Mehr Wohlstand für weniger Menschen?

Die überalternde Bevölkerung in Teilen unseres heutigen Systems, die gleichzeitig für den Rückgang der Populationszahlen (ohne Migration) bis 2050 verantwortlich gemacht wird, scheint in vielerlei Hinsicht schuldig an den derzeitigen Problemen zu sein. Bei genauer Betrachtung ist das aber nicht mehr als ein Mythos. Und beschränkt sich auf die falsche Sicht der Gegenwart. Ein natürlicher Rückgang der menschlichen Zahlen wäre grundlegend von Vorteil für alles Leben auf der Welt.

Das wachsende demographische Ungleichgewicht sei vor allem Schuld an den Problemen in den Sozialkassen. Oder etwa an der ökonomischen Leistungsfähigkeit. Das Rentenalter müsse zwangsweise steigen, damit das Sozialsystem nicht kollabiert. Permanent wird dieses eine Argument dazu benutzt sämtliche Beschlüsse zu rechtfertigen. Dabei stellt doch gerade das eher eine Nebenerscheinung und ein untergeordnetes Resultat einer katastrophalen Gesamtentwicklung dar.

Tatsächlich sind doch die Populationszahlen in einem industrialisierten Land meistens rückläufig. Steigender Wohlstand, besserer Versorgungssysteme und großes Angebot benötigen weniger Nachwuchs innerhalb der Familie zur Sicherung und Versorgung im Alter. Weniger Großfamilien heute, dadurch sinkt eben schlussendlich die Einwohnerzahl eines Landes. Heute wird die Bevölkerungszahl weitestgehend im Hinblick auf die Ökonomie, deren Entwicklung und das „Mantra“ des steten Wachstums bewertet. Stichwort: grenzenloser Konsum. Gerade das ist aber letztendlich alles andere als von Vorteil für die Gesamtheit der Bevölkerung. Dies wird nämlich immer negative Folgen haben, die ein Stück weit heute schon absehbar sind. Zerstörung von Natur, Umwelt, Vegetation, Anheizen von Konflikten, Krisen, Kriege. Letztendlich droht gesundheitlicher Schaden und wenig angenehmer Lebensraum. Gerade die derzeitige Entwicklung sollte dahingehend nachdenklich machen.

Eine alternde Bevölkerung ist also nicht das Problem, da die Tätigkeiten und Prozesse (Herstellung von Gütern etc.) immer effizienter werden. Das bedeutet doch, dass es im Grunde weniger schaffende Arbeiter braucht um anfangs vorhandene Standards, bezüglich Wohlstand und vordergründig Lebenserhaltung, zu bewahren. Da wir ebenso stetig einer Verbesserung derer unterliegen, würde das eben auch immer weniger produktiver Kräfte benötigen. Auch um alle zu versorgen, so würde es die Rechnung ergeben. Wäre da eben nicht auch permanent der Drang nach mehr Wohlstand und um ein vielfaches höherer Lebensstandards, gepaart mit stetig steigenden Lebenserhaltungskosten, die nicht selten politischer Natur sind. Schnellvergänglicher Produkte, in staatlich verordneten Konjunkturprogrammen verkehren eine Vernunft ins Gegenteil, vordergründig Profiteure sind letztendlich in einem sehr hohen Maße in ihrem Wohlstand die Politik und diverser Lobbygruppen (vor allem aber Banken). Letztendlich sollte die Wirtschaftskraft darin bestehen, alle Menschen mit dem „Nötigstem“ zu versorgen, das nachhaltig bewirken. Die höheren Ansprüche aber fordern zusätzlich die Last an die Umwelt, darüber hinaus soziale Konflikte, national und international und damit auf längere Sicht ein schlechterer Lebensqualität.

Eines unserer größten Probleme ist doch, dass man immer mehr Verschwendung finanzieren muss, was an Arbeitskraft und -aufwendung, und vor allem an Ressourcen eingespart werden könnte. Vor allem übermäßiger Wohlstand um ein vielfaches previlegierter Bevölkerungsschichten wird von unten finanziert und erarbeitet. Eben dort liegt auch die falsche Definition von Wohlstand, die Reduzierung auf das rein materielle.

Der Trend nach unten setzt sich unaufhaltsam fort. Der richtungsweisenden, falschen Politik seit jeher ist eine katastrophale Entwicklung zu verdanken. Die Migrationspolitik tut der Sache ganz und gar nichts zum Guten (Bevölkerungsentwicklung; Ökonomie), im Gegenteil (u.a. Konflikte und vor allem religiöse Auseinandersetzungen). Das Vertrauen in die Regierungen schwindet zusehends. Den völligen Zusammenbruch der Staaten wird man den Regierungen der nächsten Dekaden in die Schuhe schieben. Sündenböcke werden die vermeintlichen Alternativen sein. Der Hass der Menschen wird sich auf diejenigen richten, die gerade die Macht inne haben, aber weniger auf die, die diese Situation wahrlich zu verschulden haben. Darum wird auch die Krise an geeigneter Stelle kommen, und es wird nachfolgend wieder Gewinner geben.

Ein Thema zu dem sich sicher noch vieles sagen lässt. Wohlhabende, wie Bill Gates, der sich grundlegend für rückläufige Bevölkerungszahlen ausspricht, dennoch durch falsche Interessen und mit Nichten ehrliche Ansprüche, gestehen in ihrem Egoismus nicht grundlegend kollektiven Wohlstand zu. Denn eben daraus würden die Taten andere sein. Doch eben erkennbar ist, das sich daraus eine andere Bevölkerungsentwicklung ergeben könnte, da eher die ärmeren Länder die populationsstärkeren sind. Freilich alle Ressourcen sind endlich, und vor allem die Elite beansprucht große Teile, dass die anderen das Nachsehen haben müssen.

Marcel L.

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