Der Fachkräftemangel der Großen Koalition

Übereinstimmend kann man sagen, dass die berufliche Bildung den gleichen Stellenwert besitzen sollte, wie die akademische Bildung, da vor allem die berufliche Bildung auch für die gesellschaftliche Entwicklung von enormer Bedeutung ist, teilweise fast höherwertig anzusehen sein sollte. Dahingehend ist anzumerken, dass etwa die Menschen, denen man mitunter große technische Fortschritte zu verdanken hat, keine akademische Bildung durchlaufen haben. Der Koalitionsvertrag sieht dahingehend eine sog. „Mindestausbildungsvergütung“ vor. Die fortschreitende Digitalisierung soll auch hier keinen Halt machen. Dabei soll aber leider wiederum die Leistungsgesellschaft vorangetrieben werden, die schon heute vielfältige Probleme und ein ständiges Konkurrenzdenken mit sich bringt, was die gesellschaftlichen Konflikte weiterhin reizt, übergeordnet sogar für Kriege verantwortlich ist. Leistungen und Fortschritte können aber tatsächlich nur frei von Zwängen und grundsätzlich durch Kooperation erreicht werden. Ausschließlich finanzielle Anreize sollten hier zukünftig in den Hintergrund gestellt werden können, was aber die Politik letztlich unmöglich macht, obwohl gutgemeinte Förderungen und Zuschüsse propagiert werden. Was diese letztlich bedeuten, wird man sehen müssen.

Vor allem aber will man die Migration in Ausbildungsberufe schneller und einfacher möglich machen. Die berufliche Bildung wird mitunter auf die Migration zugeschnitten. Der Fachkräftemangel ist eben auch weitestgehend ein Mangel an Lohnarbeitern in unattraktiven Bereichen. Vor allem will man die Altenpflege damit fördern. Hinsichtlich der Digitalisierung werden aber Migranten sowie auch länger hier lebenden älteren Arbeitnehmer Chancen verwehrt, da viele in der zunehmenden Digitalisierung ihre persönlichen Hürden sehen. Vor allem hinsichtlich eines angestrebten höheren Rentenalters nehmen dahingehend die Probleme zu, da die immer höher werdenden Anforderungen (auch Leistung) in dieser Bevölkerungsschicht nur schwer zu bewerkstelligen sind. Auch wenn man dahingehend eine Förderung anstrebt, wird das schlussendlich nur wieder zu Konflikten, teilweise auch zu Resignation führen.

Allerdings steht doch nun wieder die angesprochene Digitalisierung, Robotisierung oder die künstliche Intelligenz gravierend im Widerspruch zu seit Jahren angestrebten Migration von „Fachkräften“ in sämtliche Berufe. Der Fachkräftemangel kann es daher nicht ausschließlich sein, der die EU in Leitung von Deutschland dazu bewogen hat, die Flüchtlingskrise zu initiieren. Ohne an dieser Stelle Fremdenfeindlichkeit zum Ausdruck bringen zu wollen, aber warum hat man dahingehend nicht diese Anstrengungen unternommen, die 6% Arbeitslose (offizielle Zahlen) mit Hilfe der angestrebten Maßnahmen in ausreichend Lohn und Brot zu bekommen? Die Migration greift als eine staatliche Subventionierung in viele Wirtschaftsbereiche ein. Sie dient verschiedenen Interessen, (auch) unabhängig vom „Fachkräftemangel“.

Marcel L.

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