Der weltpolitische Wandel

Die Zeiten des Petrodollars scheinen mit dem grundlegend sinkenden und niedrig verbleibenden Ölpreis vorbei. Einst die größten Ölfördernationen scheinen ihre Ziele nicht mehr erreichen zu können, einen einst angestrebten Preis von über 200 Dollar pro Fass umzusetzen. Das gilt vor allem für arabische Länder wie Saudi Arabien, die ihre Staatsausgaben längst nicht mehr über den Verkauf von Erdöl decken können. Andere Möglichkeiten sind kaum vorhanden. Die Entwicklung wurde Richtung Elektromobilität oder anderen Alternativen eingeschlagen, weg von fossilen Brennstoffen zur Fortbewegung und ist unumkehrbar. Die Umsetzung wird aber nur durch sinnvolle Perspektiven und Konzepte, aber auch einen behutsamen und wirklich ökologischen, vor allem ehrlichen, intelligenten Weg nachhaltig umzusetzen sein. Vor allem die hohe Politik wäre an dieser Stelle gefragt. Ob nun immer von Rationalität geprägt, darüber lässt sich streiten, oft verneinen. Nun wirklich bekanntlich oft in der ökologischen Frage. Reine elektrische Fortbewegung würde unser Energie/Stromnetz lange noch nicht schaffen, Elektromobilität aus Kohlekraftwerken wären alles andere als fortschrittlich, erst recht nicht die zwanghafte Entsorgung von relativ moderner Verbrennungstechnik, in die einst erst große Mengen an Energie und Ressourcen geflossen sind, was neue Innovationen häufig ebenfalls benötigen, oft noch in einem größeren Maßstab. Weitsicht ist erforderlich, die man sicher von der interessensgesteuerten Politik nicht verlangen darf und erwarten kann.

Gedanke sind nicht immer geordnet, doch sind sie erforderlich Krisen zu überstehen und vor allem Hoffnung zu schöpfen.

Normalerweise steigt eine Währung, wenn die Wirtschaftskraft sinkt, da viele Investoren sich zurückziehen und in Cash favorisieren. Nun stehen wir vor den Problem des Vertrauensverlust in die Staaten und deren Regierungen, einhergehend mit dem Vertrauensverlust in sämtliche Währungen. Die Staatsschulden explodieren (erst richtig wenn die Zinsen anfangen zu steigen) und keiner wird mehr bereit sein, diese zu finanzieren aufgrund der bereits großen Unsicherheiten. Mit Blick auf eine schleichende Hyperinflation wird Cash investiert um Vermögenswerte zu kaufen (Aktien, Unternehmensanleihen, event. Gold, Silber) von den man darausfolgend profitiert bzw. Werte erhält im Sinne von Bestand halten, aber keine Staatsschulden kauft. Somit gibt es für die Regierung keine Möglichkeiten sich zu finanzieren, Ausgaben zu ermöglichen, als mehr und mehr favorisieren Geld zu drucken, was schlussendlich eine angesprochene Hyperinflation auslösen wird, wie bereits in Ländern gesehen (bsp. Venezuela)

Die USA werden schlussendlich durch das mangelnde Vertrauen in die Regierung als letztes Fallen, weil sie noch immer den inneren Kern der mehrheitlich noch westlichen dominierten Welt/Wirtschaft darstellen, bevor das Finanz- und Wirtschaftszentrum sich offensichtlich auch für den letzten (voraussichtlich) überwiegend nach Fernost verlagert hat. Die USA haben über Jahre die Agenda vorgeben und ihren „Partnern“ amerikanische Interessen aufgezwungen, was möglicherweise dazu beiträgt deren Fall bis zum letzten hinauszuzögern, andere vorher getroffen werden. Deshalb ist die amerikanische die Kernwirtschaft. Die Wirtschaftssysteme, auch das amerikanische, werden mit einem steigenden Dollar kollabieren, weil dieser vor allem einen politischen Wandel auf vielen Ebenen hervorrufen wird. Das Vertrauen eben in andere politischen Institutionen sinkt rapide und es gibt momentan keine Hoffnung dieses an anderer Stelle, oder durch andere Parteien oder Kräfte wieder aufzubauen.

Der Vertrauensverlust in die Regierungen scheint tatsächlich von außen nach innen zu beginnen. Man muss sich letztlich „den kompletten Westen“ als Teile des amerikanischen Imperiums vorstellen, von denen wir die Spaltung bzw. den beginnenden Niedergang momentan erleben. Unterschiedliche Währungszonen hin oder her. Kapital fließt größtenteils in den Kern, den US-Dollar. In Europa schwindet das Vertrauen, in die französische, die deutsche und in sämtliche anderen Regierungen. Vor allem in das europäische Gemeinschaftsprojekt, da Brüssel nur damit beschäftigt ist, ihre eigenen Interessen zu wahren, vor den Menschen jeglichen Respekt zu verlieren, demokratische Werte völlig vergessen. Die Föderalisierung der europäischen Union um jeden Preis voranzutreiben. Was nicht weniger bedeutet, als das der harte Fall Europas nichts weniger einleitet als das Scheitern us-imperialistischer Bestrebungen sich weiterhin zu profilieren. Über noch größere Teile. Die Möglichkeiten staatlichen Einfluss haben längst ihre Grenzen gefunden.

Aber der Reservestatus des US-Dollars kann demnach auch nicht geändert werden, durch eine Ölpreisgestaltung in Rubel oder Yuan. Der Reservestatut wird momentan dadurch geschaffen, dass große Geldmengen aus überaus unsicheren Währungsgebieten in US-Anleihen (US-Dollar) fließen. Was wirklich gegen einen weiteren Petrodollar spricht. Viele Währungen sind darüber hinaus zu klein um das große Geld zu sammeln, die Entwicklung Chinas und Russland benötigt noch gewisse Zeit und Ereignisse. Dahingehend, auch geschuldet letztendlich der sich stetig beschleunigten Entwicklung und Ausschöpfung von (begrenzten) Ressourcen, Quellen und Möglichkeiten, steht uns wahrscheinlich ein grundlegender Wandel im nächsten Jahrzehnt bevor.

Marcel L.

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  • Die politische Agenda schützt keine Menschen

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