Der sichere Hafen in Zeiten eines drohenden Bargeldverbotes

Vielleicht muss man diese Worte in Bezug auf Gold als Wertanlage sogar derzeit mit einem Fragezeichen versehen, doch muss man aus historischer Sicht, da schon in der unmittelbaren Vergangenheit Währungen um 95% an Wert verloren haben, grundlegend und unbestreitbar den Werterhalt des gelben Edelmetalls herausstellen. Da braucht man nicht mal nur Sympathisant oder einer vereinzelten („nur“) Meinung zu sein. Die Fakten belegen es. Sicher kann man ebenso viel Kritik an den gelben Edelmetall, oder auch an Silber äußern, während dessen dies um ein vielfaches mehr auch industriell verarbeitet wird, doch solange es Systeme mit derart Währungen und Politik gibt wie wir sie heute sehen, bleibt oftmals keine andere Möglichkeit Vermögen zu sichern. Vorausgesetzt sind keine Spekulationen.

In Zeiten des schleichenden Bargeldverbots sind die Edelmetalle als Wertsicherung in vieler Munde. Silber scheint die letzten Wochen und Monaten ein wenig stärker als Gold gewesen zu sein. Es bewegt sich in dieser Phase bemerkenswert, aber durchaus unscheinbar über Gold und könnte dem ein wenig vor laufen. Für einen Bullenmarkt ist ein Silber-Gold-Verhältnis ab 60:1 (und tiefer) nötig. Das liegt derzeit bei 69:1. (Hohes Ratio – niedrige Gold und Silberwerte in der Vergangenheit). Ein wirklicher und starker Bullenmarkt erfordert steigende Werte in beiden Edelmetallen zugleich. Stark steigende Silberwerte, die im Grunde das Verhältnis sinken lassen, würden demnach womöglich auch stark steigende Goldpreise nach sich ziehen, und einen kurzen, aber starken Bullenmarkt in den beiden Edelmetallen auslösen. (Vergleich Situation um 1980). Doch diesem Bullenmarkt steht entgegen, dass es Gold schwer haben wird, da es durch Regierungen bekämpft und in Zukunft starken Kontrollen unterliegen könnte. In Indien wurde kürzlich ein Goldverbot beschlossen, ähnlich vergangener Verbote in Zeiten großer wirtschaftlicher Probleme und militärischer Aufrüstung zwischen den beiden Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts.

Indien hat beispielsweise bisher zu den größten Goldimporteuren gezählt. Das war auch vor allem dem Edelmetall als Schmuckgegenstand im Privatbesitz zu schulden. Es scheint aber, dass man als Privatperson in Indien zukünftig nachweisen muss, woher das Gold erworben wurde. Große Teile der Goldbestände könnten deshalb zukünftig als illegal gelten, schafft man keinen Nachweis bei. Gleiches gilt im Grunde dem Besitz von Bargeldreserven. Derzeit gibt es Grenzen im Goldbesitz (offiziell). (allgemeiner und aktueller Bezug zur Prognose der Edelmetalle). Dennoch wurde aber grundlegend berichtet, dass dies keineswegs dazu geführt hat, dass die Goldnachfrage drastisch eingebrochen wäre, durch diese Pläne und der aktuellen Einführung einer Vermögenssteuer, die die Goldbestände mit einschließen würde.

Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Situationen und wirtschaftliche Probleme, während dessen der Goldbesitz verboten wurde und sogar von Seiten der Regierungen Konfiszierungen durchgeführt wurden. In Vorkriegszeiten diente in Deutschland das Goldverbot und damit die Konfiszierung des privaten Goldes durch „Zwangsankauf“ zur Finanzierung der Aufrüstung. Gold war größtenteils nur noch als Schmuck und als Münzen zugelassen, ansonsten bestand grundlegendes Verbot. In den USA durfte Gold teilweise nur noch bis zu einem Wert von 100$ besessen werden. Goldbesitzer erhielten dennoch eine Entschädigung in Form von Banknoten. Aus heutiger Sicht zählt aber das eher als Totalverlust.

In Gold wird das Vermögen gesichert. Aus Sicht der Regierungen gehortet, wobei dem entgegen aber Liquidität an Währungen und Banknoten (bisher) für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen soll, in dem die Menschen dazu animiert werden, das verfügbare Geld zu investieren und zu „verkonsumieren“. Gegenteilig steht aber auch der Hang zum Goldbesitz für Unsicherheit, gerade aus Gründen der fehlenden sicheren Zukunftsperspektiven bleiben häufig große Investitionen aus und das Vermögen/Kapital fließt in vermeintlich sichere Häfen, Gold, Dollar, Aktien und Anleihemärkte. In Deutschland gab es von 1923 bis 1931 ein Goldverbot. 1933/1934 in den USA. Wobei Gold in diesem Zuge damals von 20$ auf 35$ in einer inflationären Phase aufgewertet wurde. Dies sollte einer deflationären Phase folgen und die Wirtschaft der USA ankurbeln. Der Kurs des US-Dollars sollte abgewertet werden, in dem die Regierung zu höheren Preisen Gold ankaufte (Entschädigung für die Enteignung von Goldbesitzern). Mit dieser Abwertung sollte zugleich der Export gefördert werden, in dem die ausländischen Käufer mehr amerikanische Güter kaufen konnten. Dabei wird aber heute geschätzt, anhand der Menge, die im Umlauf ist, dass somit nur 30% der gesamten Besitzer durch den Staat enteignet wurden. Alle anderen konnten ihre Goldbestände vor der Regierung verstecken und verbergen. Auch heute wäre eine Enteignung kaum durch- und umsetzbar. Problematisch wird es für die Menschen, die Gold besitzen, das Vermögen aber in Zeiten politischer Willkür benötigen. Es ist nicht möglich Gold über weite Strecken, in andere Länder zu transportieren. Goldbesitz wird in totalitären Zeiten grundlegend unter Strafe gestellt, auf legale Wege wird es nicht möglich sein Gold als Zahlungsmittel zu nutzen. Derart Pläne sind im Grunde dennoch nicht möglich, da der (zurecht) Schwarzmarkt blühen würde. Schon in den letzten Jahren wurde in Indien beispielsweise im Zuge von Importverboten keineswegs auf Schmuck und Goldbestände verzichtet.

Hingegen wäre aus vorher genannten Gründen des möglichen (kurzfristigen) Goldverbot ein Anstieg für Silber weitaus realistischer und wahrscheinlicher, trotz möglicher Einführung von Digitalwährungen oder anderem. Dabei ist es unrelevant wer kauft oder wer nicht. Menschen, die Metallen religiös folgen, wie größtenteils in Indien, machen grundlegend nur kleinere Anstiege und Einbrüche aus. Vielleicht hat sich aber auch dahingehend in Indien was geändert und der Werterhalt rückt in den Vordergrund. Bisher war der Markt mit Schmuck weitaus bedeutender. Entscheidend wird sein, wenn die Menschen ihren Regierungen nicht mehr vertrauen oder überzeugt sind, dass die Banken oder die Währungen zusammenbrechen.

Grundsätzlich war damit ein Goldverbot noch nie dauerhaft durchsetzbar, im Gegenteil liegt hier tatsächlich ein Werterhalt, währenddessen der „neuzeitliche“ Dollar seit seiner Einführung annähernd 95% an Wert verloren hat.

Das QE-Programm der Notenbanken um, so behauptet man zumindest, dem wirtschaftlichen Abschwung und der Deflation entgegenzuwirken, führt ins Leere, weil damit nicht die privaten Haushalte unterstützt und gefördert werden. Das erschaffene Geld findet somit den Weg in die Wirtschaft nicht. Banken bauen damit ihre Überschussreserven aus, investieren in Wertpapiergeschäfte, Anleihen etc., sorgen jedoch für kein Stimulus für die Wirtschaft. Die meisten Gelder verlassen nicht einmal die Notenbanken. Darüber hinaus nutzen Großunternehmen in Zeiten niedriger Zinsen ihre Kredite eher um die eigenen Anteile zurückzukaufen, investieren aber nicht. Weil niedrige Zinsen häufig zugleich unsicher Zeit bedeutet.

Marcel L.

Quelle: https://www.armstrongeconomics.com/markets-by-sector/precious-metals/gold/silver-the-key-to-a-sustainable-rally-in-gold/

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