Tiere haben (keine) Rechte

Tierversuche sind wie alles, was der Mensch dem Tier als überaus mitfühlendes und äquivalentes Lebewesen aufbürdet und antut, zweifelsfrei Egoismus. Sogar ein Wissenschaftler, Mediziner oder andere Befürworter dessen müssten das ohne wenn und aber anerkennen. Auf einer völlig rational betrachteten Ebene ist der Missbrauch von Tieren nicht zu rechtfertigen. Vor allem aber nicht moralisch. Gerechtfertigt wird es ausschließlich mit Hilfe einer selbsterschaffenen, auch von Kultur zu Kultur unterschiedlichen Pyramide des Lebens, in der unterschiedliche Tiere und sogar unterschiedliche Menschen, eben unterschiedlichen Rängen zugeordnet werden. Oben steht natürlich der wohlhabende, herrschende Mensch, dessen größte Sorge schlussendlich auch seine Gesundheit ist. Wie kann es sein, das beispielsweise aus religiösen oder anderen kulturellen Gesichtspunkten eine Rasse geheiligt oder gesondert betrachtet wird, die außer dem Aussehen, in seiner biologischen Beschaffenheit aber völlig gleiche Merkmale aufweist, wie eine andere, deren Daseinsberechtigung in vielen Köpfen nahe Null geht? Die Zuordnung ist dabei meist noch von oben vorgegeben und wird kaum hinterfragt. Letztlich ist davon vieles pure Heuchelei und schiere Arroganz. Der Mensch braucht vor allem die Wissenschaft auch, weil er seinen Wohlstand nicht gefährdet sehen „darf“. Vor allem, wen man davon ausgeht, dass durch die fortgeschrittene Lebensweise gesundheitliche Gefahren hinzukommen, die sich eventuell hätten verhindern lassen können durch eine nachhaltige, biologische und naturnahe Produktion, die natürlich allen voran mit Verzicht und Einhalt einhergehen muss, dort wo es nicht Nötig ist negative Veränderungen vorzunehmen und Verschwendung zuzulassen.

Mit Hilfe von Medikamente wird vor allem die Natur ein Stück weit außer Kraft gesetzt. Da uns das eigene Leben wert ist, ist dahingehend vieles gerechtfertigt in unserer Psyche. Im Tierreich rechtfertigt man als rational denkender Mensch die sog. „natürliche Selektion“, die man beim Menschen vorgeblich zu verhindern gewillt ist. (Die Kriegstreiber werden da anders denken) Aber rechtfertigt unser gefühlsloser Umgang mit anderen Lebewesen tatsächlich unsere eigene Lebensweise, die so mancher Meinung nach, ich will es mal „entertainmentreicher“ nennen ist, als das „langweilige“ Leben eines Tieres, das doch außer schlafen und essen der grundlegenden Meinung nach, keine „Lebensqualität“ besitzt. Nun genau das Wort ist es, was hier passend angeknüpft ist. Die höherbewertete „Lebensqualität“ des Menschen soll es rechtfertigen über andere Lebewesen zu entscheiden. Dabei wissen die meisten nicht einmal, die derart Thesen aufstellen, welche Verhaltensweise unter anderen Lebewesen üblich sind. Menschen, die kürzlich erst darauf gekommen sein mögen, Tiere als „fühlende Lebewesen“ einzustufen mit einer ganz eigenen Psyche, darf man das deren eigenen Art grundlegend absprechen, denn das zeigt bis dato von wenig Verstand innerhalb der eigenen Spezies.

Die Sichtweisen bezüglich des Status Quo über andere Lebewesen sind aber auch hier wieder rein subjektiv, denn die menschliche Lebensweise, wie es vor allem in den hochentwickelten Industrieländern vorzufinden ist, ist nun wirklich alles andere als die Beste. Da muss man ganz klar andere vorziehen. Das stellt die Aktivität eines Lebewesens/Menschen auf eine höhere Ebene als das eines „trägen“ Tiers, das sich letztlich doch zu Gunsten seiner Umwelt mit weniger zufrieden zu geben scheint. Wovon letztlich die Konkurrenten dieser Wesen profitieren, die das eben für sich ausnutzen. Dieses Bild spiegelt letztlich ausschließlich das für den Menschen selbst geschaffene Bild über anderer Lebewesen wieder und sicher nicht das realistische und tatsächliche Bild, in dem andere Tiere ebenso aktiv und frohen Mutes ihr Leben bestreiten können. Eben außerhalb der Haustierzucht, Massen- und Nutztierhaltung, der Zirkuse oder Zoos.

Die Gesellschaft muss grundlegend umdenken. Viele Tierversuche werden schon allein dahingehend notwendig, dass es von Seiten der behördlichen Zulassung unbedingt erforderlich ist, Studien an einem lebenden Subjekt dokumentiert und miterforscht zu haben. Hinzu kommt der Zeitfaktor der Zulassung einer alternativen Methode, die Tierversuche außen vor lässt. Hier soll die Spanne annähernd 10 Jahre betragen. Bessere Reproduzierbarkeit, verkürzte Testdauer und geringerer logistischer Aufwand wären oftmals ohne immense behördliche Anforderungen und Auflagen gegeben. Problematisch ist es dahingehend auch, dass man zu stark in alten Mustern der Forschung und Wissenschaft gefangen scheint, so dass man eine gewisse Scheu und Unvertrauen vor bzw. in alternative/n Methoden besitzt. So stehen auch dahingehend ältere Generationen einer positiven Entwicklung sehr oft entgegen. Zu berücksichtigen sind dahingehend auch Untersuchungen an toten Tieren in der Lehre, an Hochschulen und Universitäten, wo wirklich vieles durch vorhandene Computersysteme ersetzt werden könnte, da vor allem diese wissenschaftlich zu vermittelnden Kenntnisse weitreichend vorhanden sind und für die schon einmal Tiere sterben mussten. Dahingehend sagt das Tierschutzgesetz, dass Tierversuche unzulässig sind, wenn der verfolgte Zweck durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann. Und genau das ist in der Ausbildung vor allem gegeben.

Nun entgegen anderer Länder mit grausamster Tierquälerei haben wir tatsächlich ein Tierschutzgesetz, das die Menschen dahingehend disziplinieren soll. Doch wie eben viele unsere scheinbar unverletzlichen Gesetze findet es kaum Anwendung. Demnach wäre die Massentierhaltung einer Großindustrie oder zahlreiche Tierversuche und -missbräuche undenkbar. Dahingehend ist nicht vordergründig wichtig, wie sich der Staat oder die Wirtschaft dem gegenüber verhält, dort sind Gesetzesbrüche nun leider an der Tagesordnung. Nein, wichtig ist die Umsetzung derartiger Gesetze in den Köpfen eines jeden Menschen, sein Verhalten dahingehend zu steuern.

Gesetze sollten vor allem als Verhaltensnorm im eigenen Bewusstsein verankert sein. Eine Gesellschaft, die ausschließlich auf Verordnungen und Gesetzen übergeordneter Politiker angewiesen ist, ohne ein Bewusstsein für die Hintergründe zu entwickeln, wird grundlegend nicht lange bestehen können.

Marcel L.

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