Der moderne Feudalismus

Die moderne „Demokratie“ mit all ihrem Rechtssystem ist nichts anderes, als der Fortschritt des Feudalismus des frühen Mittelalters bis in die Anfänge des 19 Jhd. hinein. Gesellschaftlich voran gekommen ist man damit definitiv noch nicht. Nur die Fassade baut sich im Kapitalismus oder auch im Sozialismus, wie man es nun immer auch nennen mag, grundlegend schöner und anmutender auf. Vieles dabei ist bei genauerer Betrachtung schlicht illusioniert. Könnte man aber auch vielleicht nur meinen, denn den Menschen früher mag man Ähnliches erzählt haben. Mit fortschreitender Industrialisierung ist es jedenfalls mehrheitlich die Konsumgesellschaft, die den Menschen höchst freiheitliche Werte vorgaukelt und eine übergroße Befriedigung verschafft, glücklich zu sein, aber nie gesättigt, und nicht ansatzweise die Grundpfeiler dieser Verschuldungs- und Verschwendungsorgien zu hinterfragen. Wie auch, wird man doch zusätzlich mit höchstpopulären Gladiatorenkämpfen (übernommen vom früheren römischen Reich), in Form sämtlicher Sportarten, Bundesliga etc., einem vorteilhaft implementierten Hollywood und „Entertainment“ (ein Streben und Aufschauen nach unerreichbaren Reichtum und Idolen, Gewaltpropaganda, Feindbilder etc.) nach alter Manier der Brot und (Zirkus-)Spiele vom politischen Diskurs ferngehalten. Da man alles kaufen kann, natürlich mit dem nötigen Geld, muss man doch zwangsläufig frei sein. Die Erfüllung dahingehend macht natürlich ein stetes Drängen nach mehr Aufopferung für die mehrheitlich wirtschaftlichen und privilegierten Interessen anderer nötig. Nicht bedacht aber wird stetig, dass man sich damit mehr und mehr abhängig macht, vor allem durch das vorherrschende und systemisch implementierte Zinssystem, indem man letztlich ausschließlich für die Tilgung von Zinsen an die kapitalistische Herrschaft seine Arbeitsleistung erbringt. Somit sollte an dieser Stelle schon klar sein, dass man doch nicht frei ist, denn das würde eine gerade das vorhergehend Gesagte ausschließen.

Damit einhergehend wird mit schillernden Begrifflichkeiten eben der Glaube an eine freiheitliche und selbstbestimmende Gesellschaft hochgehalten. Das überwiegend verbreitete System ist doch nach wie vor das folgende. Die Landesherren, welche nicht mit den heutigen Regierung zu verwechseln sind, denn diese Stellen lediglich die Stadt/Staatsverwalter dar, überlassen ihren Gefolgsleuten, im Mittelalter waren diese überwiegend militärisch, Teile des Landes zur Selbstversorgung. Ländereien werden seit jeher durch Kriege erobert und beraubt. Letztlich bilden diese die Grundlage dafür, Erträge für die Landesherren durch die „Bauern“, so war es früher, zu erwirtschaften und zu garantieren. Heute spiegelt diese überwiegend die Mittelschicht wieder. Das untere Ende der Bevölkerungspyramide ist daher fast in der Bedeutungslosigkeit versunken. Diese Erträge an die Landesherren stellen heute ausschließlich Steuereinnahmen dar, die der arbeitenden Bevölkerung als zusätzliche Lasten aufgebürdet werden. Das man eben nicht ausschließlich Eigentümer des eigens bebauten Landes ist, stellt die Tatsache dar, dass die Staatsverwaltung letztlich willkürlich Steuern darauf erhebt, was mit fest definierten Eigentumsrechten an den (eingetragenen) Inhaber eigentlich undenkbar wäre. (Grundsteuer, Erbschaftssteuer etc.) Das heißt man ist dem Grundherrn weiterhin hörig und denkbar unfrei, denn wenn man der steuerlichen Forderung nicht in seiner Gänze nachkommt, wird mit Stärke von oberster Stelle gedroht. Es folgt Gewalt, Pfändung oder Freiheitsentzug. Den Fron (Abgaben in Form von Arbeitsleistung), wiederum Geldleistungen in Form von Steuern (Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Kapitalertragssteuer), ist man dem Grundherren schuldig. Der König aber im heutigen System, ist ebenso unscheinbar, wie er es damals schon gewesen ist. Die wahren Machthaber, die heutige kapitalistische Elite, der Geldadel der in einem hohen Maße über die Gesellschaft bestimmt, Regierungen kauft und unterhält, ist vom Volk/den Untertanen nicht wirklich angreifbar und augenscheinlich.

Die (neue) Feudalherrschaft hält zumeist Einzug in Folge ökonomischen Zerfalls durch Kriege, Wirtschaftskrisen oder Invasionen. In wie weit diese neue Entwicklung nach dem 2.Weltkrieg in Deutschland an Schlagkraft gewonnen hat, ist nicht schwer nachzuweisen. Imperialistische Bestrebungen, wie sie in der Gegenwart im 20 Jhd. die USA betreibt und betrieben hat, gehen zwangsweise mit der Unterdrückung und der Ausbeutung anderer Völker einher. Vor allem die europäische Bevölkerung (die deutsche im hohen Maß) hat große Teile ihrer eigenen Souveränität einbüßen müssen, durch die Kriegsniederlage im 2.Weltkrieg und in Folge dessen eine stetig an- und vorgehaltene Kriegsschuld, dessen Ursachen keineswegs ausschließlich auf deutsche Politik zurückzuführen ist. Eine derartige Feudalherrschaft, wie wir sie ansatzweise durchaus heute auch erkennen können, endet zwangsweise immer mit Revolutionsbestrebungen, in der die Unterdrückten sich gegen die Herrschaftshäuser wehren. Dem gegenüber steht eine militärische Macht der Landesherren, die die Befreiungsbewegungen brutal unterdrücken sollen. Mittel sind darüber hinaus ebenfalls Zensur, Einschränkung der Pressefreiheit bis hin zu Bücherverbrennungen. Ursächlich ist in den meisten Fälle eine Verarmung der Mittelschicht, die zwangsläufig große Existenzängste hervorruft.

Marcel L.

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4 Kommentare

  1. Der Ressetknopf muß gedrückt werden, nur wird dadurch eine ungeheure
    Gesellchaftliche Explossion ausgelöst, bei Denen die übrig geblieben sind!
    Das Wichtigste dabei ist aber darauf zu achten, das nicht wieder die Gleichen
    Raubtiere die „Führung“übernehmen, wie zuvor! In den Köpfen der Menschen
    muß ein ganz Anderes Denken einzetzen, aber ich Denke das Das nicht
    passieren wird. Es ist Unser Menschliches Schicksal Kollektieven Selbsmord zu begehen!
    Das liegt in Unseren Genen!

    • Das andere Denken habe ich schon früher hier als nötig erwähnt und ist wie Du auch richtig siehst der Schlüssel. Es wäre ein notwendiger Evolutionsschritt in unserem Gehirn (überwiegend anderes Denken = andere Eigenschaften hervorheben). Aber wenn, geht Evolution in menschlichen Zeiträumen gesehen nur sehr sehr sehr langsam voran bis dahin kann die Natur (unsere Mitwelt und Lebensbasis) schon zurück geschlagen haben wie bei den Dinos. Denn wir arbeiten ja aktiv gegen die Natur.
      Aber schön das es jemand auf gleicher Wellenlänge gibt und diese Einschätzung als Schlüssel zu einer friedlichen und besseren Gesellschaft/Zusammenleben teilt. Nicht die ungerechte Verteilung ist das Schlüsselproblem das sowieso nur den Mensch im Fokus hat und die lebende Mitwelt, Fauna und Flora, als totalen Verlierer fast ignoriert. Das wie auch das Verteilungsproblem erledigt sich bei anderem Denken von selbst, da das Problem der gerechten Verteilung ja eine Folge des noch vorhandenen Denkens ist. Das ungelöste Verteilungsproblem ist ja nur eine der Folgen unseres bisherigen Denkens bzw. unserer geistigen Eigenschaften die hier negativ wirken und das Problem verursachen.
      Das anderes Denken schon ansatzweise existiert oder mit entwickelt ist zeigt das Denken das mit der Eigenschaft der Empathie (u.a.Mitgefühl, Mitleid) bezeichnet wird. Dieses Denken ist allerdings nicht bei allen Menschen vorhanden und am wenigsten bis gar nicht bei den von Dir genannten „menschlichen Raubtieren“ die aber leider die Machtpositionen in unseren Gesellschaften inne haben (Bsp. die verhältnismäßig meisten Psychopathen sind in Führungspositionen).
      Ohne das positive Denken der Empathie hätte die derzeitig dominante Spezies Mensch schon längst so manch vermeintliche unnütze und als existenzbedrohlich deklarierte Tierart vernichtet. Empatie/anderes Denken im Menschen wird aber für Krieg durch die Propaganda der „menschlichen Raubtiere“ ausgeschaltet und unter vielen Weiterem bspw. in der industriellen-/Massentierhaltung.
      Also anderes Denken gibt es im Ansatz, nur eben die „dunkle Seite des Denkens“ überwiegt und hat die Macht in und über die Gesellschaft.
      Hier erklärt sich auch welche die mächtigste Waffe ist, die Massenmedien, zur Beeinflussumg/Lenkung des Denkens der Lämmer (Volk) durch die Raubtiere (Machthaber) zur Beibehaltung des bisherigen Denkens und Ausschaltung jeglichen anderen Denkens.
      Wer das begreift kennt schon mal seinen wahren Feind und kann ihn auf seine Weise und mit seinen Mitteln entgegenwirken. Jedoch erkennen die Meisten nicht mal ihren wahren Feind dank Massenmedien (Staats- und teils Privatfunk und Presse), und werden zur Finanzierung dieser Medien (Staatsfunk) in der BRD sogr noch grundgesetzwidrig gezwungen.
      Also der Entwicklung des anderen Denkens wird aktiv entgegengewirkt um das bisherige alles überwiegende und unterdrückende materialistische Denken in Form von Gier und Macht in allen Formen, Neid, Hass, usw. beizubehalten.
      Erste Voraussetzung für Jeden sein Sklavendasein zu beenden ist sein materialistisches Denken in lebensgebräuchliche Grenzen zu bekommen und zu halten!!!
      Und weiter, nur wenn in der ges. Bevölkerung idealistisches Denken mind. gleich/größer dem materialistischen Denken ist, kann es zu einer neuen gerechteren Gesellschaft führen und all die bisherigen absoluten Materialismusgesellschaften von Feudalismus, Kapitalismus bis Sozialismus endlich überwinden.
      Doch bisher scheint der absolute Materialismus unbesiegbar, weil er ja auch aktiv von klein an durch die Raubritter (Regierung, Staatsapparat, u. a.) über die Gedankenbeeinflussung bzw. -lenkung (Medien- und Schulsystem) enorm erzeugt, verstärkt und dominant gehalten wird.

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