Frankreich hat (s)einen neuen Präsidenten

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich findet ein jähes Ende. Für viele eine Schicksalswahl. Der Mann des kapitalistischen Establishment, den die meisten der Wähler als solchen gar nicht kennen dürften, hat die Wahl für sich, für eine Fortsetzung der gegenwärtigen und erschreckenden europäischen/französischen Politik, entschieden. Letztlich nicht verwunderlich. Bemerkenswert hinsichtlich dieses Wahlausgangs, und des nun „neuen Aufwind“ aus Frankreich, dürften auch die Worte eines europäischen Spitzenpolitikers sein, der die englische Sprache in Europa in den Hintergrund rückt und derer französische von nun an favorisiert. Die gekränkte Eitelkeit und die völlig Verachtung der bürgerlichen Entscheidung (der Briten) gegen diese europäische Politik ist bezeichnend für unsere heutige Politik, die nur die eigenen Interessen kennt und grundsätzlich von gegenteiliger Haltung der Bürger nichts wissen will. Von Menschen die sich grundlegend ungehört und missachtet fühlen, nur noch im Stich gelassen und in die Kriege getrieben. Geschröpft mit Repressionen und steuerlichen Lasten.

Die Wahlbeteiligung lag gegen 17 Uhr bei ca. 65%. Für eine Politik, mit der im Grunde keine sichere und völlig andere Politik zu erwarten ist, ist das doch bemerkenswert ziemlich hoch, spiegelt aber doch nur das gegenwärtige politische (Un)Verständnis wider. Viele Menschen wissen um die Risiken nicht, mit der uns die Zukunft begegnet, verlaufen sich zu sehr in kommerziell, von den üblichen Medien verbreiteten Problemen, Phantasien und Manipulationen.

Gleiches gilt am heutigen Tage ebenfalls für die Landtagswahl in Schleswig Holstein, dessen Wahlergebnis von Dummheit und Ignoranz der heutigen Politik, samt des Terrors, der Repressionen und der Steuererhöhungen kaum ausdrucksstärker sein könnte. Keinerlei Ablehnung des eigenen „Ausschlachtens“. Landespolitik mag sich noch von Bundespolitik in kleinen Formen unterscheiden, doch das grundlegende (Noch) Vertrauen in derartige politische Strukturen, wie man sie nun auf sämtlichen Ebenen (Korruption, Misswirtschaft, Strafvereitelung etc.) sieht, ist einfach nur unverständlich und wird keine Besserung im Hinblick auf die gegenwärtigen Probleme bringen.

Nun ja, somit feiert sich die EU als der Gewinner dieser französischen Präsidentschaftswahl. Doch muss man bedenken, dass im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl die Hälfte der Wähler gegen die EU gestimmt haben, vornehmlich gegen die Globalisierung, für die prinzipiell die Vertreter der EU eintreten. Auch die bisherigen eigenen Regierungen. Gerade deswegen hat man in Frankreich den (gewusst) etablierten Partei eine Abfuhr im ersten Wahlgang erteilt. Letztlich wird auch das entscheidend sein für die Zukunft Frankreichs. Die Proteste und die Ablehnung wird keinesfalls abnehmen, eher im Gegenteil, wenn mehr Menschen tatsächlich wahrnehmen, welche Probleme ihnen noch bevorstehen und dass sich eben nichts ändert mit der Wahl eines Gesichtes, die Politik dahinter aber die selbe ist. Die gleiche Clique menschenverachtender und von Krieg besessener Herrschaften, die den französischen Kolonialismus noch immer als solches missbrauchen, um ihre Interessen durchzusetzen und sich auf Kosten der Völker dieser Erde zu bereichern. Ein extrem hoher Anteil der jungen Menschen in Frankreich, die grundlegend die Proteste in Frankreich in den letzten Monaten angeführt haben, halten die gegenwärtige Politik für völlig korrupt. Auch der überwiegende Teil der restlichen Bevölkerung sieht die Entwicklung im eigenen Land sehr negativ. Darüber täuscht natürlich der Wahlausgang. Aber man muss doch auch anmerken, dass die Situation in Frankreich in den letzten Monaten und Wochen eine der heißesten innerhalb Europas war, Krawalle, Proteste etc., was ausländische Medien größtenteils verschwiegen oder als Probleme der gegenwärtigen Einwanderung publizierten, was bestenfalls nur eine Nebenwirkung der aktuellen Unzufriedenheit darstellt. Eher soll damit abgelenkt und hinweg getäuscht werden.

Errechnet man die Zustimmung an den neuen französischen Präsidenten somit hoch, kommt man gerade mal auf ungefähr 44 Prozent, also weniger als die Hälfte. Bedenkt man nun noch, dass viele nur dieses neue Gesicht gewählt haben, einfach aus dem Grund, da sie dermaßen über die Medien mit einer fremdenfeindlich und rassistischen Gefahr konfrontiert wurden, ist wahrscheinlich die Zustimmung gar nicht so hoch, wie man sich den Erfolg schönfeiert. Daraus darf man schlussfolgern, dass es durchaus bei vielen Wählern wieder einmal um eine Wahl über das kleiner Übel war, bei denen die Hoffnung der größte Entscheider war, aber doch die EU grundlegend verloren hat. Muss man auch Bedenken, dass die Entwicklung keinesfalls ihren Tiefpunkt schon erreicht hat.

Zumindest für die EU, in Person seiner Vertreter, hätte es einen echte Niederlage gegeben mit einem Sieg LePens und ein Zeichen, dass es eben nicht mehr so weitergehen kann wie bisher. Gerade deshalb hat man alles dagegen getan, dies zu verhindern. Somit bleibt der Ausgang offen. Wahlmanipulation war es dennoch, somit ist auch das Ergebnis anzuzweifeln, da den Menschen grundlegende Tatsachen, Interessen und Hintergründe verschwiegen werden, falsche Versprechungen gemacht und schon über die politischen Vertreter, die sie nun gewählt haben, grundlegend getäuscht wurden. Die wenigsten werden wohl wissen, aus welchen elitären und kapitalistischen Kreisen der neue Präsident entsprungen ist und welche unmoralischen Gedanken und Inszenierungen dahinter stehen. Derart Wahlen sind keinesfalls ehrlich, frei und gesellschaftorientiert, sie waren es noch nie. Damit ist auch der höchst angepriesene demokratische Gedanke mehr als zweifelhaft. Die Tatsache das Kreuz schlussendlich doch mit persönlicher Initiative zu setzen, sagt noch lange nichts Positives über ein demokratisches und menschliches System aus. Das derzeitig vorherrschende beweist umfassend das Gegenteil.

Marcel L.

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2 Kommentare

  1. Damit wird ein Mann des Establishments die Verantwortung für den finalen Niedergang übernehmen müssen und nicht Le Pen. Für Le Pen ist das doch eher positiv.

  2. Wahlen, egal wo, egal auf welcher Ebene sind nur das pervertierte Spiel mit den Massen!
    Sich mit Wahlen in Frankreich, Deutschland oder egal welchem Land dieser Erde zu beschäftigen heißt leider auch immer wieder das große Ganze und Globale aus den Augen zu verlieren, genau so wie es gewünscht wird.
    Wer die Kraft, den Mut und die Intelligenz hat über viele Jahre sich mit Wahlen, Spiel mit den Massen, Manipulation der Massen und das was die Menschen in seinem Umfeld antreibt und bewegt, zu befassen, der kann und wird nie daran vorbeikommen zu erkennen dass es eine alle, aber auch alles lenkende Macht auf diesem Planeten gibt die absolut keinen uns bekanntem moralischen Regeln folgt und uns, die Menschheit als ihren Besitz betrachtet mit dem sie spielen kann wie sie will.
    Die einzige Wahl die wir haben ist die, uns diesem System solange zu verweigern bis es kolabiert und wir eines erschaffen welches uns dient und nicht wir ihm. Utopie?
    Kann, muss aber nicht sein, denn aus den größten Irrwegen und Katastrophen lässt sich bekanntlich auch das meiste und beste lernen, so die Theorie. In der Praxis ist es immer noch wie in der Steinzeit, du hast mehr als ich, also muss ich es dir wegnehmen.
    Habe vor langer Zeit aufgehört mich mit Wahlen, ihren Darstellern und ihrem System der Geiselung der Wahrheit zu befassen denn, es dient nur dem Ziel der Mächtigen an ihrer Macht zu bleiben und noch nie zu etwas Anderem, niergends auf diesem Planeten!
    LG an alle „Nicht- Schafe- Nicht- Wähler“!

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