Feindbilder für die Rüstungsindustrie

Nordkorea oben mit dabei

Rüstungsunternehmen mit Sitz in den Vereinigten Staaten machten 2015 einen Umsatz von über 200 Mrd. US-Dollar (von insgesamt mehr als 400 Mrd. weltweit). Das zeigt schon den relativ großen Anteil an der amerikanischen Wirtschaftsleistung (knapp 19.000 Milliarden).

Nachtrag an dieser Stelle: Eine schöne Beschreibung des Wortes „relativ“ durfte ich in einem Wörterbuch nachlesen: „Ein Haar auf dem Kopf ist relativ wenig — ein Haar in der Suppe ist relativ viel.“ Das bedeutendste Haar (oder auch mehrerer) in dieser Suppe der amerikanischen Wirtschaft ist wohl hier (in diesem Zusammenhang) die Rüstungsindustrie.

Das Geschäft mit dem Leid und dem Tod Tausender von Menschen jährlich weltweit durch Waffen und Kriegstechnik ist somit für die Rüstungslobby ein sehr erfolgreiches. Allein auf das größte Rüstungsunternehmen der USA Lockheed Martin entfielen mehr als 40 Mrd. US-Dollar Umsatz. Tendenz steigend. Vor allem seit dem die neue US-Führung im Amt ist, sind bemerkenswerterweise die Aktienkurse der größten Rüstungsunternehmen nochmals in steile Höhen gestiegen. Gut sichtbar war die Situation unmittelbar um die Wahl des neuen Präsidenten. Die USA planen in den nächsten Jahren Rüstungsausgaben von jährlich rund 700 Milliarden US-Dollar, da freuen sich die Big-Player der Großkonzerne heute schon, vor allem auch die Kreditwirtschaft der Großbanken.

Somit lohnt es sich permanent Konflikte zu schüren und vor allem unter der Gesellschaft Feindbilder zu schaffen, somit der Rüstungsindustrie die nötige Rechtfertigung zu geben, sich doch zumeist von Steuergeldern zu bereichern. Vor allem die eigene Bevölkerung muss daher permanent mit der allgegenwärtigen und besser noch der persönlichen Gefahr des internationalen Terrors oder aufgebauter Schurken erfolgreich bekehrt werden, um mit der Linie der Regierung, deren korrupte Bestandteile und „Interessenvertreter“ dieser Industrie (Rüstung, Finanzen), einverstanden zu sein. Die drohende Eskalation im Nahen Osten sollte daher ebenfalls stark durch die Rüstungslobby beeinflusst sein. Was ist es für ein bemerkenswert und trauriges Argument, welches man vorgibt, den Menschen den Erhalt der Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie zu verkaufen, womöglich für den Frieden, und somit diese Rechtfertigung zu diktieren. Frieden wurde noch nie durch Waffen erkämpft und die Rüstungsindustrie, in der viele Menschen ihr täglich Brot verdienen (dürfen), hat noch nie etwas zum Frieden beigetragen, denn das wäre mehr als geschäftsschädigend. Die denkbare Firmenphilosophie erlebt auch ein nicht eingeweihter täglich in der Berichterstattung eines öffentlich rechtlichen zur Hauptsendezeit, sowie in zahlreichen anderen vom Militarismus beeinflussten Organisationen und Presselektüren.

Somit könnte man überspitzt einen möglichen Giftgasangriff bei dem Frauen und Kinder grausam hingerichtet würden, als regelrechte PR-Aktion für und an die Rüstungslobby verstehen. Leider muss man die Situation derart nüchtern betrachten. Eine Situation, deren Details und Ursachen permanent völlig verdreht werden. Dabei ist es nicht mal sicher, ob dieser Giftgaseinsatz überhaupt stattgefunden hat, da die Quellen in den Kriegsgebieten, die der breiten Öffentlichkeit Bericht erstatten, ebenfalls ausschließlich Interessenvertreter und propagandistische Organisationen darstellen, die im Westen selbstverständlich den Krieg, verschuldet durch „antiwestliche und antidemokratische Schurken“, als einem gegen die Menschheit verkaufen. Letztlich aber ist es jegliche Politik oder Lobby, deren Interessen kriegerische und unmenschliche Konflikte fordern und fördern. Vermeintliche „Friedensorganisationen“ wie die „Weisshelme“ sind alles andere als Friedensstifter und Kritiker derer, von denen sie eigentlich bezahlt und organisiert werden. (vermutlich Al-Kaida nah, die ebenfalls vom Westen unterstützt werden, für eigene Interessen.) Letztlich ist jedes Misstrauen und alle Kritik an solchen fadenscheinigen Organisationen, die augenscheinlich Regierungsorganisationen darstellen, angebracht. Darin wird die Agenda nur zu gut sichtbar.

Nun könnte es durchaus möglich sein, dass Trump vom Angriff auf die Militärbasis in Syrien nichts gewusst hat, es später aber als Anordnung einräumen musste um seine eigene Autorität nicht als untergraben preiszugeben. Ebenfalls ist möglich, dass die Tragik eines Giftgasangriff dazu benutzt wurde, vom Trump einen Schießbefehl zu erhalten. Immerhin stellt der Präsident den obersten Befehlshaber des Militär dar. Doch mussten ebenfalls der chinesische Präsident, sowie der russische eingeweiht sein, da eine derartige Militäraktion zum einen zur Zeit des Besuchs des chinesischen Präsidenten als eine diplomatisches und internationales Tabu viel Konflikt provozieren würde. Derart treist wären nicht mal die Verantwortlichen der USA. Zudem China im Grunde im Nahostkonflikt gegen die amerikanischen Ziele steht. Die russische Flugabwehr war auch nicht in Bereitschaft. Eventuell musste Trump tatsächlich den Hartgesottenen in der amerikanische Politik etwas bieten, um sich ein wenig aus der Schussbahn zu bringen. Bis weilen aber alles nur Spekulation und Annahmen. Was sicher sein dürfte, dass die beiden hochrangigen Politiker aus den USA und China gut gespeist und gesoffen haben dürften, wobei ausschließlich die eigenen Interessen und Vetternwirtschaften eine Rolle spielten. Ablenkung der Gesellschaft von eigenen (und gemeinsamen) Interessen, Kooperation und Vetternwirtschaften sollten allen hochrangigen politische Seiten recht sein. Vordergründig Feindseeligkeiten austragen, aber gemeinsame Geschäfte hinten herum tätigen. Politiker kämpfen immer nur für ihre eigenen Vorteile.

Lässt man die Interessen der Rüstungslobby außen vor, könnte man schon meinen, dass zwischen Nordkorea und dem Westen weiterhin der Kampf zwischen dem Kommunismus und dem Kapitalismus ausgetragen wird. Feindseeligkeit beherrschen das Bild seit Ende des zweiten Weltkriegs, als Japan, ein Verlierer des Krieges, aus Korea verdrängt wurde, stattdessen die kapitalistischen USA und die kommunistische Sowjetunion Nordkorea und Südkorea durch den 38. Breitengrad voneinander getrennt hatten. Speziell der Koreakrieg war für die Koreaner bezeichnend, in dem viele Zivilisten, Frauen und Kinder, der Kaltblütigkeit der US-Generäle zum Opfer fielen. Wahrscheinlich galt es auch einen Keil zwischen das kommunistische Russland und das ebenso kommunistische China zu schlagen. Doch sichtlich verlieren sich viel Wut in der Bevölkerung über mehrere Generationen, dass Feindbilder, wenn erwünscht nur durch Machthaber aufrecht erhalten werden können. Am Beispiel von Vietnam kann man genau das Erkennen. Große Teile der vietnamesischen Bevölkerung wurden im Vietnamkrieg mit dem Unkrautvernichtungsgift von Monsanto, Agent Orange, vergiftet. Es war ein grausamer Krieg um Einfluss im Fernen Osten. Heute ist Vietnam ein großer Handelspartner von der USA mit einem Handelsvolumen von über 35 Milliarden Dollar. Ist die Bevölkerung also nachtragend? Viele westliche Produkte werden in der vietnamesischen Billiglohnindustrie gefertigt, die Menschen werden ausgebeutet für westlichen Wohlstand. Doch die Menschen scheinen nicht zu murren.

Die wirklichen Absichten sind schwer nachzuvollziehen, obwohl die Konkurrenz und der Konflikt der US-Führung mit dem Kommunismus allgegenwärtig war. Die Zeiten ändern sich, eben auch die Feindbilder, und zu was diese gebraucht werden sollte hinlänglich nun bekannt sein. Seit der Kommunismus mit dem Bruch der Sowjetunion als verbreitetes Feindbild gestorben ist, versucht man folglich neue zu schaffen. Schon vor dem 2. Weltkrieg wurden mit dem vermeintlich „bösen“ Hitler große Rüstungsgeschäfte abgeschlossen, bei den auch amerikanische Banken über Kredite involviert waren. Der stete Absatz an Rüstung, die große Summen vereinnahmt. Gewinne tragen die Banken und die Rüstungsindustrie und die Steuerzahler blechen, am besten noch für ihr eigenes Verderben.

Nordkorea ist somit der Feind, den die US-Rüstungsindustrie, aber auch die Regierung braucht, um den Menschen ein Sicherheitsrisiko verkaufen zu können, Militärausgaben, Steuern etc.

Wobei man bei Trump tatsächlich hätte denken können, dass er anstatt eines militärische Schachspiel ein wirtschaftliches konzentriert. Doch gegen gewisse Kräfte in den USA, die seit Jahrzehnten die Fäden ziehen ist kaum anzukommen. Gerade deswegen ist er eigentlich angehalten, die versprochenen Steuersenkungen einzuhalten, um das ausgesprochene Vertrauen der Bevölkerung nicht zu verlieren. In der amerikanischen elitären und regierenden Oberschicht ist ein Machtkampf ausgebrochen, auch der die gesamte Welt vereinnahmt.

Nordkorea ist aufgrund der Geschichte stark abhängig von China und Russland. Letztlich kann man an Deutschland sehen, wie eine Besatzung funktioniert mit scheinbarer Souveränität. Da heraus ist schon denkbar, dass nordkoreanische militärische Inszenierungen mit eben diesen Mächten abgesprochen sind, diese über die wahren Absichten bescheid wissen sollten. Die USA haben dennoch große wirtschaftliche und militärische Interessen in der Region. Keiner der Weltmächte will sein Gesicht verlieren, jeder will besser sein als der andere. Das ist all zu oft die Grundlage für Krieg und Konflikte zwischen den Großmächten.

Marcel L.

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8 Kommentare

  1. Ja, wir leben in einer selbsterschaffenen Welt in der die größten Massenmörder und Kriegstreiber „aller Zeiten“ mit dem Friedens- Nobel- Preis bedacht werden und wir dürfen es weder erwähnen welcher Schlächter noch Massenmörder er ist denn, seine Hautfarbe verbietet das? Wir leben in einer Welt in der selbsterschaffene Psychophaten Kinder köpfen und vergasen um damit Propaganda zu betreiben und dafür bekommen sie den von uns allen so geliebten Oskar und Applaus von den Sternchen und Sternen und wir dürfen nichts dagegen sagen denn Hollywood ist die Realität und nicht das was uns umgibt?
    Wir leben in einer Welt in der wir für die Verfehlungen unserer Vorfahren zahlen sollen aber das Unrecht welches mit unseren Steuergeldern finanziert wird nicht aussprechen dürfen oder welches von den Opfern vergangener Zeit und jetzigen Tätern an den Ärmsten der Armen begangen wird, nicht aussprechen denn sie haben die „unantastbare Religion“ und wir können uns in Selbstgefallen baden wenn wir nichts dagegen machen.
    Wir leben in einer Welt in der min. 90% der Weltbevölkerung der Illusion nachrennt welche uns die Machthaber mit „ihren“ Medien extra für uns erschaffen.
    Faschisten raus??
    Dann müsste man ja fast die gesamte Weltbevökerung auf einen anderen Planeten umsiedeln denn, in dem Moment in dem ein Mensch sich mit diesem Finaz.- und Wirtschaftssytem abfindet und zustimmt, um in und meistens unter ihm zu leben hat er sich gleichzeitig auch zum Faschisten erklärt, ob er es realisiert oder nicht.
    Im dritten Reich wurden die Menschen vom Faschismus verführt (das haben mir Zeitzeugen aus dieser Zeit so oft schon bestätigt), nach dem zweiten Weltkrieg wurde uns der Faschismus von den Besatzern auferzwungen (ob wir wollten oder nicht), und nun, nun leben wir ihn und nennen uns Demokraten der westlichen Werte!!
    Wenn wir die von dir genannten Gegner unter dem alles auf dieser Welt unterworfenen Gesichtspunkt sehen, des Geldes, dann sind da keine Unterschiede in den Systemen. Weder bei Russland, China, USA, Iran oder sonst wo auf diesem Planeten. Sie alle verfolgen das gleiche neokapitalistische und alles unterwerfende und kontrollierende Sytem und können so niemals Gegener sondern nur „Mitspieler“ im gleichen Spiel sein, und die einzigen Gegner in den Augen aller Machthaber auf diesem Planeten sitzen vor dem Bildschirmen und lesen gerade diese meine Worte.
    Wenn Russland und China die USA wirtschaftlich wirklich zugrunde machen wollten hätten sie das schon lange mit vielen anderen verbündeten Ländern machen können aber, wenn man im selben Team spielt foult man ja nicht seine eigenen Spieler.
    Wieviele Menschenleben auf diesem Planeten noch dem System geopfert werden kann niemand auch nur annähernd sagen aber dass es momentan keine Gegenspieler für dieses kranke und menschenverachtende System gibt muss allen klar sein denn, kein Putin, kein China, kein nord Korea oder sonst ein Land sind in der Lage gegen das System und sein Spiel anzukommen, nur die Weiterentwicklung der Menschheit wird diesem System vielleicht eines Tages den Gar aus machen oder es wird komplett außer Kontrolle geraten und uns den Gar ausmachen, die nächsten Generationen werden dieses Spiel leider noch weiterspielen müssen.
    Desto eher wir uns geistig von diesem System enfernen und befreien desto eher werden wir geistige Kräfte freisetzen um ein neues System zu erschaffen welches nicht zur Kontrolle der Menschen dient, sondern „nur“ den Menschen dient!
    LG an alle!

  2. Hallo Marcel

    Ich freue mich über dein Engagement für den Frieden und auch ich finde, jeder Dollar, Euro, etc, der für Rüstung ausgegeben wird, ist einer zuviel. Es wird viel zu viel für Rüstung ausgegeben. Aber bei diesen deiner Ausführungen hätte ich mehr erwartet:

    „Rüstungsunternehmen mit Sitz in den Vereinigten Staaten machten 2015 einen Umsatz von über 200 Mrd. US-Dollar (von insgesamt mehr als 400 Mrd. weltweit). Das zeigt schon den relativ großen Anteil an der amerikanischen Wirtschaftsleistung (knapp 19.000 Milliarden).“

    Kurz überschlagen, macht 200 Mrd Rüstungsausgaben von 19.000 Mrd Wirtschaftsleistung rund 1%. Wie gesagt, ich finde das viel zu viel, aber ist das ein relativ großer Anteil? Und zu was, relativ? Hier mal ein paar Zahlen zum Vergleich der Größenordnungen:

    Die nordamerikanische Öl-, Gas- und Kohleindustrie machte 2014 einen Profit von etwa 257 Mrd Dollar, siehe: http://priceofoil.org/profits-oil-gas-coal-companies-operating-u-s-canada/

    Die US-Agrarindustrie machte 2012 einen Umsatz von rund 395 Mrd Dollar, siehe: https://www.agcensus.usda.gov/Publications/2012/Online_Resources/Highlights/Farm_Economics/

    Der Umsatz der sechs größten US-Banken betrug 2015 rund 413 Mrd Dollar, siehe: https://www.ft.com/content/3c16063a-bf99-11e5-846f-79b0e3d20eaf

    Die US-Autoindustrie machte 2014 knapp 1100 Mrd Dollar Umsatz, siehe: http://www.thedetroitbureau.com/2014/12/u-s-auto-industry-generates-record-1-1-trillion-in-2014-sales/

    Für die einige der obigen US-Industrien sind die ständigen US-Kriege und US-induzierten globalen Spannungen stark geschäftsschädigend.

    Meine Schlussfolgerung daraus: hinter der Kriegslüsternheit der USA stecken vornehmlich andere, mächtigere Kräfte als die Geschäftsinteressen der Rüstungslobby.

    • Vielen Dank für die Zahlen und Fakten. Und damit die Erweiterung an dieser Stelle. Die 200 Mrd. sind nicht zu unterschätzen und das soll hier zum Ausdruck kommen. Für eine derart der Menschheit weitestgehend unnütze Industrie ist das ein relativ großer Anteil. (Relativieren tun eben die „nur“ 1-2%) Eine schöne Beschreibung des Wortes „relativ“ durfte ich in einem Wörterbuch nachlesen: „Ein Haar auf dem Kopf ist relativ wenig — ein Haar in der Suppe ist relativ viel.“ Das bedeutendste Haar (oder auch mehrerer) in dieser Suppe der amerikanischen Wirtschaft ist wohl hier (in diesem Zusammenhang) die Rüstungsindustrie.

      Das die Kriege für oben genannte Bereiche geschäftsschädigend sind, sehe ich teilweise nicht so. Viele derer verstehen sich auch diese zu Nutze zu machen. Vor allem jene Milliardenunternehmen. Die Geschäftsschädigung bei derart hohen und ausgereizten Umsätzen sein mal dahingestellt. Es mag sein, dass diverse Geschäftsbereiche Geschäfte einzuschränken gezwungen sind oder jene verlieren, das ist aber nicht das Thema. Fest steht aber auch, dass die Waffen/Rüstungslobby in den USA eine der Stärksten ist, jene großen Einfluss auf die Politik hat. Letztendlich leben wir in einer Zeit, in der es ausschließlich um Gewinnambitionen geht, wirtschaftliche Stärke und größere Gewinne als der Konkurrent, ganz gleich von welcher Lobby. Und das es von denen noch einige mehr gibt, die ebenfalls große politische Interessen haben, auch mittels Konflikten etc. das braucht man an dieser Stelle denke ich nicht zu erwähnen. Wir leben in einer kapitalistisch und materiell geprägten Welt, da sind alle Geschäftsbereiche potentielle Kriegstreiber. Egal die Rüstungslobby profitiert und weiß ihre Interessen auch den anderen gut zu verkaufen und sich unverzichtbar zu machen. Wenn es Machterweiterung jeglicher Art geht, wirtschaftlich, außenpolitisch, territorial etc. scheint man in den USA nicht um die Rüstungsindustrie umher zu kommen. Alles ist also mit einander verbunden.

      Doch letztendlich bleibt auch wie geschrieben vieles offen. Festlegen in der Hinsicht sollte als Aussenstehenden schwer fallen. lg

      • Marcel

        Ja, du hast recht, die 200 Mrd Dollar US-Rüstungsausgaben sind viel, wie du richtig schreibst, soviel wie der Rest der Welt zusammen ausgibt, und zuviel sowieso. Und erheblichen Einfluss hat die Lobby der Militärzulieferer in den USA auch, zumal zu den Waffenlieferanten ja noch andere ausgelagerte private Dienstleister zu kommen, von Söldnerfirmen bis zum Catering. Mir ging es bloß darum, die Zahl von 200 Mrd Dollar Rüstungsausgaben bezüglich der innenpolitischen Situation in den USA ins Verhältnis zur Wirtschaftskraft zu setzen, die hinter anderen Faktoren der Außenpolitik stehen. Ich glaube, wenn man etwas genauer hinschaut, kann man daraus nicht nur erkennen, dass die Dinge zusammenhängen, sondern auch wie sie zusammenhängen. Ein Beispiel sei mir diesbezüglich vielleicht noch erlaubt: die US-Ölfirma Exxonmobil.

        Die US-Ölfirma Exxonmobil hat 2016 laut Wikipedia 218 Mrd Dollar Umsatz gemacht, also etwas mehr als die gesamte US-Rüstungsindustrie zusammen:

        https://en.wikipedia.org/wiki/ExxonMobil

        Im Jahr 2012 hat Exxonmobil mit der russischen Staatsfirma Rosneft ein Geschäft zur gemeinsamen Ausbeutung mehrerer russischer Öl- und Gasfelder abgeschlossen, von denen das größte Feld von Reuters zitierten Angaben zufolge 85 Mrd Faß förderbares Öl enthält.

        http://www.reuters.com/article/us-exxon-rosneft-idUSBRE83H0UE20120418

        Beim heutigen Ölpreis von etwa 50 Dollar pro Fass haben die 85 Mrd Fass Öl nach Adam Riese (85*50) einen Wert von 4250 Mrd Dollar, also mehr als das 20-fache des Jahresumsatzes der gesamten US-Rüstungsbranche. Steigt der Ölpreis wieder auf 100 Dollar pro Fass, verdoppelt sich der Wert der förderbaren 85 Mrd Fass Öl natürlich und wären dann 8500 Mrd Dollar wert. Kurzer Rede langer Sinn, ein Riesengeschäft, das um ein Vielfaches über dem gesamten Umsatz der US-Militärzulieferer liegt. Das Öl gehört nach dem gemeinsamen Fördern mit Rosneft zwar natürlich nur zum Teil Exxonmobil, aber ein Umsatz im Bereich von weit über Tausend Milliarden US-Dollar dürfte das für Exxonmobil trotzdem noch sein. Und ExxonMobil ist zwar die größte US-Ölfirma, aber nur eine von mehreren. Andere US-Ölfirmen haben auch Geschäfte.

        Doch dann kam die „Ukraine-Krise“ und es gab zusätzlich zu den wegen unterschiedlicher Meinungen zu Syrien bereits bestehenden Spannungen weitere Spannungen mit Russland, weil Russland den von den USA in der Ukraine vorangetriebenen verfassungsbrechenden Regime Change nicht einfach so hingenommen hat. Deswegen hat die demokratische Obama-Regierung der USA dann Sanktionen gegen Russland verhängt und der Riesendeal von Exxonmobil zur Förderung von 85 Mrd Dollar Öl in Russland (der den Umsatz der gesamten US-Rüstungsbranche bei weitem übertrifft) sowie andere große Öl- und Gasdeals mit Russland wurden damit gestoppt.

        https://www.ft.com/content/586ae5c0-487c-11e4-ad19-00144feab7de

        Laut Business Insider dürften schon diese US-Sanktionen gegen Russland allein Exxonmobile 500 Mrd Dollar Profit, also etwa das zweieinhalbfache des Jahresumsatzes der gesamten US-Rüstungsbranche, kosten, wenn sie bestehen bleiben. Der Clou an dieser Beispielgeschichte ist natürlich, dass der neue republikanische US-Präsident Trump im Wahlkampf anders als seine demokratische Gegenkandidatin Clinton dafür geworben hat, dass es schön wäre, wenn die USA mit Russland auskommen würden. Und Rex Tillerson, der frühere Chef von Exxonmobil, der den Riesen-Öldeal von Exxon mit der russischen Staatsfirma Rosneft abgeschlossen hat, ist nun Außenminister vom neuen US-Präsidenten Trump. Und die Demokraten in den USA wettern derweil was das Zeug hält gegen bessere Beziehungen mit Russland. Da lohnt es sich vielleicht, mal nachzuschauen, wer die größten Spender der Wahlkampagne der demokratischen Spitzenkandidatin Hillary CLinton waren. Hier ist eine Liste ihrer größten Spender:

        https://www.opensecrets.org/pres16/contributors?cycle=2016&id=N00000019&type=f

        Ich würde die Liste so interpretieren, dass da Wall Street und die mächtige Israel-Lobby dominieren. Anders ausgedrückt schließ ich daraus: Wall Street und Israel-Lobby versuchen gerade zu verhindern, dass es bessere Beziehungen zu Russland gibt, wozu Spannungen geschürt und Kriege weiter angeheizt werden, während die Trump unterstützende US-Ölindustrie sich für bessere Beziehungen zu Russland einsetzt, was dem Frieden sicher dienlich wäre. Das US-Militär scheint hingegen hinter Trump zu stehen, zumindest sehe da ungewöhnlich viele Generäle in Trumps Regierung.

        Aber man kann da im Detail sicher auch anderer Meinung sein.

        • Dem was sie schreiben stimme ich völlig zu und es deckt sich mit meinen Sichten der Dinge. Ich kann nicht widersprechen. Der Aufhänger war hier dennoch der Konflikt mit Nordkorea, und das ist ein anderes (weiteres) Schlachtfeld der US-Rüstungsindustrie, um den Menschen den Krieg zu verkaufen. Ablenkung eben auch von den von ihnen angesprochenen Dingen. Dem widerspricht der Artikel gar nicht. Es ist nur ein anderer (wichtiger und aktueller) Blickpunkt. Vielen Dank für die Fakten.

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