Der Kampf ums Bargeld

Wer sich intensiv mit der Zukunft des Bargelds und vor allem dahingehend, mit dem Kampf der großen Finanzkartelle gegen bare Geldscheine und Münzen beschäftigt, kommt um die Persönlichkeit Norbert Häring nicht umher. Seine Kritik an den Interessen der Banken mit Hilfe mafiöser Praktiken, insbesondere der unbegrenzten Giralgeldschöpfung sind tiefgreifend und durchweg verständlich. Worte wie Moral oder Gerechtigkeit existieren schlicht im Turbokapitalismus der gigantischen Finanzmafia nicht. Dahingehend ist doch bemerkenswert, dass die Banken europaweit jährlich ca. 300 Mrd. € Gewinn durch die Giralgeldschöpfung aufweisen. (Tatsächlich ist es wahrscheinlich noch mehr). Das gilt für das durch den Staat geschaffene und unterstützte alleinige Privileg Buchgeld zu erschaffen und sich dafür reichlich entlohnen zu lassen. Eine Privatwirtschaft, die sich mit staatlicher Hilfe eben jeglichen Wohlstand verschreiben kann, ohne große Leistungen und Anstrengung erbracht zu haben, denn die Zinsen, und damit die Gewinne der Banken, werden grundlegend an ganz anderen Stellen erwirtschaftet. Selbstverständlich soll der Staat, als Herrschaft anders Privilegierter, davon mit profitieren. „Der Staat“ meint hier aber nicht grundsätzlich die Gesellschaft und das öffentliche Leben. Um die Staaten weiterhin vor einem Zahlungsausfall zu schützen, aufgrund eines fehlerhaften Kredit- und Geldschöpfungssystem, müssen mehr und mehr Steuern entrichtet werden. Was die einen als ein ausgesprochenen Erfolg bezeichnen ist nur noch pervers. Die Zinsen, die die Banken ungerechtfertigt erheben, als alleiniges Monopol, muss der große Teil der Gesellschaft finanzieren und mit eigener Leistung erwirtschaften. Durch die stetig wachsende Zinslast eines jeden Unternehmen, wächst auch die Ausgabenlast eines jeden Konsumenten zu Gunsten der Banken. Heute ist ein nicht zu unterschätzender Anteil an Gütern und Waren Zins und Zinseszins, was natürlich Preise erheblich verteuert. Daran tragen aber grundsätzlich die Kreditnehmer die Schuld. Darüber hinaus der Staat, der Eigenkapital und Ersparnisse nicht mehr fördert und belohnt.

Die Bargeldabschaffung ist grundlegend die Fortsetzung der gegenwärtigen Giralgeldexplosion. Nebenbei könnte die Wirtschaft ohne diese kaum noch überleben, da schon die Schulden immer wieder neu finanziert werden müssen. Die Banken würden durch ein Bargeldverbot die völlig Kontrolle über Geldflüsse bekommen. Darüber hinaus profitiert um ein vielfaches der Staat, da dieser jegliche Gelder willkürlich besteuern könnte. Die Wirtschaft würde auf eine riesige Datenbank zugreifen können, weitaus größer als schon bisher. Sämtliche Fakten werden stetig von unbeeindruckten Personen ignoriert. Einige Ziele und Argumente von offizieller Seite mögen tatsächlich plausibel erscheinen, doch grundlegend lässt ein digitaler Zahlungszwang, basierend auf sämtlichen persönlichen Daten unendlich viel Spielraum für Manipulation, Willkür und noch mehr Enteignung. Gerade bezüglich der Banken- und der Staatsschuldenkrise muss man doch bedenken, dass von höheren Stellen angedacht ist, die Gläubiger der Banken für deren wirtschaftliche Schwierigkeiten, in Resultat gescheiterter Geschäftsstrategien und Spekulationen, mit einstehen zu lassen. Gläubiger der Bank, die im Grunde der Bank Geld zum Verfügen leihen, würden somit bestraft und verpflichtet für die Banken über die Klippe zu springen. Im Falle eines Bank-Runs, in Folge einer drohenden Zahlungsunfähigkeit der Kreditinstitute, würde das System der Banken nicht mehr haltbar sein. Pleiten und Krisen wären vorprogrammiert. Für die Großen eine ebenso schlechtes Szenario.

Marcel L.

http://norberthaering.de/de/bargeld-widerstand

 

  • Bundesverfassungsgericht bestimmt über biologisches Geschlecht

    Sämtliche Urteile der Gerichte stellen heute mehr als je zuvor die Gerichtsbarkeit, vor allem aber die Gerechtigkeit, unseres vorherrschenden Systems in Frage. Der Fall des Ermöglichen von Einträgen eines „3. Geschlechts“ ins Geburtenregister mangelt vielleicht nicht an der Ernsthaftigkeit der Sache an sich, ferner zeigt es wiedermal in unseriöser Weise auf, wie leichtfertig, vielleicht auch vorsätzlich zielführend, große Teile des staatlichen Apparates ihre überaus existentiellen und wichtigen Aufgaben (nicht) wahrnehmen. Tatsächlich sind weite Teile der heutigen Entscheidungsträger ungeeignet und untragbar gesellschaftliche Interessen zu vertreten, nicht mal in der Lage und gewillt, bestehendes Recht ordnungsgemäß und frei von jeglichen Hürden, vor […]

  • Amerikas Schattenregierung

    Den „Council on Foreign Relations“ darf man leider als die einflussreichste private Institution des heutigen Imperiums bezeichnen. Er ist das „Verbindungsglied zwischen den großen Konzernen und der Regierung… Die Wichtigkeit dieser Vereinigung für das Verständnis der Grundmotive und Grundlinien amerikanischer Weltpolitik kann kaum hoch genug veranschlagt werden … Dennoch haben die allermeisten Bürger dieses Landes, das sich für das bestinformierte Gemeinwesen aller Zeiten hält, keine Ahnung von der Existenz eines solchen Gremiums …“ (William Domhoff, politischer Wissenschaftler). „Die freie Presse dieses Landes nimmt sich die Freiheit, ein Gremium, in welchem die mächtigsten Männer dieses Landes sich mit Weltpolitik befassen, als […]

  • Der moderne Feudalismus

    Die moderne „Demokratie“ mit all ihrem Rechtssystem ist nichts anderes, als der Fortschritt des Feudalismus des frühen Mittelalters bis in die Anfänge des 19 Jhd. hinein. Gesellschaftlich voran gekommen ist man damit definitiv noch nicht. Nur die Fassade baut sich im Kapitalismus oder auch im Sozialismus, wie man es nun immer auch nennen mag, grundlegend schöner und anmutender auf. Vieles dabei ist bei genauerer Betrachtung schlicht illusioniert. Könnte man aber auch vielleicht nur meinen, denn den Menschen früher mag man Ähnliches erzählt haben. Mit fortschreitender Industrialisierung ist es jedenfalls mehrheitlich die Konsumgesellschaft, die den Menschen höchst freiheitliche Werte vorgaukelt und […]

  • Dieses Europa ist abscheulich

    Die Ereignisse der letzten Tage in Spanien haben gezeigt, was das politische Demokratieversprechen in Europa wirklich wert ist. Zweifelsohne: Nichts. Es ist schlicht traurig und enttäuschend mit welcher Gewalt dieser Tage gegen den Willen vieler Menschen vorgegangen wird. Deutlich wird, es gibt leider keine gemeinschaftlichen Werte in Europa. Und wenn sie noch so umhergepredigt werden. Der Sozialismus, der Frieden, die Gerechtigkeit oder das Miteinander. Es ist alles gelogen. Die Politik treibt tiefe Gräben in die Gesellschaft auf Grund ihres starren Egoismus. Sie riskiert Aufstände und Kriege, Gewalt und Leid, will aber ihre Fehler nicht erkennen. Machtbesessen ist die Politik eine […]

  • Eine Prise vom Nationalismus

    Das Referendum in Spanien bringt natürlich auch Stimmen hervor, die den Katalanen blinden Egoismus und vor allem auch sturen Nationalismus vorwerfen. In der Tat hat diese Haltung schon gravierende Probleme in der Vergangenheit hervorgebracht, doch kann man nicht einfach davon absehen, die Entwicklungen im Vorfeld zu betrachten. Auch wird dieser all zu oft gezielt kalkuliert manipuliert und gesteuert eingesetzt. Ebenso verwerflich wie fremden Menschen mit anderer Nationalität, Hautfarbe oder Sprache einem blinden und stumpfen Hass entgegenzubringen, ist es aber einfachen Menschen mit individuellen Bedürfnissen und grundlegenden Ängsten und Bedenken diese Charaktereigenschaften unbegründet anzuheften. Hier wiederum geht’s nicht darum Grenzen zu […]

  • Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien

    Ein Kommentar Ich bin gerade wirklich fassungslos. Da ich die Entwicklung nun schon lange verfolge, bin ich mir bewusst über die möglichen Auswirkungen eines derartigen politischen Versagen, welches die Menschen mehr und mehr unzufrieden sein lässt. Die Menschen erfahren mehr und mehr Repressionen von staatlicher Seite, was sie nicht mehr bereit sind hinzunehmen. Gerade das haben wir ebenfalls bei der deutschen Bundestagswahl gesehen. Das Resultat einer aufstrebenden rechten Partei, wie der AfD ist auf die gesellschaftliche Unzufriedenheit zurückzuführen und spiegelt einen tiefen Vertrauensverlust in die Politik an sich wieder, die hinter uns liegt. Die deutsche Presse will immer weiß machen, […]

  • Politische Haushaltspolitik im Krisenmodus

    Ein objektives und reflektierendes Bild über die derzeitigen Querelen im internationalen Währungskampf ist vor allem für Außenstehende kaum möglich. Die eigenen Positionen am „Markt“ und innerhalb der Gesellschaft werden mit allen Kräften verteidigt. Dabei strahlt auf europäischer Seite all zu oft die generell tiefe Ablehnung gegen die Hegemonie des us-amerikanische Dollars über allen Sichtweisen und Einschätzungen. Schlicht alle Länder haben aber eines gleich, sie leiden an einer unaufhaltsamen Staatsverschuldung und laufen permanent im Krisenmodus. Allen gemeinsam sind leeren Renten- und Pensionskassen aufgrund einer gravierenden Korruption durch eine höchst verwerfliche Politik. Anzumerken sei dem noch, dass das Bild Chinas im Windschatten […]

  • Der übersehene Wohlfahrtsstaat

    Während sich der Großteil der Masse auch weiterhin mit Scheingefechten und unsinnigen Debatten durch die Politik beschäftigen lässt, sich vor allem auch gegen die „Reichen“ zu positionieren, wuchert vor allem der Staatsapparat munter vor sich hin. In den neuen Bundestag ziehen 78 Abgeordnete zusätzlich ein als bisher, um auf insgesamt 709 Sitze zu kommen. Die meisten Wähler dürften vor allem in den Überhangmandaten eine demokratische und notwendige Säule dieses (demoralisierten) Wahlsystems erkennen, letztlich ist das aber nur einem grundlegend völlig pervers überteuerten System zu verdanken. Vor allem auch anhand eines brüsseler Wohlfahrtsapparates wird ein zwangsweise in seiner Gänze unfinanzierbares System […]

  • Gerechtigkeit als gesellschaftspolitische Mogelpackung

    Die staatlich autoritäre Kontrolle und Plünderung hält bzw. verstärkt sich auch allen voran dadurch, eine aktive Spaltung der Gesellschaft erfolgreich zu realisieren. In der allgemeinen Meinung hält sich tief verankert die Prämisse, dass ausschließlich der Staat in seiner Position als Regulierungsexekutive dazu fähig ist, wachsende gesellschaftliche Unterschiede zu beseitigen. Das eben das nicht der Fall ist, sondern eher das Gegenteil in Frage kommt, wird anhand den Ergebnissen staatlichen Handelns, ein ausbleibender gesellschaftlicher Aufschwung, aber wachsende Unzufriedenheit, überaus deutlich. Die negativen Ergebnisse werden jedoch äußerst erfolgreich anderen, fremden Sachgebieten (Demographie, Digitalisierung, Fachkräftemangel etc.), wenn auch ebenso kritisch zu betrachten – keine […]

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*