Missbrauch der Religionen

Die Beobachtungen zeigen, seit jeher herrscht augenscheinlich ein Glaubenskrieg zwischen den größten Religionen im Nahen Osten und an den südlichen Grenzen des heutigen Europas, der nur schwer ein objektives Bild wiedergeben soll, diesen mit Nichten zulässt. Speziell scheint es nahezu unmöglich sich als Außenstehender einen rationalen Standpunkt in der Situation in Palästina vor der Gründung des Staates Israel und darüber hinaus anzueignen. Der gesamte Konflikt der Religionen lässt viele Fragen und Tatsachen offen. Man darf sicherlich zurecht behaupten, das die Kriege um die Glaubensherrschaft, zumindest wird das meist vorangestellt und betont, die meisten Opfer gebracht haben, dabei tatsächlich die meisten Werte zerstört haben. Religionskriege gibt es tatsächlich doch aber auch meist dort, wo Menschen Religion missbrauchen, um ihre eigenen sehr egoistischen Ziele, hauptsächlich die Macht über andere und den Reichtum der anderen Völker und Länder zu besitzen. Tatsächlich hat das aber nichts mit Religion zu tun. In vielen Fällen wird von außerhalb ein religiöser Fanatismus, sowie die Kontroversen innerhalb von Religionen, also unterschiedlichen Glaubensrichtungen eines Glaubens, dazu genutzt, um Länder durch innere Unruhen und eine gespaltenen Gesellschaft zu erobern, in dem man das Land oder die Religion von seinem inneren Zusammenhalt her völlig schwächt. Gerade auch deshalb muss man differenzieren und die Situationen auseinander halten. Offensichtlich lassen sich über die Religionen Konflikte leichter begründen und Menschen gegen ihr grundsätzliches und natürliches Bestreben der Unversehrtheit und Sicherheit gegen Andere des identischen menschlichen Wesens kämpfen. Menschliches Handeln lässt sich überwiegend seit jeher mit Rationalität nicht begründen, wobei das auch immer eine Frage der Sichtweise ist. Doch wenn es um das Töten von Andersdenkenden geht, zumeist auf Befehle hin folgend eines hohen Repräsentanten einer Religion oder mehrheitlich auch eines Staates, den man tatsächlich auch Eigenschaften einer Religion zuordnen kann, ist das mit Rationalität doch eigentlich nicht zu erklären. Eben dann stellt es ferner ein Missbrauch an Werten dar, die von Seiten der „Religionsführer“ und eben auch seiner „Gelehrten“ ins Gegenteilige verkehrt und damit missbraucht werden. Aus diesen Gründen stehen viele Nicht-Gläubige Religionen eher missbilligend und kritisch gegenüber, nicht wegen des Glaubens allgemein, sondern wegen der tatsächlichen Möglichkeit und dem steten Missbrauch religiösen Glaubens für politikeigene Interessen und Machterhalt, was die Sache wiederum nicht entspannt. Tatsächlich brauchen wir Menschen und Vorbilder, die ein friedliches Leben, nebeneinander und auch zusammen möglich machen, diese wird man aber in Politik und Militär nicht finden, da man durch Chaos, Zerstörung und religiöse Konflikte eigennützige Ziele und Interessen verfolgt und umsetzt. Die derzeitige Situation in Europa und auch Deutschland basiert in großen Teilen auf diesen Strategien. Leider werden die Mehrheiten der Gläubigen und Nichtgläubigen diese Strategien niemals verstehen, da man, auch mitunter verständlicherweise, zu sehr auf die Sicherung seines eigenen materialistischen Grundlagen und Lebensstandards bedacht ist. Es ist der eingeschränkte „Horizont“ der von den herrschenden Eliten vorsätzlich, kaltblütig und rücksichtslos ausgenutzt wird.

Vor allem nach den Ereignissen des 2. Weltkrieg und den Holocaust scheinen kritische Auseinandersetzungen, mit dem heute als mehrheitlich besetztes Gebiet geltenden Palästina, unmöglich. Fest steht, jegliche Kritik an der Führung Israels ist unerwünscht, dem wird sofort mit Antisemitismusvorwürfen und Fremdenfeindlichkeit begegnet. Allein dieser plumpe Reaktionismus muss im Grunde einfachste Fragen aufwerfen über die Hintergründe und Interessen dieser nah-östlichen Politik, auch von Seiten Deutschlands, das bis heute seine Schuldigkeit, materiell und teuer, aber auch emotional begleicht. Dabei steht die heutige Generation, die schließlich 3. und 4. nach dem 2. Weltkrieg, derart Verbrechen komplett ablehnend gegenüber, somit völlig frei von irgendeiner Schuld. Was mit Nichten mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit als gesellschaftliches Phänomen einhergeht. Gar nicht. Was hier propagiert und herbeigeredet wird, dient nur den Zweck Menschen einzuschüchtern und zu beherrschen. Kriege, aus denen man die Schuld der Gesellschaft aufbürdet, basieren ausschließlich auf politischen und elitären Interessen. Dabei werden auch oft die Schuldigen zu Opfern gemacht und die Unbeteiligten zu Schuldigen.

Konflikte basieren ausschließlich auf Interessen und persönlichen Standpunkten, somit ist es unmöglich Objektivität herzustellen. Entweder man meidet diese Konflikte in seiner Gänze oder man ist letztendliche gezwungen sich auf eine Seite zu positionieren, doch zumeist auf Basis von eigenen Annahmen und doch oft zweifelhaften Überlieferungen. Denn eines sollten uns die heutigen Zeiten gelehrt haben, (Un)Wahrheiten gibt es nicht nur eine. Jede Macht schreibt seine eigene Propaganda und Geschichte um die Menschen zu beeinflussen. Dabei muss man sich nur mal vor Augen halten, dass beispielsweise das Imperium USA eine Abteilung mit mehreren 1000 Personen beschäftigt, um eigens nützliche Nachrichten zu verbreiten, darunter auch Falschinformationen und massenhaft Propaganda über deren ausgemachte Gegner. Wenn man also bedenkt, dass nahezu alle Medien des Mainstreams unter den Einfluss des Pentagon und der amerikanischen Administration stehen, zeigt das nur das Ausmaß der vollständigen Unwissenheit über die wahren Geschehnisse, Tatsachen und Ziele der sogenannten „westlichen Welt“ unter Führung des Hegemons USA und scheinbar auch Israel. Wobei man stets betonen muss: Es ist nicht die westliche Welt die Kriege führt. Es ist die Politik, es sind die Soldaten, diese machen aber eine extreme Minderheit aus, gegenüber den Kriegsgegnern. Die uneingeschränkte und völlige Wahrheit bleibt der großen Masse damit meist verborgen, wird durch Manipulation und falsche Informationen aufgrund von Eigeninteressen ersetzt. Derart Bestrebungen lassen sich um einiges leichter umsetzen, wenn man aufgrund von Glauben eine große Masse schon hinter sich weiß. Jegliche Gefahr die Anhänger könnten das „Propagierte“ hinterfragen, ist zum großen Teil ausgeschlossen. Gleiches gilt für andere Regionen, Staaten und Machtbestrebungen. Es ist schwer Religionskritik im allgemeinen anzubringen, doch die heutigen Krisen und Kriege lassen keinen anderen Schluss zu, als sich auch kritisch damit auseinanderzusetzen, was wirklich für ein Folgeleisten hinter jeglicher Personen spricht oder es besser scheint davon abzulassen.

Schlussfolgernd sollte man aber verstanden haben, dass die Ursache vordergründig in der Herrschaft, der Politik und den Eliten zu suchen ist, eher noch im eigenen Handeln, anstatt prinzipiell in mitten anderer Gesellschaften. Denn wenn die Völker sich bekriegen profitieren immer nur die Herrschenden.

Marcel Langguth

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