Ein völlig verzerrtes Bild von Chemnitz

Nachdem man nicht genau weiß, was genau in der Nacht des chemnitzer Stadtfestes passierte, ist die Konsequenz, den Ermordeten zu Gedenken und ihm eine friedliche Anteilnahme mit auf den Weg zu geben. Alles andere wäre wiederum zu sehr vorurteilsbehaftet, wie es die mediale Aufbereitung, weitestgehend an der eigentlichen Tat vorbei, gerade wirkungsvoll bestätigt. Allerdings wird bei der ganzen Flut von Informationen und aufbereiteten Eindrücken hinsichtlich der aktuellen Ereignisse in Chemnitz wahrscheinlich vergessen, dass es hier um ein Menschenleben geht, dessen Mörder die größte Verachtung gebührt. Unterdessen wird dieser Tod von allen Seiten mit Unterstützung großer Massen ausgeschlachtet und teilweise lediglich missbraucht für das eigene Label. So sind die Eindrücke einiger objektiver Beobachter gar nicht weit hergeholt, dass linkslastige Medien und das Rampenlicht genießende linke Punkbands diese Aufmerksamkeit der Gesellschaft einmal mehr benutzen, um die Menschen in eigenen politischen und gesellschaftlichen Ansichten zu erziehen. In den letzten Tagen, schlussendlich mit einem Konzert, an dem mehrere tausend Menschen teilnahmen, wurde ausschließlich der Tod eines jungen Menschen zu einem gesellschaftlicher Konflikt missbraucht, währenddessen nur die Wenigsten sich die Anstrengung machen, der momentan angespannten Situation wirklich auf den Grund zu gehen, anstatt zu Pauschalisierung und damit noch dem Rassismus, dem man doch viel zu oft verlogen vorgibt zu bekämpfen, zu unterstützen.

Rassismus ist vielschichtig und vielseitig. Doch geprägt wird das Bild ausschließlich durch die Medien und die Politik. Das rassistische Empfinden äußert sich in einem Bild einer gewissen Höherwertigkeit der eigenen Merkmale, währenddessen alles andere als minderwertig eingestuft und diskriminiert wird. Gerade die deutsche Politik unterstützt unter anderem über europäische Grenzen hinaus dieses Bild wehemend. Rassismus ist keine Einbahnstrasse. An diesem Bild hängen also vor allem politische Interessen, die diese Einstufung letztlich bestimmen. Rassismus geht aber deshalb längst über Sprachen und Hautfarbe hinaus. Schon prinzipiell die Menschen in rechts- und links einzuteilen, kratzt an dieser Definition, oder in Bezug auf die aktuellen Ereignisse allen „Ossis“ eine gewisse Minderwertigkeit aufgrund eines anderen politischen Verständnisses, ja eben auch Äußerlichkeiten, zuzuteilen. Nicht zufällig wird viel zu oft ein sächselnder Ostdeutsche in der medialen Berichterstattung gezeigt, besonders hinsichtlich der aktuellen politischen Auseinandersetzungen. Wer also prinzipiell in Schubladen denkt, läuft selbst Gefahr rassistische Denkmuster mit seinem eigenen Handeln zu etablieren. Nachdruck dessen wird immer durch die politisch beeinflussten Medien verliehen und dieser Tage durch eindrucksvolle Bühnenstücke. Den Menschen wird ausschließlich ein verzerrtes Bild der Realität übermittelt. Das gerade das so gewollt ist und von den vermeintlichen Promis auf der Bühne noch unterstützt wird, bestätigt sich dadurch, dass auch diese bisher keinerlei Anstrengung an den Tag legen, mit diesem politischen Missverständnis aufzuräumen und diejenigen im Rampenlicht tatsächlich den Menschen eine friedlichere Welt möglich machen würden. Aufklärung ist nie ein inszeniertes Konzert oder Bühnenstück, dass das eigene Ego mehr befriedigt, als denen die das ganze für sich ausnutzen die Stirn zu bieten. Konflikte werden nicht gelöst, nur weil man meint 60000 Menschen hinter sich zu wissen. Das was gerade hier abläuft wird die Konflikte ausschließlich befeuern, scheinbar zum Wohlwollen einiger Akteure, anders ist das ganze nicht zu verstehen. Denn man muss sich doch vor Augen führen, dass für die gesellschaftlichen Konflikte besonders Verteilungsprobleme und -mißstände (Klientelpolitik, Vetternwirtschaft, Korruption, Ausbeutung etc.) verantwortlich sind, die durch die Politik erst verursacht werden und gegen die eigentlich eine große Masse auf die Straße geht, und nicht nur eine Migration an sich. Es sind Verteilungskämpfe!!! Bei objektiver Betrachtung muss man schon feststellen, hier und heute hat kein „Rechter“ einen Mord begangen. Wozu also der Hype zu diesem Zeitpunkt genau darum? Müsste nicht doch an dieser Stelle dafür demonstriert werden, dass der Staat nicht nur blind Migration fördert, sondern auch den Schutz aller hier Lebenden gewährleistet? Wer die Hintergründe versteht, versteht auch, warum eben das nicht im großen Umfang so ist.

Marcel L.

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