Die Eurozone darf untergehen

Die neue italienische Regierung ersuche nach einem Schuldenerlass von der europäischen Zentralbank von 250 Milliarden Euro. Außerdem heißt es, die Sozialausgaben zu erhöhen und die Steuern zu senken. Ob das nun tatsächlich eintreten soll, steht auf einem anderen Blatt. Politiker werden letztlich immer zu ihren Vorteil handeln. Doch plötzlich wirft man der Regierung vor, durch Steuererleichterungen und Erhöhung der Sozialausgaben, die Staatsschulden noch weiter explodieren zu lassen. Und an dieser Stelle wird keinesfalls unterschieden und selektiert. Abgesehen davon, das weniger Steuern allemal angebracht und zwingend nötig sind, da sie überwiegend falsche Anwendung durch die Politik finden, wird nun plötzlich auch von kritischer Seite völlig unverständlich dagegen argumentiert. Höhere Sozialabgaben und höhere Steuern werden nichts bringen, das müsste letztlich auch der Letzte mal verstehen. Dabei ist doch nun wirklich keine Regierung gewillt, tatsächlich weniger Schulden zu machen und einen Mehrwert, tatsächlich Erleichterung und Verbesserung für die Menschen zu schaffen. Nur so weit, die Menschen auch weiterhin zu dirigieren. So schafft es die etablierte Politik von Wahl zu Wahl, den Menschen immer neue Versprechungen zu machen und den „Spaß“ zu garantieren. Italien wird als das Zünglein an der Waage der Eurozone gehandelt. Egal wie hoch die Steuereinnahmen auch jemals sein werden, die Regierungen wird niemals mit fremden Geld wirtschaften können und gewillt sein, irgendwelche Schulden zurückzuzahlen. Darum wird Italien zum schwarzen Peter deklariert. Es braucht immer einen Schuldigen. Das kennt man doch nun schon von Trump. Bei dieser Entwicklung gibt es viele Pfeiler und Pfosten, die sich ein System erschaffen wollten, das ausschließlich eigene Interessen bedienen sollte. Da braucht man nicht erst bei Trump oder irgendeiner anderen neu gewählten Regierung anfangen zu zählen. Über was diskutiert man eigentlich wieder und wieder? Ein solches System muss letztendlich kollabieren und man kann es dahin auch nur wünschen. Irgendwann findet alles seine Grenzen, wenn man ausschließlich gewissenlos und ohne jeglichen Einhalt wirtschaftet. Wie falsch ist eigentlich ein System, dass immer nur auf Verschleiß und Pump laufen muss, um augenscheinlich Wachstum und Wohlstand zu schaffen auf Kosten von Minderheiten, Natur und tatsächlichen Lebensraum, letztlich auch nur wieder Lebensqualität? Alles andere, außer die privilegierten Taschen zu füllen und dahingehend Macht, Wohlstand und grenzenlose Verschwendung zu schaffen, war nie gewollt. Nur, ausschließlich mit Gewalt zu regieren ist heute nicht mehr möglich, da sich nur aus Zwängen längerfristig keine Leistung erzielen lässt, von denen nun mal die Obrigkeit auch profitiert. Vor allem die Politik ist nicht in der Lage über die §§ hinaus einen Mehrwert für sich und für andere zu schaffen. Es ist schwer nachzuvollziehen, wie man immer und immer Wachstum predigen kann, ohne die vorhanden Gefahren für Umwelt etc. völlig zu vernachlässigen. Mit der heutigen Praxis wird es wahrscheinlich niemals einen Einklang zwischen dem materiellen Wohlstand und langfristigen Vorteilen für ausschließlich jeden geben.

Marcel L.

 

 

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