Wählen unter falschem Vorwand

Ich denke Position kann man beziehen auch ohne wählen zu gehen. Das ist genau dieser Trugschluss, den man uns immer versucht zu verkaufen. Nämlich, 1. Wählen gehen verändert etwas. 2. Wen ich nicht wähle, brauch ich mich auch nicht zu beschweren. 3. Nur mit einer Wahl kann ich etwas verändern und meine Stimme abgeben. Falsch. Und von den Wahlversprechen gar nicht zu reden.

Wählen „legitimiert“ eben leider die Gewinner sowieso, egal ob sie mit 5 % oder mit 20% gewinnen. Da ist es überhaupt nicht von Relevanz, ob es 80% Nichtwähler gab. Was ist das aber für ein System, wenn die Mehrheit nicht wählen war, heißt, die Mehrheit lehnt die Parteien vollends ab! Dennoch entscheidet die eine Partei/oder Koalition aus der selben Grundsubstanz aber über die Köpfe aller. Im Grunde wären wir dann an einem Punkt, an dem so mancher, über die Boykottierer hinaus, die Frage stellen würde, wie kann das sein? Was läuft hier falsch? Und irgendwann werden es mehr und mehr, die sich das fragen würden. Gerade weil der Mensch auch ein Herdentier ist und sich gern einer starken Herde anschließt. Ändern tut sich nichts, ob ich jetzt wählen geh. Meiner Meinung nach würde sich eher etwas ändern, wenn ich nicht in diesem System die Spielregeln mitspiele, die man mir versucht unter zu jubeln und aufzuzwingen.

Stimme gegen Rechts? Das ist Wahlpropaganda um doch eher die Einheitsparteien wieder zu wählen und als Sieger zu erklären. Schöne Absicht also, aber eher nicht, denn so wie es dann doch mal gewollt ist, dass die „rechten“ Parteien salonfähig werden, wobei man immer verschiedene Interessen sehen und eben unterscheiden muss, so ist auch der Ausgang der Wahl gewollt und gerichtet. Und kommt eben ein Ergebnis zu Stande, dass man sich nicht wünscht, versucht man entweder einen Aufstand zu provozieren, Menschen dazu zu bewegen die Wahl als ungültig zu bekämpfen oder bringt diese Parteien auf die eigene Linie. Geld, Macht, Drohungen, Waffen, Mord. Die instrumente sind vielfältig. Aus diesem Grunde wird sich durch schein“demokratische“ Wahlen, die einzig der korrupten und selbstsüchtigen Politik als Handlanger des Lobbyismus, der Hegemonie, der Banken und Vorstandsebenen der Big Player zu ihrer augenscheinlichen Legitimation verhilft, niemals etwas ändern.

Die AfD beispielsweise feiert keine Erfolge, weil die Partei oder gar die Wähler so stark sind, weil sie was erreicht hätten oder „gute Arbeit“ leisten, nein, weil man sie insgeheim walten lässt. Ich würde sogar behaupten, dass in der AfD als solches, wie man es denken mag, gar nicht unser Problem liegt, darüber hinaus wird sie durch verdeckte Hände als Mittel zum Zweck benutzt. Auf diesen Zug aufzuspringen, die Anhänger der AfD zu beschimpfen und sie aus Prinzip zu diffarmieren, weil es die Presse so vorgibt, wird keinen Erfolg und Veränderungen zum Besseren bringen, es verschlimmert eher, durch extreme soziale Spannungen und ein aufkommender Hass der einzelne Bevölkerungsschichten und Gruppen um die Mitte der Bevölkerung, untereinander, dabei ist die nach außen vertretende Meinung irgendwann leider egal. Das bringt uns nicht weiter uns permanent gegeneinander ausspielen zu lassen und Konflikte zu unterstützen. Gleiches gilt für Hartz 4ler, Arbeitslose, Rentner etc., ja vielleicht auch Migranten. Abgesehen von einem aggressiven, undankbaren und respektlosen Teil unter ihnen. Die Liste der vemeintlich ausgerufenen „Feinde“ und Gegner ist lang. Wir sollten eher aufeinander zugehen, aufklären und einen Konsens finden, einander Sorgen und Ängste ernst nehmen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation biś zum Herbst 2017 entwickelt. Weil sie dem Prinzip Teile und Herrsche treu ist und einem enormen Nutzen hat, wird die Partei wahrscheinlich bis dahin von ganz anderen Seiten gepuscht, und die Menschen, die diese Partei wählen, werden auch nur „Schlachtvieh“ sein. Nur leider merken das viele nicht, deshalb sollte es eben mehr Menschen geben, die darauf hinweisen, anstatt dieses perfide System noch zu unterstützen.

Man sagt immer, die meisten Wähler der AfD seien dumm, da würde ich keinesfalls mit übereinstimmen, auch diese Pauschalisieren sollten wir schleunigst überdenken und Ablegen. Vieles ist zurecht Hoffnungslosigkeit, Misstrauen und Existenzangst, bezüglich der eigenen, persönlichen Situation. Da gibt es viele Faktoren, die das menschliche Handeln und die Psyche zum negativen beeinflussen. Neue und unbekannte Menschen kommen massenhaft in die nähere Umgebung und man sieht, wie diesen erst einmal von Politik und Wirtschaft umringt werden, ohne einen Beitrag geleistet zu haben, während dessen die eigene Zukunft in vielen Teilen durch ebenso Ausbeutung und Repressionen ungewiss ist und katastrophaler zu werden scheint. Es ist eine Dreistigkeit der Politik auf diese Art eine Klassengesellschaft zu etablieren und permanent den überwiegenden Teil der Menschen außen vor zu lassen. Da herrscht freilich Unverständnis und völlige Blockade. Und dass diese Situation als solches provoziert wird, und diese „Behandlung“ keinem gegenüber gerecht ist, darüber sollte man sich einig sein, braucht man also nicht zu diskutieren. Nicht einmal über die Anteile der Ungerechtigkeit, solange die Politik ihre Ziele und „Versklavung“ weiterverfolgt. Menschen versuchen sich in dieser Situation vor anderen, oder vor /und dem völligen sozialen Abstieg zu schützen, und wenn dieser greifbar nah ist, interessiert auch der Unterschied zwischen Hass, Vernunft oder dergleichen nicht mehr. Das sollte man auch mal überdenken. Die Manipulation funktioniert eben gut. Ich würde eben gern relativieren und nicht gleich alle über einen Kamm scheren, eben versuchen die Situation aus allen Perspektiven zu verstehen, zu verinnerlichen. Und eben sozial schwache und unzufriedene Menschen kann man ganz gut kontrollieren und manipulieren, dass war früher doch nicht anders. Warum haben wir denn permanent Krieg und soziale Konflikte, in den die Ware Mensch zu eigenen Zwecken missbraucht und „trainiert“ wird. Deswegen halte ich prinzipiell von diesem rechts-links denken überhaupt nichts. Weil gerade auch das uns anerzogen wurde. Genauso wie uns gerade die „Armutsschere“ als prinzipiell anerzogen wird. Reich gegen arm, auch hier wieder ohne zu differenzieren und die wahren „schwarzen“ Schafe beim Namen zu nennen. Denn diese sind meist nicht als solche genannt. Das zeigt doch den Status des Systems, wenn es schon innerhalb verschiedener Cliquen Machtkämpfe und Angst vor enormen Verlusten gibt. Die Menschen verstehen einfach die Zusammenhänge nicht, deshalb hilft es aber nicht, irgendwelche Parteien zu wählen, die die Zusammenhänge gar nicht aufklären wollen, weil sie selbst von dieser Manipulation profitieren.

Wir müssen endlich umdenken und die Menschen näher zusammenbringen anstatt die Differenzen vergrößern zu lassen. Jede Meinung aus der gesellschaftlichen Mitte, und da zähle ich noch immer die absolute Mehrheit dazu, da bin ich davon überzeugt, gehört wahrgenommen und diskutiert, so das man erst einmal verstehen kann und schlussfolgernd argumentieren kann und somit eventuell falsche Ängste oder falsche Tatsachen klären kann. Das gilt für alle Seiten. Selbstverständlich muss man dafür offen sein und auch in der Lage sein, die eigene Meinung zu hinterfragen und seinen Standpunkt gegebenenfalls auch bereitwillig zu verändern. Denn, wir alle haben eigentlich recht ähnliche Probleme, nur, nicht alle erkennen sie als die wahren und die, des Ursprungs vieler Missstände und Konflikte.

Marcel L.

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