Vom Aussterben bedroht

Ungeachtet der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit sterben immer wieder Tierarten aus. Doch es wäre arrogant zu urteilen, dass dies allein die Evolution, die sog. Sache der Natur sei, das Tierarten vom Erdboden verschwinden. Denn viele dieser Fälle wären tatsächlich vermeidbar, würde der Mensch nicht permanent dort seine Lebensgrundlagen beanspruchen, wo andere Lebewesen ihre Heimat haben und sowieso schon vertrieben wurden durch den menschlichen Expansionsdrang. Das verwerflichste darüber hinaus ist zudem die Trophäenjagd in weiten Teilen der Welt, die jährlich vielen Tieren einen mehr als sinnlosen Tod kostet. Vieles des alltäglichen Tierleids müsste tatsächlich nicht sein, da die technische Entwicklung, vor allem in den Industrieländern so weit fortgeschritten ist, dass eigentlich alles, was tatsächlich benötigt wird synthetisch hergestellt werden kann. Zumal es aber auch gar nicht nötig wäre, sich beispielsweise mit tierischem Ursprung zu schmücken (Pelz oder Leder), ob nun künstlich oder echt. Wobei auch nie wirklich klar sein dürfte, welchen Ursprung die Waren wirklich haben. Für die Produzenten entscheidet der Preis der Herstellung und der ist verbunden mit Tierleid doch oftmals lukrativer, sodass dahingehend viel zu oft getäuscht wird.

Der Tierschutz scheint dahingehend in unserer Gesellschaft immer noch ein gravierend untergeordnete Rolle zu spielen. Bis das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, als bald Wissenschaftlicher dadurch auftreten, künstlich eine Reproduktion zu versprechen und anzustreben, wie im Fall des nördlichen Breitmaulnasshorn, von dem es auf der Welt durch Wilderei etc. nur noch 2 Weibchen geben soll. Erst versucht man keinen tatsächlichen Tierschutz, vor allem dahingehend Aufklärung zu betreiben, aber abfinden mit dem Aussterben will man sich doch auch nicht. Das Ziel liegt sowieso darin alles und jeden zu kontrollieren und zu beherrschen, anstatt einfach nachhaltig und in Koexistenz neben anderen Lebewesen zu leben, Lebensräume zu schützen, in dem man sie einfach mal ignoriert und der Natur das Zepter in die Hand gibt, bzw. nicht erst aus der Hand nimmt. Es war der feuchte Traum der Wissenschaft sämtliche natürlichen Gegebenheiten nachzubilden, zu reproduzieren und sogar genetisch zu verändern, der längst wahr geworden ist. Alles unter der Prämisse des „Fortschritts“. Was dabei alles auf der Strecke bleibt, wird permanent ignoriert und verachtet.

Dabei sind vor allem in vielen unterentwickelten Ländern noch Irrtümer und Weisheiten verbreitet, die vor allem den Gebrauch spezieller Körperteile von außergewöhnlichen Tieren eine spezielle medizinische Wirkung etc. nachsagen. Nashörner werden beispielsweise vor allem wegen ihrer Hörner gejagt, Elefanten etwa wegen ihres Elfenbeins. Man sagt dem in pulverisierter Form unter anderem eine heilende Wirkung nach. Da aber auch klar sein dürfte, dass ein Großteil der Ware Fälschungen sind, werden diese verblödeten Traditionen eigentlich ad absurdum geführt. Teilweise wird es auch verwendet für Schmuck und anderen sinnlosen Hausrat. Es ist eine regelrechte Mafia, die Tiere jagt, um sich diesem für unsinnige gesellschaftliche Zwecke zu bedienen. Aber auch arme Menschen versprechen sich davon Wohlstand. Solange nicht umfänglich über Werte kritisch nachgedacht wird, solange geht vor allem auch das Morden auf der Welt weiter.

Marcel L.

 

https://www.youtube.com/watch?v=a2FzJK7P4oU

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