Die UN als Werkzeug des Westens

Russland scheiterte kürzlich in der UNO Vollversammlung in den UNO Menschenrechtsrat erneut aufgenommen zu werden.

Bei der Wahl zum UNO Menschenrechtsrat wurden vergangene Woche 14 von 47 Sitzen neu besetzt. Nachdem sämtliche Organisationen, die mehrheitlich allenfalls vorgeben für Menschenrechte einzustehen, kritische Stimmen gegen Russland im Syrienkonflikt geäußert haben (Human Rights Watch, CARE International, Refugees International etc.), riefen sie zudem dagegen auf, Russland den Zutritt zu diesem Gremium der UNO zu verwehren. Maßgabe sollte dabei die Rolle und die Schuld Russlands, die der Westen propagiert, in der aktuellen Situation im Syrienkonflikt sein. Speziell die derzeitige Eskalation in und um Aleppo wird dafür verantwortlich gemacht. Die USA versucht diese dort herrschende Situation zu nutzen um eine Flugverbotszone durchzusetzen, somit ihre unterstützten Terrororganisationen zu bestärken und den Krieg weiterhin eskalieren zu lassen. Der Vorhang fällt zusehends.

Seit Monaten versucht man ausschließlich Russland und der syrischen Regierung unbelegte Menschenrechtsverletzungen vorzuwerfen, somit soll diesen auch die Mitgliedschaft in sämtlichen Räten verwehrt, deren Einfluss auf andere Mitglieder und Länder vermindert werden. Für Außenstehende und Unbeteiligte wird diese Situation der ständigen Provokation, der Propaganda, der Aufrüstung, sowie der permanenten Verdrehung und (Vor)Täuschung von Fakten immer erschreckender, skurriler und realitätsfremder. Ein halbwegs kritischer Blick auf die Geschehnisse und das Vorgehen des Imperiums lässt den „Vorabend“ des großen Krieges dahinter vermuten. Dahingehend sollte auch die Aufrüstung an der russischen Grenze auf beiden Seiten bewertet werden und die nukleare Bedrohung.

Die Mitglieder der UN-Vollversammlung bevorzugten Ungarn und Kroatien in deren Osteuropagruppe vor Russland. In Bezug auf die unzähligen Kriegserklärungen Europas im Namen der USA gegen Russland scheint das nur logisch und konsequent der russischen Konkurrenten und ihrer Steigbügelhalter. Mit dieser Absage an Russland, und geradezu vor aller Welt in den Medien, mit der Etikette der Menschenrechtsverletzung, soll allein Russland im aktuellen Konflikt Mord, Leid und Vertreibung attestiert werden. Dazu braucht es eben eine Organisation, wie die UNO, die in der Gesellschaft (noch) hohes Ansehen genießt, was keineswegs gerechtfertigt scheint.

Man darf nicht den Fehler machen, diese Entscheidungen zu emotional zu sehen, denn das legitimiert diese Organisation, was nicht sein darf. Wer diese Gruppe als Teil der verlogenen westlichen Demokratie und Freiheit akzeptiert, darf sich nicht wundern. Seit Jahren werden Menschenrechte, speziell die Begrifflichkeiten, benutzt, um Kriege für Rohstoffe, Profite und Macht, damit noch mehr Unmenschlichkeit, zu rechtfertigen und zu legitimieren. Die UN ist aus rationaler Sicht ein Mittel zum Zweck und soll ein Symbol für friedliche Absichten des Westens darstellen, was ihr aber in keinster Weise gerecht wird, ausschließlich eine gehübschte Fassade als das „Gute“ dazustehen. Das ist der grundlegende Eindruck zu dieser Lobbytruppe des Westens.

Emotionslos betrachtet ist also die UN mit ihren zahlreichen Organisationen Teil und Mittel des amerikanischen Imperiums. Grundsätzlich entscheidet die UN pro amerikanischer Interessen, täuscht zudem über diese hinweg. Folglich ist es im übrigen nicht überraschend oder gar außergewöhnlich, dass derart Entscheidungen von den Vertretern der westlichen Eliten und seiner Verbündeten, denn nur das ist auch mehrheitlich die UN, das Imperium stärkt und seine Gegner schwächt. Unterlassung ist an dieser Stelle eben auch Zustimmung. Kritische Stimmen zur direkten amerikanischen Politik sind mehrheitlich nicht vorhanden.

Die Doppelmoral des Westens lässt kaum andere Schlüsse zu.

Saudi Arabien als Beispiel und bisher enger Verbündeter hingegen genannt, hatte nämlich in den letzten Jahren hohe Positionen in der UNO inne. Sie zählten unter anderem zu einer Expertengruppe für Menschenrechte, was jeglicher Ernsthaftigkeit entbehren müsste. Doch ist Saudi Arabien für den Imperialismus der USA derzeit noch von großer Bedeutung. Die Saudis sind einer der engsten Verbündeten des Westens in ihrer Region. Rüstungsabnehmer und wichtigster Erdölexporteur. Schon deshalb schaut man gern über stete Menschenrechtsverletzung des saudischen Königshaus hinweg. Vor allem sind diese die Unterstützer großer Terrororganisationen im Nahen Osten und Afrika, die zudem für Interessen des Imperiums stetig von den Saudis finanziert und aufgerüstet wurden. Elitäre Kreise der USA nutzen hier mehrheitlich Religionskonflikte des saudischen Königshaus gegen den Iran oder Syrien, Irak und Libyen, um ihre Vormachtstellung im Nahen Osten auszubauen. Wenn es um Profit- und Machtinteressen geht, zählen gern mal Hinrichtungen oder Folter nicht, was nur einen Schluss zulässt. Die UN ist eine von Profit und Macht organisierte „Veranstaltung“, die weder Kriege verhindert, noch wahrhaftig diese verurteilt und bekämpft.

Die UN-Organisation betreiben größtenteils Promotion und Unterstützung für die Interessen der USA und seiner Verbündeten (Vasallen). Schaut man sich die Gründungshistorie an, die ständigen Vertreter und die Einflüsse, wird das vollumfänglich sichtbar.

Marcel L.

 

  • Amerikas Schattenregierung

    Den „Council on Foreign Relations“ darf man leider als die einflussreichste private Institution des heutigen Imperiums bezeichnen. Er ist das „Verbindungsglied zwischen den großen Konzernen und der Regierung… Die Wichtigkeit dieser Vereinigung für das Verständnis der Grundmotive und Grundlinien amerikanischer Weltpolitik kann kaum hoch genug veranschlagt werden … Dennoch haben die allermeisten Bürger dieses Landes, das sich für das bestinformierte Gemeinwesen aller Zeiten hält, keine Ahnung von der Existenz eines solchen Gremiums …“ (William Domhoff, politischer Wissenschaftler). „Die freie Presse dieses Landes nimmt sich die Freiheit, ein Gremium, in welchem die mächtigsten Männer dieses Landes sich mit Weltpolitik befassen, als […]

  • Der moderne Feudalismus

    Die moderne „Demokratie“ mit all ihrem Rechtssystem ist nichts anderes, als der Fortschritt des Feudalismus des frühen Mittelalters bis in die Anfänge des 19 Jhd. hinein. Gesellschaftlich voran gekommen ist man damit definitiv noch nicht. Nur die Fassade baut sich im Kapitalismus oder auch im Sozialismus, wie man es nun immer auch nennen mag, grundlegend schöner und anmutender auf. Vieles dabei ist bei genauerer Betrachtung schlicht illusioniert. Könnte man aber auch vielleicht nur meinen, denn den Menschen früher mag man Ähnliches erzählt haben. Mit fortschreitender Industrialisierung ist es jedenfalls mehrheitlich die Konsumgesellschaft, die den Menschen höchst freiheitliche Werte vorgaukelt und […]

  • Dieses Europa ist abscheulich

    Die Ereignisse der letzten Tage in Spanien haben gezeigt, was das politische Demokratieversprechen in Europa wirklich wert ist. Zweifelsohne: Nichts. Es ist schlicht traurig und enttäuschend mit welcher Gewalt dieser Tage gegen den Willen vieler Menschen vorgegangen wird. Deutlich wird, es gibt leider keine gemeinschaftlichen Werte in Europa. Und wenn sie noch so umhergepredigt werden. Der Sozialismus, der Frieden, die Gerechtigkeit oder das Miteinander. Es ist alles gelogen. Die Politik treibt tiefe Gräben in die Gesellschaft auf Grund ihres starren Egoismus. Sie riskiert Aufstände und Kriege, Gewalt und Leid, will aber ihre Fehler nicht erkennen. Machtbesessen ist die Politik eine […]

  • Eine Prise vom Nationalismus

    Das Referendum in Spanien bringt natürlich auch Stimmen hervor, die den Katalanen blinden Egoismus und vor allem auch sturen Nationalismus vorwerfen. In der Tat hat diese Haltung schon gravierende Probleme in der Vergangenheit hervorgebracht, doch kann man nicht einfach davon absehen, die Entwicklungen im Vorfeld zu betrachten. Auch wird dieser all zu oft gezielt kalkuliert manipuliert und gesteuert eingesetzt. Ebenso verwerflich wie fremden Menschen mit anderer Nationalität, Hautfarbe oder Sprache einem blinden und stumpfen Hass entgegenzubringen, ist es aber einfachen Menschen mit individuellen Bedürfnissen und grundlegenden Ängsten und Bedenken diese Charaktereigenschaften unbegründet anzuheften. Hier wiederum geht’s nicht darum Grenzen zu […]

  • Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien

    Ein Kommentar Ich bin gerade wirklich fassungslos. Da ich die Entwicklung nun schon lange verfolge, bin ich mir bewusst über die möglichen Auswirkungen eines derartigen politischen Versagen, welches die Menschen mehr und mehr unzufrieden sein lässt. Die Menschen erfahren mehr und mehr Repressionen von staatlicher Seite, was sie nicht mehr bereit sind hinzunehmen. Gerade das haben wir ebenfalls bei der deutschen Bundestagswahl gesehen. Das Resultat einer aufstrebenden rechten Partei, wie der AfD ist auf die gesellschaftliche Unzufriedenheit zurückzuführen und spiegelt einen tiefen Vertrauensverlust in die Politik an sich wieder, die hinter uns liegt. Die deutsche Presse will immer weiß machen, […]

  • Politische Haushaltspolitik im Krisenmodus

    Ein objektives und reflektierendes Bild über die derzeitigen Querelen im internationalen Währungskampf ist vor allem für Außenstehende kaum möglich. Die eigenen Positionen am „Markt“ und innerhalb der Gesellschaft werden mit allen Kräften verteidigt. Dabei strahlt auf europäischer Seite all zu oft die generell tiefe Ablehnung gegen die Hegemonie des us-amerikanische Dollars über allen Sichtweisen und Einschätzungen. Schlicht alle Länder haben aber eines gleich, sie leiden an einer unaufhaltsamen Staatsverschuldung und laufen permanent im Krisenmodus. Allen gemeinsam sind leeren Renten- und Pensionskassen aufgrund einer gravierenden Korruption durch eine höchst verwerfliche Politik. Anzumerken sei dem noch, dass das Bild Chinas im Windschatten […]

  • Der übersehene Wohlfahrtsstaat

    Während sich der Großteil der Masse auch weiterhin mit Scheingefechten und unsinnigen Debatten durch die Politik beschäftigen lässt, sich vor allem auch gegen die „Reichen“ zu positionieren, wuchert vor allem der Staatsapparat munter vor sich hin. In den neuen Bundestag ziehen 78 Abgeordnete zusätzlich ein als bisher, um auf insgesamt 709 Sitze zu kommen. Die meisten Wähler dürften vor allem in den Überhangmandaten eine demokratische und notwendige Säule dieses (demoralisierten) Wahlsystems erkennen, letztlich ist das aber nur einem grundlegend völlig pervers überteuerten System zu verdanken. Vor allem auch anhand eines brüsseler Wohlfahrtsapparates wird ein zwangsweise in seiner Gänze unfinanzierbares System […]

  • Gerechtigkeit als gesellschaftspolitische Mogelpackung

    Die staatlich autoritäre Kontrolle und Plünderung hält bzw. verstärkt sich auch allen voran dadurch, eine aktive Spaltung der Gesellschaft erfolgreich zu realisieren. In der allgemeinen Meinung hält sich tief verankert die Prämisse, dass ausschließlich der Staat in seiner Position als Regulierungsexekutive dazu fähig ist, wachsende gesellschaftliche Unterschiede zu beseitigen. Das eben das nicht der Fall ist, sondern eher das Gegenteil in Frage kommt, wird anhand den Ergebnissen staatlichen Handelns, ein ausbleibender gesellschaftlicher Aufschwung, aber wachsende Unzufriedenheit, überaus deutlich. Die negativen Ergebnisse werden jedoch äußerst erfolgreich anderen, fremden Sachgebieten (Demographie, Digitalisierung, Fachkräftemangel etc.), wenn auch ebenso kritisch zu betrachten – keine […]

  • Noch eine Wahlanalyse

    Der Dax ist gefallen, währenddessen Edelmetalle gestiegen sind. Gleichzeitig ist auch der Dollar gegenüber dem Euro gestiegen und leitet scheinbar einen lange prophezeiten Trendwechsel ein. Die Wahlgewinne für die AfD innerhalb Europas sind wesentlich dafür verantwortlich. Dieser Tage vollzieht sich ein grundlegender politischer Wandel. Merkwürdigkeiten gibt es dennoch, dass Deutschland mit schlechten Beispiel voran zu gehen hat. Die Korrelation hinsichtlich Gold und dem Dollar mit steigenden Werten beider Investments sind maßgeblich für ein fortschreitendes Kippen der Stimmung in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten aus politischen Gründen. Die lang herbeigeredete Korrektur an den Märkten rückt scheinbar näher. Dennoch wird ein […]

  • „Unregierbar“ vertritt die falschen Analysen

    Kaum 12 Stunden waren vergangen, da wurde Deutschland stur dem implementierten System folgend, eine Unregierbarkeit nach der Bundestagswahl attestiert. Damit wird pauschal das Funktionieren eines gegenwärtigen staatlich politischen Systems, vor allem aber auch eines gesellschaftlichen Ordnungsprinzip, ausschließlich durch die Existenz einer Regierung bzw. alleinigen Herrschaft begründet, ohne auch nur ansatzweise bessere Alternativen dahingehend in Betracht zu ziehen. Dabei wird paradoxerweise grundlegend an anderer Stelle stets mangelndes Demokratieverständnis beklagt. Gerade keine absolute Mehrheit zu haben, sollte aber eigentlich den Auftrieb geben, fortwährend einen Konsens finden zu (dürfen) müssen und die zwingend notwendige Kooperation anzustreben, hochgehaltene Werte wirklich zu beweisen und den […]

1 Kommentar

  1. Die Evidenzfrage: Ist es nicht völlig sinnlos über etwaige Sachthemen zu sprechen, solange in der westlichen Wertegesellschaft Wahlen und Abstimmungen durch schwere und schwerste Verfassungsverstöße herbeigeführt werden und die Staatsvertreter überhaupt nicht demokratisch vom Staatsvolk legitimiert sind im Namen des Volkes zu handeln.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*