Lasten über Generationen

Kredit ist in die Zukunft verlagerte bzw. zu erbringende Arbeitsleistung plus zu erbringender Mehraufwand entsprechend dem Zins und Zinseszins. Das vom Staat den Banken exklusiv gewährte Kreditgeldschöpfungssystem und erhobene Zinssystem bedeutet bei heutigen Größen nichts anderes als im Endeffekt die Verlagerung der Schulden auf die Nachkommen seiner Gesellschaft (eigene Kinder), was zu deren Last und Abhängigkeit (Schuldsklaverei) führt und solange dieses System nicht geändert wird auch deren Kinder und so weiter. Das ist natürlich von den Erfindern und Profiteuren so gewollt und wird um jeden Preis, wirklich um jeden Preis (wenn notwendig einschließlich Krieg, Gefängnis, Folter, Mord) verteidigt.

Da das ganze Kreditgeldsystem mit Zinssystem, wie eben auch das Staatssystem bewusst institutionalisiert wurde und ist, wird damit aktiv verschleiert das (meist Wenige) privilegierte Personen davon übermäßig profitieren und weiterhin profitieren werden.

Wie gesagt, das funktioniert so gut beim Geldsystem genauso wie beim Staatswesen.

Man sagt halt die Zinsen (zu erbringende Arbeitsleistung) bekommt die Bank, bzw. die Steuern (erbrachte Arbeitsleistung) bekommt der Staat. In der Realität besteht die Bank sowie der Staat aber aus Personen/Menschen und die Privilegierten unter Ihnen, bei Banken Vorstände, Großeigentümer, beim Staat Regierung, Parlamente, Politiker und hohe Angestellte. Diese nutzen das System zu unangemessener bis hin zu maßloser Selbstbereicherung (bei Banken Bsp. Boni Deutsche Bank und abgehobenen Gehälter oder beim Staat unverschämte Diäten und Pensionen weit über Volkseinkommen mit fortlaufende Diäten- und Pensionserhöhung, Sitzungs- & Ausschussgelder und Privilegien wie hohe eigene steuerfreie Aufwandszuschüsse sowie für Bedienstete, Ausrüstung, Räume und so weiter. Die Privilegierten handeln nach dem Motto Wasser predigen und Wein saufen. Deshalb leben vor allem die Privilegierten über ihre Verhältnisse.

Die immer propagierte Phrase, wir würden (alle zusammen) über unsere Verhältnisse leben ist so grundlegend falsch aber beabsichtigt und erfüllt seinen Zweck.

Geld ist im ursprünglichen Sinne ein Tauschmittel von Waren und Arbeitsleistungen, wurde aber wie oben von Skrupellosen okkupiert, um es als Werkzeug zur immer währenden Schuldgeldsklaverei gegen die Masse der Gesellschaft zu benutzen. Das trifft sowohl auf Bargeld (einziges heutiges gesetzliches Zahlungsmittel), wie auch auf Kreditgeld/Buchgeld (heutzutage Giralgeld/electonic Money, weil die Bücher heute Computer sind) zu. Die Banken und der Staat beeinflussen das Geld mit der eigenen Bewertung von Inflation. Die jährliche Inflationsrate ist der Beweis, das der Wert für Arbeit, Güter, Lebensmittel etc. permanent manipuliert wird.

Wie kann man diese Okkupation lösen, wenn die Privilegierten diese um keinen Preis aufgeben wollen. Wahrscheinlich nur mit Macht, aber die liegt aufgrund kontinuierlicher historischer Hinwirkung sowie Verschleierung der Verhältnisse quasi als Voraussetzung zur dauerhaften Okkupation des Geldes auch bei den Privilegierten.

Die Grundursache schlechthin liegt schlicht und einfach in der Entwicklung des Lebewesen Mensch zum Wirtschafts-/Arbeitsmensch in Gesellschaft und dem resultierenden von der Gesellschaft geschaffenen Mehrleistung/Mehrwert über den eigen Lebensgrundbedarf/-verbrauch, der früher direkt Ware/Arbeit gegen Ware/Arbeit, heutzutage indirekt mittels Geld getauscht wird.

Die einseitige Bereicherung an der Gesellschaft geschaffenen Produkten und Arbeitsleistung und die Differenzierung/Hoch- bzw. Niedrigwertung unterschiedlicher Produkte/Arbeitsleistung zur Privilegierung/Vorteilsnahme erschuf die bis heute stetig zur Verschleierung wandelnde (Sklaven-) Zivilgesellschaft.

Marcel L.

8 Comments

  1. Der Kredit begründet eine Schuld, genauer ein Versprechen auf Rückgabe oder entsprechenden Ausgleich oder Gegenleistung. Er begründet keine Zinsen. Wenn ich Dir eine Tüte Mehl borge, erwarte ich nicht, dass Du mir zwei Tüten zurück gibst. Schon an dieser Stelle lohnt es sich, das Gedankenkonstrukt dahinter zu hinterfragen. Kredit ist nicht gleich Geld und Geld allein begründet keinen Zinsanspruch. Es kommt auf die Art des Geldes, die Art seiner Entstehung und die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse an. Ein Kreditgeldsystem ohne Zinsen war das Fei Lun. Wenn Geld ein reines Gutscheinsystem wäre, welches nur bei einer erbrachten Leistung entsteht und bei Verbrauch vernichtet wird, es also keinen Geldumlauf geben würde, brauchte ebenfalls niemand Zinsen. Ich meine, dass man so ein Geldsystem für die Zukunft denken sollte. Damit würde der Tausch, wie man ihn heute kennt – und der Natur völlig unbekannt ist -, verschwinden. ( Allein die Shareholder würden »verhungern« ;-))

    Noch eine Anmerkung zum Tausch: Es gibt bisjer keinen historischen Beweis dafür, dass es innerhalb einer Gemeinschaft jemals Tauschhandel gab, der dazu führte, dass man Geld benötigte. Diese Geschichte von Adam Smith ist eine reine Fiktion. Innerhalb von Gemeinschaften wurde kooperiert. Das passt natürlich nicht zu der Ideologie des Kampfes jeder gegen jeden. Vermutlich gibt es deshalb große Anstrengungen, das Gemeineigentum zu privatisieren und das Gemeinwesen zu zerstören. Dann könnte man diesen Mythos aufrecht erhalten. Schließlich beruht auch die Ökonomie darauf.

    1. Carlo, alles richtig was du sagst nur in dem Beitrag wird das bestehende (Geld)System mit seiner Auslegung behandelt und Dieses so wie es derzeit und in der Vergangenheit besteht ist eben immer währende (Lohn)Sklaverei, wennman es auf den Grund herunterbricht. Also simpel für jeden verständlich ausspricht.

      1. Hallo Uwe, meine Zeilen beschreiben natürlich nicht den Zustand. Sie hinterfragen die Grundannahmen und Logik der gegenwärtigen Bedingungen und verdeutlichen, dass man keine anderen Ziele erreichen wird, wenn man sich in den vorhandenen Denkvorgaben bewegt.
        Ich denke, dass es wichtig wird, nicht nur den Zustand zu beschreiben, sondern auch den Denkraum für Visionen zu schaffen. So betrachtet, kannst Du meinen Text als Ergänzung verstehen.

  2. Die Vasallen und Lakaien des Staates als willfähriger Staatsapperat sowie Ausführende der Herrschaft sind die Basis des Gewalt und Machtmonopols, ohne diese wären die Herrschenden absolut machtlos.

  3. Leider gab und gibt es bisher immer Menschen die für Geld skrupellos absolut alles tun.
    Selbst erlebt und dadurch eine Augenöffner über diese Menschen und den herrschenden Staat.
    Von wegen Demokratie, Gewaltenteilung, Recht und Gesetz. All dies leere Propagandaworthülsen und alles wird zu Gunsten des „Staates“ der Machteliten angelegt, ausgelegt, benutzt bzw. notfalls abgeändert und geschaffen.

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