Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001

Als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in den Nord- und den Südturm des World Trade Centers rasten, und beide Türme nach kurzer Zeit einstürzten, war die gesamte Welt geschockt. Die mediale Aufmerksamkeit war zunächst bei den eingestürzten Zwillingstürmen, nicht jedoch bei dem ebenfalls eingestürzten WTC-Gebäude 7, das weder von einem Flugzeug getroffen wurde, noch mit einer einzigen Silbe im offiziellen Untersuchungsbericht zu den Anschlägen erwähnt wurde. Die Aufmerksamkeit lag dann sehr schnell bei der Frage, wer für diese Attacke verantwortlich sei, und die Antwort wurde überraschend schnell präsentiert – Osama bin Laden und sein Terrornetzwerk Al-Kaida. Seither steht jeder Moslem unter Generalverdacht, und wer das Wort Terrorist hört, denkt in aller Regel an einen bärtigen Turban-Träger, und nicht an einen RAF- oder ETA-Terroristen.

Warum ist das so? Wer lanciert diese Feindbilder und profitiert davon? Welcher Zusammenhang besteht zu den aktuellen Kriegen des 21. Jahrhunderts? Sind diese Einsätze wirklich „Demokratie-Exporte“? Und kann man die Vereinigten Staaten von Amerika als Imperium bezeichnen? All das sind Fragen, auf die der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser in seinem Vortrag „Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der ‚Clash of Civilizations‘ – Warum die Friedensforschung medial vermittelte Feindbilder hinterfragen muss“ am 15. Dezember 2014 im voll besuchten Hörsaal der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen einging.

 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=cgkQXJ3mugY&feature=youtu.be

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    Prof. Dr. Rainer Mausfeld studierte von 1969 bis 1979 Psychologie. Heute unterrichtet er Psychologie an der Universität Kiel. Seine Fachgebiete sind Wahrnehmungs- und Kognitationsforschung, beschäftigt sich mit den Grundlagen und Prinzipien des Geistes bzw. des Verstandes. Er behandelt in seinen Vorträgen seit vielen Jahren die Geschichte der Psychologie, fasste diese neuerlich in einer politischen Perspektive zusammen, spricht damit die unzufriedenstellenden Positionen der Menschen, zum normalen Volk zählend, deutlich an. Die Resonanz dessen, was er macht steigt stetig an, da auch  die Unzufriedenheit der Menschen bemerkenswert stetig steigt, diese grundlegend anfangen die systemlichen Schwierigkeiten und falschen Entwicklungen, bzw. dauerhaften Differenzen zwischen […]

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