Der Faschismus des 21. Jahrhunderts

Gewalttätig, brutal, herrschsüchtig, unterdrückend und diktatorisch. Derart, so sagt man, zeichnet sich der Faschismus aus. Vor allem ist er antidemokratisch. Nimmt man einige Maßstäbe, die man einer faschistischen Regierung bereitstellt her, kann man durchaus zu dem Ergebnis kommen und annehmen, dass die westliche Gesellschaft gar nicht so weit davon entfernt sein könnte, geschichtliche Tragödien zu wiederholen. Nicht mit den kleinst identischen Facetten, aber dennoch ähnlich. Natürlich für viele unbewusst, erhaben über die Ignoranz der eigenen Naivität. Wer hätte damals hinter der Politik gestanden, wenn einem die tatsächlichen Ausmaße bekannt gewesen wären. Die Diktatur, die derart großes Leid über die Menschen gebracht hat. Ein Sprichwort besagt, „Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie könnte sich reimen“.

Im Mittelpunkt einer derartigen Politik steht vermeintlich das Wohl der Gemeinschaft. Die Rechte, Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen stehen dem immer hinten an. Das Wohl der Gemeinschaft darf wohl eher mit dem Wohl der Obrigkeit beschrieben werden. Tatsächlich zählen nur deren Interessen und Wünsche. Dahingehend wird manipuliert. Menschen, die dem entgegenstehen, werden ignoriert, beschimpft und diskreditiert, der Gesellschaft als Lügner, Spinner und Hetzer vorgeführt. Doch gerade das zeichnet eine echte Demokratie aus, verschiedene Standpunkte, Meinungen, Kontrolle, nicht nur der Einheitsbrei, ein Einparteiensystem. Heute fehlt eine wirklich politische Opposition. Dieses Theater lässt nur den Anschein von Demokratie wahren. Ob in europäischen Parlamenten oder in den Vereinigten Staaten. Oder sonst wo. Das Theater mehrerer Parteien, die sich aber dennoch in ihren wahren Standpunkten und Interessen nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Alle paar Jahre kommt eine andere der großen Volksparteien an die Macht, die die übergeordnete Agenda weiterverfolgt. Viele Menschen meinen sie stärken die Demokratie, in dem sie Wählen gehen. Die Demokratie in der sie leben würden, gäbe ihnen diese Rechte und Möglichkeiten. Dann müsste sich das doch an besonderen und wahrhaftigen Veränderungen, vor allem Verbesserungen, belegen lassen, dass sie wirklich einem demokratischen System zum Wohle des Volkes angehören. Dies ist tatsächlich zu bezweifeln, ist aber schlussendlich eine Sache der Perspektive und der Gutgläubigkeit jedes Einzelnen. Das politische Desinteresse lässt nur mehr zu, das eigene Missverständnis für Politik an eine andere „hoheitliche“ Interesse abgegeben zu haben. Damit ist die „bürgerliche Pflicht“ erledigt und die Genugtuung am politischen Geschehen mitzuwirken.

Eine faschistische Bewegung durchdringt alle Bereiche im gesellschaftlichen und staatlichen Wesen. Auch hier lassen sich wieder unzählige Beispiele finden, die die Menschen daran hindern selbstständig zu Entscheiden, Meinungen zu bilden und grundlegende Rechte in Anspruch nehmen zu dürfen. Nehmen wir nur mal unsere Gerichtsbarkeit. Keineswegs neutral, staatsfern und frei von jeglichen Interessen. Die Trennung der Gewalten besteht faktisch nicht. Der regierende amerikanische Nationalismus, der israelische, aber auch der europäische, der einem (minimal) anderen Maßstab inne hat, sind grundlegend bemerkenswert. Ebenso der Wille zur Macht, die zur Not mittels Gewalt, Terror und Unterdrückung durchgesetzt wird. All das was man unter Lügen und Propaganda Ländern unterstellt, an deren Rohstoffe man gierig will. Die Politik scheint gerade derzeit völlig frei von Verstand, Rücksicht und Gewissen zu sein.

Derweilen setzen sich die Bestrebungen zur totalen Überwachung fort. Vielen unbemerkt und vordergründig heilsbringerisch werden Machtinstrumente eingerichtet zum völligen Durchleuchten aller persönlichen Daten. Nachdem in Indien mittels Bargeldbeschränkung eine biometrische Datenbank mit Hilfe amerikanischer Regierungsorganisationen umgesetzt wird, beginnt man auch in den USA selbst damit, grundlegend Identitäten zu archivieren unter dem Vorwand des islamistischen Terror, den man selbst erschaffen hat, durch Waffen- und Kriegsexport. Dem Schreckgespenst, des 11. September, hinter dem man Persönlichkeitsrechte in einem hohen Maße einzuschränken versucht. Die Regierung und die Schattenregierung, die Macht hinter dem Vorhang hat scheinbar grundlegend Angst. Man sieht augenscheinlich die größte Gefahr im normalen Bürger. Denn, man muss schon sehr indoktriniert und manipuliert sein, diese Umstände nicht gewillt sein zu erkennen. So diskutieren weiterhin vermeintlich „Intellektuelle“ über Vorteile videoüberwachter Plätze, über die Nützlichkeit von generellen Ausbau der Überwachungstechniken um islamistische Straftäter zu fassen, Anschläge zu verhindern oder über die Überwachung von digitalen Inhalten, ohne die grundlegenden Probleme und faschistischen Absichten einer klar existenten und sichtbaren Willkürpolitik anzusprechen. Seitenlang können die Standpunkt herunterphilosphiert werden, politisches „Geplärre“ willfärig wiederholt werden, ohne endlich mal die wahren Hintergründe und Wurzeln lautstark zu benennen. Angefangen mit den illegalen Kriegen, speziell im Nahen Osten, Libyen, Irak, Syrien, Iran, die Gier nach Rohstoffen und der Dollarherrschaft, den Waffenlieferungen durch westliche Regierungen, die vorsätzliche und zielgerichtete Völkerwanderung durch Krieg und Vertreibung, Vertreibung durch Kürzung von Lebensmittelhilfen in bestehenden Flüchtlingslagern, damit einhergehend die Interessen westlicher „Demokratien“, eingeschlossen die Politik Israels, die drohende Finanzkrise, der Crash, über den man hinwegzutäuschen versucht. Gerade darauf zielt die Überwachung ab. Kurz und knapp: Machterhalt der elitären Kreise. Jener Wohlstand. Mehrheitliche Enteignung. All das findet kaum oder keine Bedeutung und Beachtung. Unterdessen Ablenkung und das Thematisieren von Nebenerscheinungen, Auswüchsen des manipulierten Medienechos, und das nicht nur im sogenannten Mainstream. Politische Meinungen und Interessen haben sich schon längst in alternativen Medien manifestiert, getarnt als Gegenrede, bevölkerungsnah und kritisch. Politisches Palaver sehr oft am eigentlichen Thema vorbei. Leider.

Marcel L.

 

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1 Kommentar

  1. So langsam, ganz langsam dämmert es immer mehr Menschen welches das vorherschende System ist welches sich unter dem Deckmantel der Demokratie verbiergt.
    Der Nährboden und Hauptantrieb dieses Faschismus ist das Finanzsystem dieses Planeten welches aus Selbsterhalt und dem Erhalt der alten, sehr alten Machtstrukturen und ihren Gewinnern existiert und nie dafür erschaffen wurde den Menschen zu dienen was auch der Grund ist weshalb wir den Faschismus nur über den Weg eines neuen Finanzsystems loswerden können und müssen.
    Alle Aussagen, Ansprachen und Kommentare der Politerk, Finanzmächtigen und ihrer Diener sind nur das was Georg Orwell schon so trefflich heraus gefunden hatte:
    “Politische Sprache ist dazu geschaffen, Lügen wahrhaft und Mord respektabel klingen zu lassen”!
    Es geht kein Weg daran vorbei unser monitäres System komplett zu überdenken und Stück für Stück duch ein System des globalen Zusammenhalts und der globalen Eintracht auszuwechseln. Die technologischen Mittel sind schon lange vorhanden werden aber zu fast 100% nur zum Gegenteil genutzt.
    Ein Putin, das Land China, ein Herr Dirk Müller und alles und jeder Andere der an diesem jetzt vorherschendem und alles unterwerfenden Finanzsystem festhält ist ist nur Mitspieler dieses Finanzfaschismus und nie ein so vermisster Gegenspieler dieses Systems, und damit tragen sich nicht zur Lösung des Problems bei, sondern sind auch nur ein Teil desen.
    LG an alle!

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