ist die sog. Energieintensität.

    Viele Grüße,
    Fabian

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