Humanoide Roboter um Such- und Rettungskräfte zu ersetzen

Rettungs- und Bergungskräfte, beispielsweise nach Naturkatastrophen oder Gebäudebränden, stehen in ihrer Arbeit unter sehr großen Gefahren und Verantwortung für ihr eigenes Leben und das ihrer Kollegen. Italienische Forscher entwickelten in den letzten Jahren einen Roboter, um den Menschen in teilweise schwierigen Situationen zu ersetzen. Ein positives Beispiel dazu könnte eben sein, „humanoide Roboter“ bei Such- und Rettungsmaßnahmen nach Katastrophenszenarien einzusetzen, so die Intensionen der Forscher. Das Projekt der Italiener heißt „Walk-Man“. Am italienischen Institut für Technologie in Genua, an dem die Entwicklung stattfindet, wird dem Roboter „gelehrt“ sich zu bewegen und zu gehen. Anfänglich bekommt der Roboter noch direkte Anweisungen von seinen Programmierern und Entwicklern, schlussendlich soll das Projekt aber in der Lage sein, sich selbständig in unterschiedlichen Umweltbedingungen und Gefahrenbereichen zu bewegen und „selbständig“ Entscheidungen zu treffen.

Der Roboter ist der menschliches Gestalt sehr ähnlich. Er hat Gelenke und führt Bewegungen aus, die sehr nahe an die des menschlichen heran reichen, fast identisch sind.

Der Roboter ist mit einem „Stereo-Vision-System“ ausgestattet. Er hat mehrere Kameras die zusammenarbeiten, ähnlich der menschlichen Augen. Außerdem besteht er aus einem 3D-Laser-Scanner, der die Umgebung abscannt und abbildet, basierend darauf die Bewegungen ausgeführt werden können. Der Roboter soll sogar bereits ein Auto gefahren haben.

Dabei schien die größte Herausforderung für die Forscher zu sein, den 1.80 Meter großen Roboter zu steuern und das Gleichgewicht in den Griff zu bekommen, um den aufrechten Gang zu gewährleisten. Die Kraft des Roboters wird dabei gleichgesetzt mit der Kraft eines Fahrzeugs der Mittelklasse. Jedes Gelenk muss die Leistung, vergleichsweise eines 50 ccm Rollermotor aufbringen. Besonders großes Last kommt dabei, wie beim Menschen auch, dem Knie und dem Hüftgelenk zu, die annähernd das gesamte Körpergewicht tragen müssen, bei schnelleren Bewegung zusätzliches.

Inspiration für die Forscher war grundlegend die Natur und die natürlichen Gegebenheiten in der menschlichen Bewegung. Vor allem auch um Energie einzusparen, wollten sie die Schwerkraft in sämtlichen Bewegung sinnvoll nutzen. Was sich auch in der Nutzungsdauer der Roboter bemerkbar machen sollte.

Der Roboter soll der italienischen Katastrophenschutzbehörde unter realen Einsatz in einem brennenden Gebäude übergeben werden. Dabei soll der Roboter einen Menschen im Gebäude finden und darauf folgend aus dem Gebäude retten.

Quelle: Institute of Technology (IIT) in Genoa, euronews.com

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