Die Islamophobie der Alternativen

Die AfD wird es ausschließlich durch eine gesellschaftlich propagierte tiefe Ablehnung gegen den Islam in den Bundestag schaffen. Fakten und Hintergründe zu dieser neu entwickelten „Protestpartei“, aber in Wirklichkeit das derzeitige (westliche) System beinhaltend, scheinen grundlegend nicht zu interessieren. Unsere mitunter größte Gefahr ist insofern, die mediale und politische Leichtfüßigkeit, gesellschaftliches Bewusstsein negativ zu beeinflussen. Die nahe Geschichte zeigt auf dramatische Art und Weise, welche Entwicklung dieser elitäre Einfluss, auf den Weltfrieden nehmen kann. Gegenwärtig kann man eine gefährliche Hetze gegen überwiegend muslimische Länder beobachten, die nur wenig Objektivität beinhaltet. Vor allem aus der Tatsache heraus, dass die Israellobby innerhalb der westlichen Politik einen überaus großen Einfluss besitzt und das Großkapital mehrheitlich jüdische Wurzeln zu haben scheint, ist diese Entwicklung der unverminderten Spannung zwischen religiösen Gruppen, nun auch zwischen Atheisten zum Islam, mit großer Sorge zu beobachten. Vor allem macht auch die Zersplitterung und ein tiefer Graben innerhalb des Islam diesen scheinbar für äußere Einflüsse so viel mehr angreifbarer. Religionen, bzw. der menschliche Glaube, werden seit jeher größtenteils fremdgesteuert und mehrheitlich missbraucht. Der Gedanke liegt derzeit sogar nahe, das die nahöstliche Politik ausschließlich der politischen Führung in Israel dienlich ist. Krisenherde und Konfliktpunkte, in die Israel augenscheinlich involviert sind, gibt es derzeit einige, die aber in den korrupten westlichen Medien keinerlei Erwähnung finden. Wobei sich nun mal vor allem die westlichen Länder, Europa und Amerika Israel in seinen politischen Handeln und Argumentationen verschrieben haben, mehr noch scheinbar von einer Israellobby mitregiert werden. Alles herum scheint nur gut verbreitete Propaganda und Verklärung darzustellen, da die Interessen in dieser Region im Hinblick auf die westliche Agenda eher nebensächlich zu sein scheinen. In erster Linie scheint Israel vom Chaos im Nahen Osten profitieren zu wollen, wie es auch der Westen seit Jahrzehnten praktiziert. Insbesondere der Westen scheint nicht daran zu sein, Ordnung in diesem Teil der Erde (vorerst) möglich zu machen. Der Iran oder die Türkei, sowie zahlreiche andere nahöstliche Länder, sind in erster Linie keine Feinde der „westlichen Demokratie“, sondern tatsächlich „Feinde“ Israels. Diese israelische Minderheit in dieser Region ist auf die Unterstützung Europas und der USA, also auf deren politischen Machthaber, angewiesen.

Der politische Widerstand wird damit in völlig falsche Bahnen gelenkt, mehr noch grundsätzlich stillgelegt, hingegen zusätzlich scheinbar weiterhin an eine (Wirtschafts-)Diktatur gearbeitet wird. Die eigentlichen Probleme werden grundlegend und absurd verfälscht. Diese Entwicklung scheint unaufhaltsam fortzuschreiten. In der tiefgreifenden Ablenkung von finanzwirtschaftlichen und geopolitischen Interessen, wird eine scheinbar wirksame Islamophobie in das gesellschaftliche Denken implementiert, so dass man sich schon fragen müsste, wem das eigentlich zweckdienlich ist und wer die Dunkelmänner dieser Entwicklung tatsächlich sind. Damit einher geht natürlich erneut eine große Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden weltweit. Der Hass zwischen den Religionen wird auf politischer Ebene überaus effektiv eingesetzt, um wirtschaftliche und imperialistische, aber eben auch religiöse Interessen zu behaupten. Insbesondere der Terror vom 11. September 2001 brachte der westlichen Gesellschaft eine gravierende Einschränkung in freiheitlichen Rechten und eigenverantwortlichen Handeln. Islamistischer Terror soll heute für jegliche politische Interessen herhalten.

Tatsächlich soll teilweise auch in Europa ein tiefverwurzeltes nationales Bedürfnis angesprochen werden, was es anfällig macht, von Feinden des inneren Friedens, der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ausgenutzt zu werden. Politische Interessen und Kriege benötigen seit jeher Feindbilder gegen die untergeordneten bürgerlichen Interessen. So ist der Politik schon immer von Vorteil gewesen, Spannung innerhalb der Gesellschaft zu befruchten und die Quellen der Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit anderen zu unterstellen, anstatt Politik dahingehend zu verändern, mehr Gerechtigkeit zu bringen oder elitären Wohlstand einzuschränken. Teile und Herrsche.

Überaus bemerkenswert dabei stellt sich doch die Konstellation dar, die die „alternativen“ Parteien in Europa beinhalten. Deutlich herausragend ist hinter den Kulissen die große Nähe hinsichtlich israelischen Bedürfnissen doch der große Hass gegen alles, was den Islam beinhaltet. Der jüdische Staat, der nicht weniger Rassismus in der Staatsführung zu tragen scheint, wie jeder anderer auch, der einer verbissenen ausschließlich nationalistischen Doktrin folgt, ist in sämtlichen Regierungen heute schon Staatsräson, wobei sich der Islamophobie auch in der Bundestagswahl von sämtlichen Parteien bedient worden ist. Macht man sich frühere faschistische Systeme zu eigen, um heute die selben Ambitionen zu vertreten? Widersprüche finden sich dennoch, doch sind die Gefahren nicht weniger groß. Ist die sich entwickelnde Islamophobie tatsächlich der neue Antisemitismus, wie es beispielsweise massive Israel-Kritiker philosophieren?

Marcel L.

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