Die Wettbewerbsfähigkeit ist in Gefahr!!!

Die Schweizer Business School MID hat eine Studie veröffentlicht, der zu Folge die deutsche Wirtschaft in ihrer Wettbewerbsfähigkeit abgerutscht ist. Ja, unser aller Wohlstand ist in Gefahr. Nur noch Platz 13 von 63 untersuchten Staaten mit Blick auf das „undankbare“ Mittelfeld. Vordergründig untersucht wurden Staaten, die sich nur mehr gegenseitig die Situationen schwer machen, schon längst dem großen Kapitalinteressen gewichen sind, vor allem für die tatsächlichen Wirtschaftskräfte, die arbeitenden Strukturen.

Anfänglich sollte man sich aber nur mal anschauen, wer hinter derart Studien steckt. Es ist eine ausschließlich private Wirtschaftshochschule mit sehr namhaften, aber auch ebenso zweifelhaften Gründern, muss man sich nur mal das aktuelle Geschäftsgebaren des heutigen Nestlé-Konzerns anschauen. Letztlich mögen derart Studien heute mehr zur Orientierung, aber auch Pflicht geworden sein, muss man dennoch größtenteils wirtschaftliche, aber auch staatliche Interessen bei der Verbreitung dahinter vermuten.

Salopp gesagt: „Wen juckts“. Muss man wirklich immer bis vorn mitspielen? Vor allem für die Menschen und Arbeiter ist es wohl besser einen Platz im Mittelfeld einzunehmen. Bis jetzt sind noch immer die, die ganz nach vorne wollten letztendlich kläglich gescheitert. Und das in jeglicher Hinsicht. Hohe Wettbewerbsfähigkeit geht nun mal auf die grundlegende Substanz, Gesundheit, den gesellschaftlichen Frieden, das persönliche Wohl, und vor allem die natürlichen Grundlagen bzw. die Umwelt, Tier- und Pflanzenwelt, die die Grundlage allem stellt, mit eingeschlossen. Darüber sollte man sich bewusst werden, vor allem wenn man vorgibt einen „menschengemachten Klimawandel“ zu bekämpfen, auf dessen Schiene sich nun auch viele Bevölkerungsschichten eingeschossen haben. Wobei eben nicht die Mutter aller Lösungen ist, Elektroautos einzuführen oder verpflichtende Abgaben zu beschließen. Denn jeder Ersatz eines guten Alten durch etwas neues „Besseres“ bringt ebenso Nachteile hervor neben den angepriesenen Vorteilen. Entscheidend ist die Bilanz am Ende des Tages. Und diese sieht in weiten Teilen nun mal (bis jetzt?)eher negativ aus.

Aber es hängen doch an dieser Wettbewerbsfähigkeit eine Menge Arbeitsplätze. Und somit wird weiterhin den Menschen Angst gemacht, noch weiter, noch mehr, noch schneller zu sein. Der nächste steht schon in den Startlöchern. Nein, wenn große Firmen Arbeitsplätze auslagern, dann passiert das aus Kostengründen, richtigerweise Gewinnmaximierung sowieso, egal ob ein Arbeiter in diesem Unternehmen bis an die Belastungsgrenze geschufftet hat. Am Ende des Tages ist ein Dank in den meisten Fällen nicht zu erwarten. Darüber hinaus sind anspruchsvolle Arbeiten nicht so einfach an einen unqualifizierten möglich zu übergeben, das muss man auch im Hinblick auf die industriellen Veränderungen der nächsten Jahrzehnte sehen. Und will man wirklich mit Arbeitskräften aus den niedersten Billiglohnländern konkurrieren? Sich jegliche Lasten aufbürden lassen?

Aber nur weiter so, die Menschen sollen sich nur weiter bis zum umfallen antreiben lassen. Aber zu Frage, was bringt der ganze Drang nach Wohlstand? Letztendlich doch nur Chaos, Krankheit, Krieg und Krisen. Die Menschen müssen endlich anfangen kleinere Brötchen zu backen und sich nicht immer nur von derart Meldungen beeinflussen zu lassen. Unser Wohlstand ist grundlegend ein propagierter und umworbener, der zwar ein kurzfristiges Wohlfühlen hervorbringt, aber die grundlegendsten Werte und die für das menschliche Leben tatsächlichen Bedingungen nicht ersetzen kann, ganz im Gegenteil.

Es ist eben das leidige Thema des Wachstums, ohne das unsere staatlichen und kapitalistischen Strukturen auf lange Sicht nicht mehr aufrecht zu erhalten sind. Schon weil (in „normalen“ Zeiten) die Zinslasten jährlich steigen, jene, die durch die Produktivität in der Wirtschaft erarbeitet werden müssen. Diese aber ihren Grenzen entgegengehen. Auch die Preise nur deswegen steigen, weil ein Wachstum zur Pflicht geworden ist und es schon vielerorts kein Wachstum mehr geben kann, weil der Mensch nun mal kein Roboter ist, sondern gesundheitliche und physische Grenzen besitzt. Wobei man beim nächsten Thema dieser Entwicklung angelangt sein könnte.

Mag es vielleicht gar nicht so schlecht sein, ein Land/eine Gesellschaft beschränkt sich größtenteils auf seine eigenen Werte und Waren, legt dort das Augenmerk hin? Macht das Beste daraus ohne großen Schaden für Umwelt, Tier und Mensch hervorzurufen? Menschen versuchen sich größtenteils aus den vorhandenen wirtschaftlichen Waren und Gütern zu versorgen, organisiert durch ein System in dem jeder ein halbwegs sorgenfreies Leben führen kann, sich auf grundlegende Werte zurück zu besinnen. Scheint das tatsächlich s abwegig und unmöglich? Alles andere dient doch nur fremden Interessen und zum größten Vorteil anderer.

Man muss endlich anfangen kleinere Brötchen zu backen.

Marcel L.

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