Gerechtigkeit als gesellschaftspolitische Mogelpackung

Die staatlich autoritäre Kontrolle und Plünderung hält bzw. verstärkt sich auch allen voran dadurch, eine aktive Spaltung der Gesellschaft erfolgreich zu realisieren. In der allgemeinen Meinung hält sich tief verankert die Prämisse, dass ausschließlich der Staat in seiner Position als Regulierungsexekutive dazu fähig ist, wachsende gesellschaftliche Unterschiede zu beseitigen. Das eben das nicht der Fall ist, sondern eher das Gegenteil in Frage kommt, wird anhand den Ergebnissen staatlichen Handelns, ein ausbleibender gesellschaftlicher Aufschwung, aber wachsende Unzufriedenheit, überaus deutlich. Die negativen Ergebnisse werden jedoch äußerst erfolgreich anderen, fremden Sachgebieten (Demographie, Digitalisierung, Fachkräftemangel etc.), wenn auch ebenso kritisch zu betrachten – keine Frage, angeheftet. Als Mittel zum Machterhalt für die eigenen Zwecke ist es überhaupt kein politisches Anliegen gravierende soziale Unterschiede zu beseitigen, wahrscheinlich nicht mal engagiert zu lindern. Der politische Vorwahlkampf veranschaulicht diese Strategien der Politik mittels einer völlig duchsichtigen und unehrlichen Debatte hinsichtlich einer (mangelnden) sozialen Sicherheit und Gerechtigkeit, welche gerade diese plakatierte Politik in vergangenen Tagen in seiner fallenden Tendenz verschuldet hat. Die erfolgreiche Strategie lag bisher darin, zu behaupten es den „Reichen“ nehmen zu müssen, um es den „Armen“ zu geben, was grundlegend auch auf der Annahme basieren soll, „Reiche“ hätten ihren höheren Lebensstandard, aber durchaus auch lediglich die größere finanzielle Sicherheit, grundsätzlich ungerechtfertigt erworben. Dabei geht es prinzipiell nicht um Sinnhaftigkeiten eines „Luxus“, was per zu Grunde liegender Definition freilich über die ausschließlich zum Überleben notwendigen Güter und Mittel hinausgeht und zwangsläufig negative Konsequenzen nach sich zieht. Der allgemein implementierte bürgerliche Konsens heute lautet daher aber, die „Reichen“ mehr zu besteuern, was die Politik freilich überaus bespaßt. Dabei ist man sich nicht mal durchweg überhaupt im Klaren darüber, welches Vermögen man als Reichtum bezeichnen kann. Ganz nebenbei wird schlicht vergessen, dass man dabei doch auch eine nicht unerheblich notwendige Altersvorsorge mit einrechnen muss, die von staatlicher Seite überaus risikobehaftet ist. Da vor allem der Staat diese Altersvorsorge nicht versichern kann, ferner die Bestrebungen erschwert, liegt es nur nahe dahingehend staatlichen Organe zu misstrauen. Vermögen ist daher nicht nur Teil des Wohlstandes, sondern auch eine Notwendigkeit, schlechte und schwierige Zeiten zu überwinden und dahingehend vorzusorgen. Dem gerecht wird aber die staatliche Sozial- und Steuerpolitik mit ihrem steten Raubrittertum überhaupt nicht. Tatsächlich kommt auch die gesellschaftlich erstrebenswerte Sanktionierung und Einschränkung derjenigen ganz oben an der Spitze der herrschaftlichen Pyramide gar nicht vor.

Eine gesellschaftlich gravierende Fehlinterpretation erfährt aber die Diskussion um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit dahingehend, dass kaum einer für allgemein geringeren Wohlstand plädiert. Ausschließlich das Streben nach oben bestimmt überwiegend das individuelle Bedürfnis eines fast jeden. In die Kritik des Reichtums „der anderen“ wird kaum mit einbezogen, dass eben oftmals das der Grund für ein sich negativ entwickelndes Ökosystem darstellt (Umweltverschmutzung, -zerstörung, Raubbau an der Natur etc.). Ressourcenverschwendung und Veruntreuung, als auch Missbrauch allgemeiner gesellschaftlicher Mittel bzw. Grundlagen müssen endlich mit einbezogen werden, als die Hauptprobleme eines unmoralischen und egoistischen Systems. Schlussendlich liegt gerade das dem Nachteil aller irgendwann zu Grunde, allen voran die nächsten Generationen sind bedroht. Eben auch wenn es um ökonomisches Wachstum und allgemeinen Wohlstand geht. Der permanente Neidfaktor blendet dies völlig aus. Es geht leider der Politik nicht einfach nur darum prinzipiell für jeden eine würdevolle Lebensgrundlage zu fordern, sondern mehr eine Gesellschaft durch die Eliten zu etablieren, die die grundlegendsten Werte schlichtweg verkennt, gerade das lässt Kontroversen erkennen und ein mangelndes Verständnis auch der Menschen, die sich permanent über die derzeitigen Missstände beklagen, zu. Grundlegend muss jedem aber die Möglichkeit gegeben sein, seinen (Über-)Lebensunterhalt mit eigenen Willen und Mitteln, sowie individueller Arbeitskraft beizubringen.

Nun macht sich innerhalb der Gesellschaft eine allgemeine Routine breit, jedem der mehr verdient als die eigene Person, einen überdurchschnittlichen Wohlstand oder Reichtum zu unterstellen. Das schließt die Betrachtung lediglich anhand eines Neidfaktors mit ein. So ist auch die allgemeine Sichtweise Steuern erhöhen zu müssen, um der Gesellschaft einen Dienst zu erweisen. Doch je mehr Steuern der Staat einnimmt, desto sichtbarer wird auch die staatliche Misswirtschaft, da der positive Effekt irgendwie bei den Menschen nicht anzukommen scheint (momentan feiert man Rekordsteuereinnahmen- eine Perversion), da Steuern in einem hohen Maß nur noch zweckdienlich sind Zinsen der horenden Staatsverschuldung bedienen zu müssen, das staatliche System nicht in die Insolvenz zu schicken und darüber hinaus die Besoldung und Pensionszahlungen aufrecht zu erhalten. Davon profitieren auch allen voran die Banken, die ganz erheblich an der staatlichen Misswirtschaft durch immer neue Kredite verdienen. Fakt ist deshalb, dass der Staat noch so viele Steuern einnehmen kann, zwecks mangelnder Verantwortung und Rechenschaften wird aber die Politik nie die Moral besitzen, überaus sinnvoll und vor allem sparsam mit dem fremden Geld umzugehen. Bevorzugt wird permanent eine kleine Elite von Raubrittern, die sich die staatlichen Möglichkeiten einer legitimierten und gesellschaftlich anerkannten Umverteilung überaus zu Nutze machen.

Marcel L.

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1 Kommentar

  1. Die Steuertrüge, die dicke fette Ader des Gesundheitswesens oder der millaraden schwere Futtertrug des GEZ, aus allen laben sich die, die es bis zu ihnen geschafft haben. Ganz ohne jegliches Verständniss für die gesellschaftliche Verantwortung greifen sie zu bis sie vor Konsum und Gier komplett entmenschlicht sind und nur noch durch ihr Ableben von ihnen zu trennen sind, mache sogar über ihr Ableben hinaus.
    Selbst die Kleinen an den Futtertrügen, so wie wir, wissen genau darüber bescheid welche Wirkung und welches Ende es auf unser System haben wird, aber hey, wir müssen ja irrgendwie existieren und was geht mich die nächste Generation an?
    Das ist auch der mächtigste Beweggrund an der Eigenen Versklavung, Entmächtigung und vor allem eigenen Manipulation mitzuwirken, so wie es z.B. die Maulmörder bei den Medien machen, ganz ohne Skrupel oder jegliche Emphatie, so wie es die Gesellschaft von ihnen erwartet und verlangt, zetteln sie Kriege an, decken die wahren Mächtigen und begehen in der heutigen Zeit das schlimmste aller Verbrechen an der Menschheit an.
    „Maulmörder“ eine Beleidigung? Die vierte Macht im Staat oder doch die erste ohne die es diese Matrix garnicht gäbe? Sie, die Maulmörder, haben nachgewiesener Weise mehr Blut an ihren Zungen als jemals ein Soldat an seinen Händen haben wird und so wie es aussieht wird auch nie einer von ihnen für ihre mörderischen Taten jemals zur Rechenschaft gezogen werden.
    Gerechtigkeit, Demokratie, Freiheit?
    Krieg, Finanzterror, Versklavung sind die Realitäten die wir durchleben aber 99% unserer Mitmenschen nie im Stande sein werden sie zu akzeptieren oder gar dagegen vorzugehen denn dazu müsste man die Zeit jahrtausende bis zum Beginn dieses Systems „des Stärkeren“ welches uns als gottgegeben, alternativlos, demokratisch usw. Tag ein Tag aus von den Medien und vor allem von den 99% ihrer Opfer eingetrichtert wird, gehen.
    Gerschtigkeit ist in meinen Augen immer nur von jedem einzelnen Individuum zu leben und zu realisieren und wenn es eines Tages zu einer Mehrzahl an Menschen auf diesem Planeten kommen sollte die Gerechtigkeit für unsere komplette Spezies fordern und dafür einstehen werden, dann hat der Menscehn an diesem Tag verstanden warum ihm die Natur eine solches Maß an Intelligenz mitgegeben hat.
    Wenn in Zukunft jeder das bekommen sollte was er dem anderen wünscht, dann würde sich die Welt in kürzester Zeit zu einem Paradies wandeln. Alle, die Anderen Schlechtes und den Tod wünschen, würden dies selber erleben und alle die Anderen gutes wünschen würden auch Gutes erfahren, so dass die jenigen die Neid und Missgunst in sich tragen dadurch sich selbst ausrotten würden, und nur die friedlichen und emphatischen überleben würden 😉
    LG an alle!

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