Verteidigung ist doch der beste Angriff

Währenddessen sich der Großteil mit Hilfe der olympischen Spiele das Bewusstsein pudern lässt, Nationalstolz zu erzeugen, aber nur nicht die politischen Risiken wahrzunehmen als das was sie tatsächlich sind, planen die internationalen westliche Strategen mit Hilfe der Politik den nächsten großen Krieg. Es wäre äußerst vermessen zu behaupten, eine Situation des „allgemeinen Wohlstands“, des „gesellschaftlichen Fortschritts“ und womöglich noch der bejubelten „Demokratie“ würde die Gefahren eines neuerlichen Weltkriegs schmälern. Gerade diejenigen, die stetig propagieren, dass es zu solch einer Situation wie im 1. und 2. Weltkrieg, als die jüngsten kriegerischen Ereignisse auf gesamteuropäischen Boden, nie wieder kommen darf, eben dafür politische und militärische Aufrüstung erforderlich wäre, sind gerade diejenigen, die dem Krieg letztlich die existentiellen Grundlagen mit ihren willfährigen Handeln schaffen. Im übrigen herrscht schon seit Jahren ein Krieg der großen Nationen außerhalb unserer Grenzen. Dort könnte die Vorgeschichte zum Weltkrieg schon leise geschrieben werden. Entscheidend hierfür sind nämlich nicht die Parteien an der Spitze der Politik, sondern diejenigen Politiker, die willfährig und aus der eigenen Gier nach Macht und Wohlstand heraus, sich als Steigbügelhalter der eigentlichen Kriegstreiber geradezu anbiedern, aus der bloßen Annahme heraus, wahrscheinlich auf der „richtigen“ Seite zu stehen, wenn es an das sprichwörtlich „Eingemachte geht“.

Wenn die Nato von Verteidigung spricht, heißt das nichts anderes, als die Absicherung der eigenen Angriffsstrategie. In die Logik der internationalen Militärstrategen, nun hauptsächlich us-amerikanische, bedeutet das, dass entscheidende Ereignisse immer provoziert und inszeniert werden, die letztendlich einer Reaktion zur „Verteidigung“ bedürfen. Denn das Böse, was man bisher immer in irgendeiner Weise vorfinanziert hat, muss man nämlich bekämpfen. Wer im übrigen Böse ist entnehmen sie der täglichen „Blöd“Zeitung. Mit aktuellen Kriegseinsätzen begeistert man sowieso nur die rekrutierten Soldaten, denen man das Hirn so gut gewaschen hat, dass man nur selten mal darauf kommt, dass man im Grunde als privater Söldner in den Krieg geschleppt wird, nämlich um im Resultat ausschließlich für privilegierte, private Interessen zu kämpfen und nie um die einer gesamten Gesellschaft. Alles andere zu behaupten im Zuge einer medialen und gutmenschlichen Aufbereitung ist purer Hohn und nützt nur dahingehend blinde und naive Helfer für seine globalen Ansprüche zu finden. Soldaten sind tatsächlich nur Bauernopfer der imperialen Außenpolitik. So nüchtern muss man es sehen.

Wer glaubt schon tatsächlich, dass es einer Gesellschaft besser geht, wenn man die Militärausgaben um 46 Milliarden erhöht (bspw. Kanada und die europäischen Natostaaten), um dann einer Quote von 2% des Bruttonationaleinkommens fürs Militär näher zu kommen. Auch hier wird profitiert, wenn die Inflation steigt. Die Rüstungsindustrie hat sich bequem eingerichtet von der jährlich mehr geforderten gesellschaftlichen Leistung mühelos zu profitieren. Denn wenn man den Anstrengungen inflationären Wachstums folgt, wird letztlich zwangsweise das Bruttonationaleinkommen steigen, somit auch die Anforderungen ans Militärbudget eines jeden Landes. Das ist im übrigen Geld, für das wir alle tagtäglich malochen gehen, woraufhin sich merkwürdigerweise viele beschweren letztendlich doch zu wenig für die erbrachte Arbeit zu „verdienen“. Da muss man sich doch eigentlich mal fragen, wer den größten Teil der Leistung für sich behauptet ohne einen spürbaren Mehrwert für die/seine Gesellschaft zu schaffen.

Demnächst wird in Italien gewählt. In vielen Reihen ist man sich uneinig, ob man der EU weiterhin Vertrauen schenken soll, doch in einem scheint man grundlegend Einigkeit politisch zu verkörpern, die Aufrüstung der Nato und des us-imperialen Militarismus. Da muss man sich doch tatsächlich über die grundlegenden Interessen hinter dieser Politik fragen. Die Prioritäten scheinen ungleich verteilt zu sein. Das erfundene „Friedensprojekt“ auf europäischen Boden ist nicht mehr als Illusion und ein Mittel zum Zweck über einen aufgezwungenen Bund von Staaten militärische Konfrontationen zu bekräftigen.

Marcel L.

4 Comments

  1. Vermutlich ist in der USA der Militärsektor inzwischen der größte Arbeitsgeber und gleichzeitig Profitbringer von Wenigen, Auserwählten. Darum provozieren die USA und ihre Vasallen weltweit immer Kriegsschauplätze, um den Profit nicht nur zu sichern, sondern stetig zu steigern. Zusätzlich sorgen diese Wenigen, Auserwählten auch weltweit dafür, daß alle wichtigen Entscheidungsposten mit handverlesenen, ausgewählten Polit- Marionetten besetzt werden, um sicherzustellen, daß niemand ihre Pläne durchkreuzt ! Es funktioniert !

    1. Das zeigt doch aber auch sehr deutlich den Niedergang dieses Imperiums auf. Ein solches Land/Imperium, wie das Beschriebene, kann auf Dauer nicht bestehen, wenn die Grundsubstanz bröckelt. Das System „USA“ hat seine Besten Jahre gesehen, das merkt man in jeglicher Hinsicht. Der Zenit ist überschritten. Gründe dafür mögen vielfältig sein. Letztlich wird es daher eben nicht auf Ewig funktionieren. Ähnlich dem wirtschaftlichen Wachstum, auf das nun auch diese imperialen Interessen der USA angewiesen sind, das nun mal aber begrenzt ist. Auch die Vasallen werden es nicht aufrecht erhalten können, ob mit Zuwanderung/Migration/Zwangsmittel etc. Gründe zum Zerfall werden aber noch dazukommen, die heute im Grunde nur wenigsten erahnen würden.

  2. Wann der kalte Krieg zwischen Reich und Arm zu einem warmen Krieg hier in den „zivilisierten“ Ländern wird, so wie er es in vielen anderen Ländern schon ist, ist keine Frage mehr von Jahrzehnten sondern nur von Jahren. Nur, die ach so aufgeklärte möchtegern Herrenrasse- Oberschicht- Konsum- Humanresurce in den so freien demokratischen Ländern der westlichen Werte, wird es wieder mal nicht merken was mit ihnen geschieht den sie glaubt ja auch das Bomben Demokratie bringen, das Mindestlöhne Freiheit ist und das Fern zu sehen und Zeitung lesen Bildung ist.
    Nein, gegen die Ausgeburten der Dummheit der Menschen kommen wir nicht an denn diese kennt im Gegensatz zur Intelligenz leider keine Grenzen.
    „Ich bin mir sichder dass das ganze Wasser in den Flüssen, Seen und Meeren auf diesem Planeten aus den Tränen besteht, die die Menschen darüber vergossen haben was sie sich bisher alles gegenseitig angetan haben!“
    LG an alle!

    1. „Ich bin mir sichder dass das ganze Wasser in den Flüssen, Seen und Meeren auf diesem Planeten aus den Tränen besteht, die die Menschen darüber vergossen haben was sie sich bisher alles gegenseitig angetan haben!“

      Das haben Sie schön, fast poetisch, und sehr zutreffend ausgedrückt.

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