Der moralische Niedergang des öffentlich rechtlichen Rundfunks

Es ist schon eine perfide Strategie die unrühmlichen mafiösen Taten einer unrechtmäßigen Bereicherung zum Nachteil großer Teile der Bevölkerung auf eine Neiddebatte in der Gesellschaft herunterzubrechen, wie es Tom Buhrow versucht hat. Das individuelle moralische Versagen wird somit seinen gesellschaftlichen Gegnern unterstellt und an diese in einer völlig verdrehten Art weitergegeben. Doch „Neid“ stellt wohl kaum die Tatsache dar, auf die sich Intendanten, wie Buhrow in ihrer Rechtfertigung berufen dürfen, denn grundlegend wird es ihm nicht gegönnt, weil er vor allem einen „sau“ schlechten Job macht, sich an keinerlei Vorgaben und Verpflichtungen einer unabhängigen, wahrhaftigen und umfassenden Berichterstattung an die Öffentlichkeit zu halten. Die Öffentlichkeitsarbeit und der Journalismus in vielen Sendungen und Themen in den öffentlich rechtlichen Einrichtung ist eine(r) der schlechtesten unserer Zeit. Sie ist teilweise völlig wertelos und überaus manipulativ. Das mag schon immer so gewesen sein, doch das Misstrauen wird dieser Tage wieder ganz besonders deutlich. Die Berichterstattung dient keinesfalls höchsten gesellschaftlichen Interessen von Völkerverständigung und Frieden. Vor allem Berichte aus Krisen- und Konfliktgebieten werden permanent verfälscht. Konkurrenten der westlich elitären Politik werden Lügen anbehaftet, Menschen werden gegeneinander aufgehetzt, Kriege werden mit Hilfe dubioser Informationen gerechtfertigt, Kapital generiert. Vor allem werden enorm wichtige Tatsachen unterschlagen. Das muss man vor allem den Intendanten, die sich scheinbar ausschließlich dem westlichen Großkapital verpflichtet fühlen, ganz klar ankreiden. Speziell deren Leistung passt so gar nicht zu dem horenden öffentlichen Gehältern. Die Einnahmen werden darüber hinaus zu großen Teilen nicht durch Nachfrage, somit auch dem tatsächlichen Erwerb und Gebrauch regeneriert, auch nicht auf Grundlage eines kollektiven Nutzens und Mehrwerts, sondern durch eine Zwangsabgabe, die im Grunde jeder rechtlichen Grundlage entbehrt. Und eben das ist entscheidend. Jeder muss zahlen, auch wenn man es gar nicht nutzt. Anders würde anscheinend die Propaganda, die man täglich vertritt nicht zu veräußern sein. Gerade das stellt einen großen Mangel an der Legitimität der Beiträge aus Zwangsabgaben dar. Somit ist es absolut nicht unverständlich, dass viele Menschen dieses selbstbereichernde System, was vor allem an Buhrow ersichtlich wird, ablehnen.

An der Reaktion Buhrows wird aber auch überaus deutlich, wie verzweifelt, aber auch hartnäckig sich die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten an dieses System der bürgerlichen zwangsweisen Enteignung klammern, weiterhin Gerichtsvollzieher von Tür zu Tür zu schicken, die Stück für Stück auch die Gehälter und Pensionen der Intendanten einfordern. In hohen Maße auf Kosten der Gesellschaft zu leben und tatsächlich keine freie Entscheidung dieser zu benötigen, die derart Arroganz rechtfertigen würde. Vor allem weil ebenso horende Pensionsforderungen damit einhergehen. 8 Milliarden an Rundfunkbeiträgen sind es mittlerweile und dem korrumpierten System scheint das immer noch nicht genug zu sein. Das Programm und der teilweise überaus niedrige Anspruch steht dabei in keinem angemessenen Verhältnis zu einer utopischen Summe für ein relativ mittelmäßiges Fernsehprogramm.

Und ja, tatsächlich leben wir in einer Neidgesellschaft, deren Konsumverhalten man durch jegliche Manipulation diesbezüglich überaus clever steuern kann. Neid bestimmt das gesellschaftliche Miteinander in der Arbeitswelt, sowie im Privaten, unter Nachbarn oder sogar innerhalb von Familien. Doch Menschen, die jegliche Blicke ausschließlich nach rechts und links richten, kämen ohnehin nie in die Verlegenheit an der politischen Situation etwas ändern zu wollen, was nun mal auch damit einhergehen würde, den staatlich gesteuerten Rundfunk zu entmachten und deren Zwangsbeiträge zu verweigern. Daher ist es letztlich ausschließlich Kritik an einer mangelnden Leistung und überaus großer Bestechlichkeit derjenigen, die der politischen und großkapitalistischen und politischen Elite zuarbeiten, was die Gesellschaft letztlich in seinen Grundfesten gefährdet und keinesfalls gesellschaftliche Interessen wiederspiegelt.

Nein, es kann kaum Neid sein, denn das würde eben doch bedeuten, einen völlig korrumpierten und gierigen öffentlich rechtlichen System angehören zu wollen, deren Wohlstand völlig bewusst in Teilen auf Kosten von Gerechtigkeit, Miteinander, Freiheit und Frieden in weiten Teile der Gesellschaft zurückzuführen ist. Das dürften nun die Wenigsten wollen.

Marcel L.

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