Kataloniens Problem ist auch die EU

Freilich versucht sich die EU so gut es auch nur geht aus dem spanischen Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen öffentlich herauszuhalten. Sie kann gar nicht anders, denn ansonsten müsste sie ihre eigenen radikalen Bemühungen preisgeben. Spanien ist tatsächlich eine Diktatur, die die EU insgeheim anstrebt. Der spanische Konflikt mag dahingehend sogar kein Zufall sein. Die EU ist ein Staatenbund, der sich bei jeder Gelegenheit mit demokratischen und freiheitlichen Werten/Worthülsen schmückt, aber geradewegs befürworten dürfte, das der Wille und die Bestrebung der Menschen für eine Unabhängigkeit – dezentrale Organisation und Verwaltung – mit aller Gewalt unterdrückt wird. Hinter dem Vorhang wird man die spanische Regierung eindringlich dazu auffordern, die Proteste in den Griff zu bekommen. So gibt man allen Anschein nach vor allem auch der spanischen Polizei alle Freiheiten mit Gewalt gegen die Menschen vorzugehen. Neuerlich wurden 24 Demonstranten verletzt. Schon bei den Wahlen zur katalanischen Unabhängigkeit konnte man Sicherheitskräfte beobachten, die brutal gegen die Menschen vorgegangen sind, die sich aus guten und verständlichen Gründen der Zwangsherrschaft widersetzen. Polizisten bekommen hier grundlegende Privilegien, die mit nichts im Einklang zu bringen sind. Jemand der willkürlich in dieser Position Gewalt einsetzt ist ein Verbrecher und unterstützt eine Diktatur. Wer derart Befehle annimmt und ausführt unterstützt eine Gewaltherrschaft. Die Polizisten, die dieses System wieder und wieder mit Gewalt gegen die eigenen Mitmenschen unterstützen, sind ohnehin ein Zeichen der völligen Fernsteuerung ihrer persönlichen Knechte. Die eigene Ignoranz und Arroganz lassen aber meist keine Einsicht zu. Wie kann man sonst so ein Vorgehen erklären?

Die Gewalt resultiert mehr und mehr in den Vertrauensverlust in die öffentliche Verwaltung. Eine Emanzipation weiterer Teile der Gesellschaft in der EU weg von der EU, aber auch von der eigenen Regierung, wäre für die EU, dessen Plutokratie, der Supergau. Die Politiker scheinen sich vor allem auf der Gehaltsliste des Großkapitals zu sehen, dessen Interessen vor allem dem individuellen/gesellschaftlichen entgegenstehen. Die blöden Schafe sollen vor allem ihre Tribute leisten und konsumieren. Den blinden Zuspruch zur einer derartigen Fremdherrschaft schafft man nur durch permanente Gehirnwäsche, Medien- und Konsumverblödung.

Letztendlich erkannte auch die EU mit der Arroganz und Ignoranz der spanischen Unabhängigkeitsbewegung gegenüber, weder Grundrechte noch Menschenrechte an. Das Recht auf individuelle Selbstbestimmung oder körperliche Unversehrtheit wird geradewegs ignoriert. Das scheint ein Sinnbild für die zukünftige EU zu sein. Die EU weißt permanent jegliche Zusammenhänge von sich, steht aber letztlich im Mittelpunkt dieser gesellschaftlichen Unzufriedenheit und ist Mitverursacher dieser bürgerlichen Revolte. Die Politik untergräbt weiterhin die Justiz und jegliche Grundrechte. Das Schlimmste auf der Welt scheint doch die Gier zu sein. Viele Menschen erkennen dies als ein Niedergang der öffentlichen Ordnung und der Politik, was sich auch in deren Verhalten widerspiegelt. In Spanien verbrannte man Bilder des Königs und des Richters, der die Inhaftierung von mehreren Separatistenführern anordnete. Die EU verheißt damit große bürgerliche Konflikte mit der Staatsgewalt, noch bevor das elitäre Projekt gänzlich zustande gekommen ist. Es scheint wie ein Teil vom Niedergang des derzeitigen Imperiums. Das imperialistische und globalistische Gesocks ist in ihrer permanenten Expansion an ihre Grenzen gestoßen. Nun hilft nur noch eins – zündeln bis zum Weltkrieg. Krieg war schon immer von Vorteil, vor allem die Taschen einiger weniger zu füllen. Oder verspricht man sich sogar durch einen gesellschaftlichen Putsch und Chaos eine neuen internationale Ordnung in Europa?

Marcel L.

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