Der Syrien-Krieg

Syrien ist schon vor 2000 Jahren ein strategischer Dreh- und Angelpunkt des Handels zwischen dem Osten und dem westlichen, dem römischen Reich gewesen. Es schien schon in der Antike ein sehr bedeutsamer Handelsplatz gewesen zu sein. China soll vor allem reich geworden sein durch den florierenden Handel mit dem römischen Reich. Damals brachten vor allem Gewürze den Reichtum, die noch vor Gold bewertet gewesen waren. Beide Reiche behaupteten damals die Welt zu beherrschen, wobei die Römer ganz offensichtlich schon (166 n.Chr.) nach China zur herrschenden Han-Dynastie reiste. Es waren also keine völlig weltfremden Imperien. Die Kontakte reichen bis in die Zeit um 180 n. Chr. hinein. Der frühere Herrscher des römischen Reiches Marcus Aurelius Antoninus wollte die Handelsbeziehungen zwischen seinem Reich und China weiter ausbauen. Mit seinem Tod wurden auch diese Bestrebungen begraben, was auch gleichzeitig den Höhepunkt vor dem Untergang beider Reiche darstellen soll.

China unterstützt Syrien ebenfalls mit Geld/Investitionen. Das Projekt der Seidenstraße reicht schon in die Zeit beider erstgenannter Imperien zurück, ist also keineswegs eine neue Strategie der Chinesen zum Handel mit dem Westen, in den sämtliche Länder mit einbezogen werden sollen. China steht vor allem für die Umsetzung seiner Ziele im Nahen-Osten ohne am Krieg aktiv teilzunehmen. Durch die stete Konfrontation des Westens in weiten Teilen der Welt verfestigten sich vor allem auch die Beziehung von Russland zu China und auch zu Syrien, Irak etc. Die USA genießt derweilen ein umfassend schlechtes Ansehen in weiten Teilen der Welt. Es war die Strategie des Imperiums USA eine Pipeline mit Katar zu errichten, um mit Russland auf den europäischen Markt zu konkurrieren. Assad sprach sich gegen eine Erdgaspipeline aus Katar über Saudi Arabien, Jordanien, Syrien und die Türkei nach Europa aus. Assad wollte die Pipeline aus den Iran über den Irak und Syrien nach Europa. Auch Russland befürwortete das Projekt, weil es mehr Kontrolle haben würde als gegenüber des durch die USA befürworteten Projekt über Katar. Iran hat die 2. größten Erdgasreserven hinter Russland. Für die USA stand schlussfolgernd im Vordergrund das Bündnis zwischen dem Iran und Russland zu brechen, deshalb mussten unter anderem auch die Sanktionen an den Iran aufgehoben werden, währenddessen man gegen Russland ständig neue aufbrachte, um Russland vor allem auch von Europa wirtschaftlich und politisch zu isolieren. Es geht schlicht um den milliardenschweren Energiemarkt über Europa.

Russland hat in Syrien vor allem auch Eigeninteressen, ihre Erdgasexporte auch weiterhin sicherzustellen. Außerdem sah man auch eine Gefahr in den durch das Imperium USA unterstützten islamistischen Söldnern für das eigene Land. Auch die Türkei richtet die Blicke neuerlich eher nach China als in den Westen, wurde deshalb als Feindbild etabliert. Für China geht es in Syrien damit auch um neue Handelsbeziehungen zum Westen, zu Europa. Russland und China wollen vor allem in Syrien Sicherheit schaffen, den dort befindet sich tatsächlich ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Handel aus und mit dem Osten.

Die westlichen Militärmächte, allen voran die USA, aber auch Frankreich und Großbritannien brauchen den permanenten Krieg um ihre eigene Wirtschaft zu stabilisieren, von den innerpolitischen Problemen abzulenken. Kriege täuschen seit jeher auch Versprechungen an die Gesellschaft, deren Unterstützung von großer Bedeutung ist, vor. Daher wird auch permanent die russische oder islamistische Gefahr verbreitet. Sie brauchen den Krieg für die eigenen wirtschaftlichen Interessen. Vor allem die Wirtschaft in den USA hat vom 2. Weltkrieg enorm profitiert wie kein anderes Land. Krieg ist ein Milliardengeschäft und scheinbar für die westlichen Machtansprüche unverzichtbar.

Marcel L.

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