Europäischer Expansionsdrang

Nun ist der Koalitionsvertrag auch dadurch geprägt, Frankreich gemeinsam mit Deutschland eine enorme Verantwortung für Europa zuzuschreiben, denen sich scheinbar sämtlich andere Länder innerhalb europäischer Grenzen unterordnen sollen. Eine gemeinsame europäische Armee ist in konkreter Planung. Die Weichen dahingehend werden aber von ganz anderen Positionen aus gestellt. Da Frankreich aber auch in den vergangenen Jahrzehnten immer an vorderster Front auf Krisen und Kriege (speziell in Afrika und im Nahen Osten) hingearbeitet hatte, ebenfalls aufgrund seiner kolonialen Vergangenheit, liegt es nahe, dass das europäische Projekt weniger die Funktion als Friedensstifter erfüllt, als das grundlegend mit militärischen Mitteln Europa, d.h. die EU, zu kolonialer Stärke verholfen werden soll, was aber die Gefahr wachsen lässt, Konflikte und Kriege auf gesamteuropäischen Boden zurückzubringen. Nicht etwa aufgrund von Schwäche, sondern als Mittel zum Zweck und der Folgen der neuerlichen Ausdehnung. Egal auf welchen Energieträger Europa zukünftig angewiesen sein wird, es wird erforderlich sein, die Ressourcen dafür aus anderen Ländern zu fordern. Frankreich setzt weiterhin auf Atomkraft, was zwangsläufig die weitere Besetzung Malis und dem Niger als größte Vorkommen an Uran nötig machen sollte und die Unterstützung terroristischer Gruppen. Dahingehend orientiert sich auch die Bundeswehr enorm an Frankreich. Afghanistan zum Beispiel gilt als Land, das große Vorkommen an seltenen Erden hervorbringt, die noch völlig unerschlossen sind. Nordkorea soll auch über 200 Millionen Tonnen an seltenen Erden besitzen. China ist schon aufgrund seiner Größe reich an Rohstoffen. Die große Mengen an noch unentdeckten Mengen von Rohstoffen unter dem Pazifik etwa, lassen eine Erschließung und Förderung von begehrten Rohstoffen nur mit viel Aufwand und Kosten zu. Der von der Politik und Wirtschaft bekräftigte Wandel in der Umsetzung von Dingen des alltäglichen Lebens hin zu mehr Digitalisierung, Technik oder elektronisches Verarbeiten, letztlich mehr Wohlstand und Bequemlichkeit, bedarf folglich auch weiterhin mehr an Ressorucenausbeutung, dessen Folgen kaum Beachtung finden.

Marcel L.

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