Europa droht ein Religionskrieg

Schon im Vorfeld der neuerlichen US Präsidentschaftswahlen erkannte man ein reges Interesse am Republikaner Donald Trump von Seiten der Israel-Connection, einer der größten Denkfabriken in den USA. Letztendlich spielt aber die jeweilige Figur an der Spitze der Vereinigten Staaten kaum noch eine Rolle. Die Interessen sind unverändert militärisch und imperialistisch, eben auch im Hinblick auf den jüdischen Staat Israel. Anfängliche Hoffnungen in die Person Trump sollten längst passê sein. In seiner bemerkenswerten Rede vor dieser großen Interessensvertretung für ein „scheinbar unscheinbares“ Großisrael, ließ er keine Zweifel offen, auf aggressiven Konfrontationskurs mit dem überwiegend muslemischen Iran zu gehen, den augenscheinlich größten Feind der israelischen Führung im Nahen Osten. Er versprach regelrecht Krieg gegen diese Macht im Nahen Osten zu führen, um die Interessen Israels zu realisieren, letztendlich aber weniger zu verteidigen. Damit ist der Iran auch der Feind der USA, den diese scheinen mehr oder weniger der längere Arm des israelischen Regimes zu sein. Das sollte einiges der vergangenen Politik im Nahen Osten gegen den Iran erklären. Denn vieles der Ziele und Strategien der USA basieren im hohen Maß auf die territorialen und religiösen Interessen der Zionisten im Nahen Osten, neben machterhaltenden bezüglich des Petrodollar (momentan noch), das steht aber mittlerweile grundlegend außer Frage.

Nun scheint also mancher Groschen gefallen zu sein. Trump, der sich mit allen Facetten zur israelischen Führung und deren umfangreichen Interessen bekennt, scheint die glorreiche Figure zu sein, der die Verwaltung der USA stilgerecht gegen die Gegner Israels stellt. Das scheint momentan der gesamte Islam zu sein, in dem Hinblick durchaus China interessant erscheint.

Steve Bannon, der vom neuen US-Präsidenten Donald Trump zum Hauptstrategen der USA ernannt wurde, na oder eben schon feststand, soll schon im Juli 2014 gegenüber dem Vatikan zum Ausdruck gegeben haben, dass „der jüdisch-christliche Westen in einer Krise ist … Wir sind am Anfang von einem sehr brutalen und blutigen Konflikt.“ Das war noch lange vor der jetzigen Präsidentschaft und lässt deshalb einige Merkwürdigkeiten der jetzigen „neuen“ Ziele offen, sie sind eben nicht neu. Ferner stand seit jeher fest, dass der Islam in seiner jetzigen Form und in seiner Ausdehnung im Nahen Osten bzw. darüber hinaus bekämpft werden sollte. Das bekräftigt auch die umfassende Propaganda. Aufschlussreicher werden diese Ziele eben noch dahingehend, dass Bannon große Sympathien dem zionistischen Judaismus zugerechnet werden. Er scheint die politische Agenda Israels grundlegend zu unterstützen. Der Westen solle eine sehr, sehr aggressive Haltung gegen den islamischen Faschismus einnehmen. Zumeist werden die Gedanken von derart Menschen hervorgebracht, die eigens faschistische Ziele und Ideologien in sich tragen. Da scheint eben grundsätzlich die israelische Führung dazu zugehören, sowie deren Unterstützer.

Somit hat man jahrelang eine islamistische Terrororganisation geschaffen, bzw. es waren unzählige, um darin einen Hauptfeind in die westliche Welt zu tragen. Teilweise auch sehr erfolgreich gelungen. Selbstverständlich stecken mehrere Ziele dahinter, doch scheint es grundsätzlich ein sehr wichtiger zu sein.

Hinweis darauf geben tatsächlich sämtliche antiislamische Dekrete, die von der neuen US-Führung sehr schnell auf den Weg gebracht wurden. Einreiseverbote und Abschiebungen grundsätzlich islamischer Herkunftsländer, Hass schüren, Aufrüstung und Militarisierung des gesamten Westens gegen vermeintliche islamistische Regierungen etc. Auch damit die Ankündigung den IS grundsätzlich zu vernichten, öffnet sämtliche Türen von Operationen im Nahen Osten, ohne der Bevölkerung zu viel zu offenbaren. Unter dem Vorwand der permanenten (islamistische) Terrorgefahr, die seit dem 11. September für jegliche Willkür herhalten darf, lässt sich das nun teilweise unbeeindruckt faschistischer Hintergründe durchführen. Sicherlich spielt auch neben grundsätzlich religiösen Interessen eine Rolle, dass die vorwiegend moslemischen Länder die rohstoffreichsten auf der Erde sind. Letztlich gibt es immer mehrere Strategien, sowie mehrere Interessen und Profiteure. Darum soll es aber momentan hierbei nicht gehen.

Auch Bannons Haltung zu China ist eine überaus gefährliche. China ist in seiner Grundhaltung mehr oder weniger konfessionslos gegenüber den größten Religionen, doch soll es zahlreiche Christen in China geben. Vielleicht hat man Angst, dass sich der Islam grundlegend nach Fernost ausbreitet. Auch in diesem Zusammenhang fordert man eine große christliche Armee des Westens, die die „Gefahren der Barbarei“ ausrotten sollen. Im religiösen Fanatismus braucht es offenbar keine Sinnhaftigkeiten, um die Konflikte zu rechtfertigen. Grundlegend geht es in Sachen China eher um eine prinzipiell wirtschaftliche Geschichte.

Letztlich könnte das ein ganz anderes Licht auf die derzeitigen Geschehnisse werfen. Es wird spekuliert, Russland im Kampf gegen den sich ausbreitenden Islam mit ins Boot zu holen, was aber grundlegend gegen das Bündnis mit dem Iran sprechen würde, aber für die Annäherung zu Russland. Darüber hinaus wären islamfeindlich Regierungen in Europa, wie in Frankreich, Niederlande oder auch in Deutschland, sehr zum Vorteil einer Strategie, eine geeinte und starke Opposition gegen die Ausbreitung des Islam, zu etablieren. Kriege mit vielen Toten zu veranlassen. Die Nähe und das Bekenntnis der islamfeindlichen Parteien zu Israel ist längst kein Geheimnis mehr, und würde nur zu gut in zionistische Strategien passen, den Islam, vor allem in seinen jetzigen Grenzen zurückzudrängen. Die Regierung in Israel legt vor allem auch einen Anspruch auf die Rohstoffvorkommen im Nahen Osten, die bisher durch islamische Regierungen beherbergt und verwaltet wurden.

Bannon teilt darüber hinaus die amerikanische Geschichte in Zyklen auf, wobei jeder Zyklus 80 Jahre erfasst und immer den gleichen Ablauf zulässt. Krisen herbeiführen, Institutionen einkreisen, Rebellen gegen diese Institutionen, schlussendlich vergessen und die nächste Krise schaffen. Die Finanzkrise solle dabei ein Vorzeichen eines neuen Zyklus sein. Der letzte Ausgangspunkt war mit dem Ende des 2. Weltkrieges geschaffen wurden. Es soll die letzte Ordnung, eben alle 80 Jahre, bereinigt und eine neue an ihre Stelle gebaut werden. Das eben stellt auch die Basis für den bekannten Kriegszyklus dar, der in Kürze seinen neuen Höhepunkt finden soll. Da das System in seiner Gänze an seinem Höhepunkt angelangt zu sein scheint, liegt ein derartiger Plan nahe und scheint für die herrschenden Kapitalisten überaus sinnvoll, sich ihrer Lasten zu entledigen. Eben diese Gelegenheit bietet sich in den nächsten Jahren für die Mächtigen der Welt/des Westens. Damit würde sich erneut ein Puzzelteil im geostrategischen und imperialistischen Streben fügen.

Letztlich zeigt das nur ein weiteres Mal, dass der Westen/die USA den „islamistischen Jihad“ eigens erschaffen haben, um ihren Zyklus, ihr System länger am Laufen zu halten. Darüber hinaus über den asiatischen Raum zu expandieren, Europa hat man schon längst vereinnahmt. Die zionistische Führung in Israel und den USA spielt eine unbemerkt erhebliche Rolle im politischen Interventionismus des Westens, wahrscheinlich sogar die einzige.

Menschen wie der wichtigste Berater Bannon der neuen US-Führung treiben die Völker samt allen weltlichen Errungenschaften tatsächlich auf eine Klippe zu, was es grundsätzlich heißt zu erkennen. Sollte sich das oben aufgeführte bewahrheiten, stehen die europäischen Länder tatsächlich vor Bürgerkriegen, die in Frankreich schon längst präsent zu sein scheinen. Kulturelle Konflikte waren eben schon längst vor der massenhaften Einwanderung von Menschen aus muslimischen Ländern und Kriegsverfolgten bekannt und absehbar. Schlussendlich vorsätzlich eskaliert, und wir sehen nicht mal die Spitze des Eisberges voraus. Die Religionen werden seit jeher nur dazu benutzt, individuelle Ansprüche zu festigen, sich zu bereichern oder militärische Konflikte zu rechtfertigen und Menschen für die eigenen Ziele zu missionieren. Die Schachspieler schlagen vermutlich momentan ihre größten und gefährlichsten Züge dieser neuerlichen Zeitrechnung. Denn diese haben den großen Krieg längst geplant. In Unwissenheit vieler, die sich ihrer Stricke nicht entledigen wollen.

Marcel L.

Anhang: Wenn man die Gründe dieses Konflikts verstehen will, muss man sich nur beispielsweise den Konflikt um die Golanhöhen an der syrisch/israelischen Grenze vor Augen führen, die hart umkämpft ist zwischen Syrien und Israel. Der Jordan trennt Israel außerdem von Jordanien. Der Konflikt schließt die Versorgung der jeweiligen Völker mit Trinkwasser ein, dass in dieser Region sehr begrenzt vorhanden ist und jede Partei für sich beanspruchen will. Der unmittelbare Jordan ist die bedeutendste und wichtigste Wasserquelle im Nahen Osten. Der Krieg um Wasser wird noch sehr grausam werden in der Zukunft. Je weniger Menschen in diesem „armen“ Raum, desto mehr bleibt für diejenigen, die aufgrund ihre Stärke überleben. In diesem Hinblick müsste wahrscheinlich auch die Auflösung der großen Flüchtlingscamps durch die USA/Israel treue UN in Jordanien zu deuten sein.

Quelle: http://www.veteranstoday.com/2017/02/20/steve-bannon-is-preparing-trump-for-a-holy-war/

weitere Infos:

http://edition.cnn.com/2017/01/31/politics/kfile-bannon-on-islam/index.html

http://www.alternet.org/visions/steve-bannons-war-islam-trump-may-not-even-understand-his-advisers-apocalyptic-vision

https://www.theguardian.com/us-news/2017/feb/03/steve-bannon-islamophobia-film-script-muslims-islam

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3 Kommentare

  1. In der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit hat es immer Bürger- und Völkerkriege gegeben und bei genauerer Betrachtung sind sie alle als Religionskriege zu bezeichnen. Die Kriege waren allerdings erforderlich, um an den Punkt zu gelangen, an dem wir heute stehen: Entweder Zivilisation – oder der Rückfall in die Steinzeit.

    Der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion voraus; gelingt dies nicht, müssen die letzten zehntausend Jahre Kulturentwicklung noch einmal durchlaufen werden.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2017/03/wie-funktioniert-religion.html

    • Korrekterweise müsste es dann „neuerlicher Religionskrieg“ oder „Phase“ etc. heißen. Vielen Dank für die Anmerkung. Und zum Rest ihrer Anmerkung fürchte ich leider, es wird nicht gelingen diese zu überwinden. Das lässt die fehlende Vernunft nicht zu. Viele der Gläubigen wissen nicht mal WARUM sie WAS machen, allerdings wäre das in meinen Augen die Voraussetzung um ein von Charakter und Mitmenschlichkeit geprägtes Miteinander zu schaffen. Aber dazu sei noch zu sagen, sie sollen es gar nicht, denn hauptsächlich macht doch der Glaube an Religionen Interessen möglich, wie man es sehr schön beobachten kann. Letztlich zu oft ein Missbrauch des menschlichen Denkens und eine Manipulation der individuellen Interessen. Aber nur so kann es anscheinend funktionieren und funktioniert es auch. Religionen gibt es meines Erachtens über die 3 weltlichen und bekannten hinaus, auch der Glaube an einen funktionierenden Staat scheint eine Religion zu sein. Religionen gibt es also viele und jede zu große einseitige „Weltanschauung“ stellt auch eine Gefahr dar. Häufig fehlt also die Aufklärung, auch die Weitsichtigkeit und vor allem die Toleranz Andersdenkenden gegenüber. Auch ein Rückfall in die Steinzeit wird aber wahrscheinlich diese Probleme nicht ändern, da der menschliche Intellekt dafür zumeist nicht ausreicht. lg

  2. „Häufig fehlt also die Aufklärung,…“

    Die hat bis jetzt komplett gefehlt:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2017/01/der-weisheit-letzter-schluss.html

    „…auch die Weitsichtigkeit…“

    In der Tat: „Der Kurzsichtige ist selbstsüchtig, der Weitsichtige wird in der Regel bald einsehen, dass im Gedeihen des Ganzen der eigene Nutz am besten verankert ist.“ (Silvio Gesell)

    „…und vor allem die Toleranz Andersdenkenden gegenüber.“

    In der Technik sind Toleranzen immer nur bis zu einem bestimmten Grad erlaubt, anderenfalls kommt es zum Systemversagen. Genauso ist es in der Volkswirtschaft:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2015/09/die-idiotie-vom-unverzichtbaren-zins.html

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