Globale Verschuldung bei 230 Billionen

Die Frage nach der Existenzgrundlage unseres Systems, als auch unseres „fortschrittlichen“ Lebens ist bei Weitem keine leichte. Vor allem die Fragestellung an ganz unterschiedliche Gruppen nach der Rechtfertigung ihres Verhaltens, ihrer Gewohnheiten, ihrer Ziele oder auch ihrer zur Aufgabe gemachten Zerstörung gemeinschaftlicher Grundlagen und Lebensbedingungen, kann kaum eine Antwort finden. Nun letztlich trägt ein jeder ein Stück weit dazu bei, der sein Leben nicht einzig auf das Notwendigste beschränkt. Noch schwerer wird es bei der Lösungsfindung der Probleme, die uns in Folge dieses verschwenderischen und selbstgefälligen Lebensstils bevorstehen. Es gibt schlicht keine, die nicht grundlegend mit einer verpflichtend deutlichen Umkehr der Verhaltensweisen in Erscheinung treten müssten. Wenn man dahingehend überhaupt mancher Orts zum kurzfristigen Wiederaufbau vor allem natürlicher und nachhaltiger Strukturen noch beitragen könnte. Dennoch findet die Natur eine Lösung und wenn es noch so viel Zeit benötigt.

Nun ist es doch schon das Verhalten der Menschen, dass sich nicht über Nacht aufgrund der bis dato (fehl)entwickelten Denkweisen und Verhaltensmuster umkehren lassen könnte. Nach bisheriger Betrachtung ist es tatsächlich unmöglich für sämtliches Leben sich einen Planeten in guten Absichten zueinander zu teilen. Es wird schlicht immer Verlierer geben müssen, doch die Anstrengungen dies zumindest teilweise ausgewogen zu halten, ist schier ungewollt. Nun, freilich reguliert die Natur das allzuoft selbst, doch permanent erst an einem kritischen und leichtfertig überschrittenen Punkt. So wie der Mensch gewissenlos und ohne Umsicht weiter wirtschaften kann, bis er an Stadien gelangt, die zum Umdenken aufgrund der Aussichtslosigkeit auffordert. Etwa bei einer schweren Krankheit oder dem bevorstehenden Tod.

Die globale Verschuldung beträgt mittlerweile 230 Billionen US-Dollar und ist so hoch wie niemals zuvor. Bestehend aus privaten und staatlichen Schulden. Der Anteil der globalen Staatsverschuldung beträgt daran ca. 60 Billionen Dollar. Das Leben auf ständigen „Pump“ fordert permanent seine Opfer, das ist doch nicht wegzuleugnen. Und dass das Kreditgeldsystem bzw. das Zinses-Zins System eine erhebliche Mitschuld daran trägt. Natürlich wird die Verschuldung explodieren, wenn die Zinssätze in den nächsten Jahren steigen werden. Doch letztendlich ist das nur das geartete Resultat einer wuchernden Perversion mit den uns gegebenen Lebensräumen umzugehen. Allen voran Verlierer dieser Orgie, aber auch Perversion an Maßlosigkeit, Gier und persönlichen Egoismus ist die Natur und das Leben was uns umgibt, deren Lebensräume der Mensch permanent mit seiner Ausbeutung und dem damit verbundenen zwanghaften Wachstum vernichtet. Tiere, Organismen, Kleinstlebewesen, Flora und Fauna, als mit die größten Verlierer des menschlichen Strebens nach immer größeren Wohlstand. Vor allem „erstickt“ der Mensch nahezu selbst im Dreck und Müll seiner Verantwortungslosigkeit.

Die größte Schuld des heutigen zivilisierten und permanent weiterentwickelten Lebens trägt der Mensch somit gegenüber seiner Mitbewohner auf diesen Planeten. Ja sogar einiger, die er zwingend zum Überleben benötigt, denkt man nur an die tagtägliche Pestizid- und Schadstoffbelastung oder aber auch den Raubbau an der Natur und des Artensterbens wichtiger Kleinstlebewesen, Insekten usw. in Folge dessen. Vor allem Mikroorganismen, die zu Millionen im Boden existieren und mit Hilfe von Pestiziden und anderen Unkrautvernichtungsmitteln zerstört werden, sind existentiell auch für den menschlichen Organismus. Was dagegen sind schon digitale Zahlungsversprechen oder Forderungen durch ein teilweise kriminelles System, oder Summen mit 12 Nullen, die letztlich über Nacht gelöscht oder auf ein gesundes Maß verringert werden könnten. So wie es schlussendlich mit einer Währungsreform auch passieren mag, einem Reset. Doch auch dieser wird wohl kaum mit Streicheleinheiten für alle einhergehen.

Die Diskussion um die Notwendigkeit des Zins- und Zinseszinssystem sollte gemessen an den oben angesprochenen Notwendigkeiten erstmal zweitrangig sein. Letztlich hat es vor allem die horende Ungleichverteilung weltweit und die Ursache für sämtlicher Kriege und Konflikte mit entscheidend hervorgebracht. Weil eben die steigende Verschuldung samt dem steigenden Zinsforderungen doch zwangsläufig schädliches Wachstum hervorbringen muss. Obwohl manch einer auch behauptet, dass Wachstum den Zins ermöglicht, erzwingt dennoch der Zins permanentes Wachstum, das letztendlich doch nur noch durch Inflationieren ermöglicht werden kann. Alles andere würde früher seine Grenzen finden.

Marcel L.

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2 Kommentare

  1. Schulden und Verschuldung sind der ökonomisch-ideologisch-demagogische Ausdruck für Verpflichtungen. Ich denke, man sollte die unendlich wachsenden Guthaben, welche unendlich hohe leistungslose Renten nach sich ziehen, ebenfalls unter die Lupe nehmen. Vermutlich findet man dann des »Pudels Kern«.

    • Das ist eigentlich ganz einfach. Die Guthaben steigen insbesondere durch die unangefochtene Bewilligung sich die Schulden bis an sein Lebens Ende ans Bein Nageln zu lassen. Ob es nun durch die kaum hinterfragt Staatsgläubigkeit und die diensthabenden Herrscher ist, oder der grenzenlose Wille immer die besten und neuwertigsten Dinge zu besitzen, die man sich im Grunde gar nicht leisten kann. Die Lösung des Problems scheint doch aber beides Mal auf der einen Seite zu liegen, denn von der anderen Seite braucht man gar keine Lösung zu erwarten, denn wer sich etwas ohne große Leistung aneignen kann, der bleibt nun mal auch gern dabei. So wird uns eben weiterhin erzählt wir müssten auf Schulden produzieren und wirtschaften sonst wäre der Wohlstand in Gefahr, damit eben hauptsächlich der Wohlstand der anderen Seite nicht in Gefahr gerät.

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