Scheinbar alternativlos – Krieg und/oder Zusammenbruch

Crash oder Krieg? Die globale Gesamtverschuldung liegt bei etwa 230 Billionen (230000000000000) US$, oder etwa 300% des jährlichen globalen Bruttoinlandsprodukt so die angeführte Quelle (also den Gesamtwert aller weltweiten Güter, d.h. Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres hergestellt wurden). Selbstverständlich verändert sich die Zahl mit einem steigendem (oder fallenden) BIP. Schon daran kann man erkennen, dass es keine Möglichkeit gibt diese Schulden jemals zurückzuzahlen, was von den Regierungen auch gar nicht angestrebt wird. Das macht aber auch deutlich, wie nötig für die Regierungen eine boomende Wirtschaft ist, das heißt es ein steigendes BIP. Koste es was es wolle. Ohne Rücksicht auf Umwelt und Natur. Letztlich scheint es nur wichtig neue und alte Schulden durch genügend (neue) Kredite zu bedienen. Profitieren tun in erster Linie die Banken, denen größtmöglich durch die Politik zugearbeitet wird, durch die Zinsen.

Die vermeintlich hohe Staatsverschuldung der USA von 20 Billionen US$ oder rund 104% des BIP, die stets einen besonderen Augenmerk erhält, tanzt dabei im Grunde verhältnismäßig nicht besonders aus der Reihe. Sie reiht sich eher ein in die horrende Verschuldung sämtlicher Länder. Was wir haben ist deswegen ein grundlegend globales Verschuldungsproblem, das durch Zins und Zinseszins immer größere Ausmaße annimmt. (Schulden der einen sind Guthaben der anderen. Also irgendeiner profitiert an Krisen derart.)

Der Dollar würde, so heißt es, deshalb nicht wegen den Schulden der USA abstürzen. Grundlegend müssen Investoren in Staatsanleihen investieren um den Staat liquide zu halten. Bekommen dafür normalerweise einen Zins als Vergütung der „Leihgabe“. Wenn Investoren nicht länger Staatsanleihen (Schulden des Staates) aufkaufen, werden die Regierungen zahlungsunfähig. Letztlich befinden wir uns momentan in einem Schneeballsystem. Regierung zahlen alte Schulden zurück, in dem sie neue Kredite aufnehmen und sich weiter verschulden. Das heißt sie werden niemals ihre Schulden zurückzahlen (können). Letztlich kann dieses Schema aber noch sehr lange anhalten bzw, aufrechterhalten werden (Niedrigzinspolitik). Problematisch werde es eben dann, wenn die neuen Schulden keiner mehr kaufen will, so dass die alten nicht beglichen werden könnten. Also die Nachfrage nach Staatsanleihen drastisch sinke. Was letztendlich mit den Vertrauensverlust in die Staaten und deren Regierungen einhergeht. Öffentliche Investitionen sinken damit und verlagern sich in private.

Da etwa 30% der us-amerikanischen Währungsreserven (us$) vom Ausland gehalten würden, sei es äußerst unwahrscheinlich, dass die Währung durch die hohe Staatsverschuldung der USA kollabiert, denn dann würde das Weltwährungssystem kollabieren. Eher würden die Schulden der Schwellenländer zusammenbrechen, da diese um etwa 50% höher lägen als die us-amerikanischen. Es wäre zwar erfreulich für die Welt, wenn Amerika in ihren Schulden zusammenbrechen würde (Krieg und Bevormundung), doch der Zusammenbruch vieler Pensionsfonds, die ausschließlich in Staatsanleihen investiert sind, würde sehr viele Rentner treffen, was große soziale Unruhen hervorrufen würde.

Der Zahlungsausfall der Staaten wird wahrscheinlich mit einem Krieg einhergehen, währenddessen ein Zahlungsstopp der Schulden (vorwiegend Auslandsschulden) beschlossen wird. Krieg und damit auch die Inflationierung der Währung werde die Regierung als ihre einzigen Möglichkeiten sehen den kommenden Zahlungsausfall zu kaschieren. Darüber hinaus wird die (große) Krise in der Zukunft im Zuge einer Währungsreform eine elektronische Währung bringen, und damit die alte ablösen, was nichts weniger heißt, als das dass Bargeld Geschichte würde. Damit auch große Teile der bisherigen Freiheit.

Letztlich kein unrealistisches Szenario. Wie man das verhindern könnte, keine Ahnung. Wahrscheinlich nicht mit dieser Gesellschaft. Oder vielleicht doch, wenn man an einen Punkt des kollektiven Bewusstsein angelangt???

Marcel L.

Quelle: https://www.armstrongeconomics.com/markets-by-sector/bonds/debt-burden-v-equities/

 

 

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2 Kommentare

  1. Wenn den Menschen das Bargeld genommen wird, schaffen sie sich neues. Das war schon immer so. Geld ist im Prinzip auch nur eine Gutschein. Regional ist das mit dem Vertrauen kein Problem.
    Digitales Geld taugt nicht für die einfachen Menschen, ohne Strom, kein Geld.

  2. Mit aller zur Verfügung stehenden Unvernunft wäre der Jüngste Tag (gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform) noch bis zum sprichwörtlichen „jüngsten Tag“ hinauszuzögern, hätte nicht eine bemerkenswerte Erfindung der „hohen Politik“ einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Eines muss man der politischen Seifenoper lassen, sie ist an unfreiwilliger Komik nicht zu übertreffen, und so wurde die bemerkenswerte Erfindung von ihr selbst installiert: die atomare Abschreckung!

    Der Zweite Weltkrieg war der letzte Krieg, der seinen Zweck als „Vater aller Dinge“ noch erfüllte. Alle nachfolgenden Kriege konnten nicht mehr genügend Sachkapital zerstören, um den globalen Zinsfuß wieder auf eine für den Kapitalismus lukrative Höhe anzuheben. Das könnte nur der Dritte Weltkrieg, den die berufsmäßige Vollidiotie längst gewollt hätte, wäre da nicht die atomare Abschreckung, die auch den Allerdümmsten klar macht, dass der Atomkrieg das Ende aller Dinge bedeutet. Dass dafür der Atomkrieg nicht erforderlich ist, begreift die „hohe Politik“ dagegen nicht.

    Für das Ende der Zinsgeld-Ökonomie sorgt die anhaltende „Finanzkrise“ (beginnende globale Liquiditätsfalle). Als diese im Herbst 2008 „aus heiterem Himmel“ evident wurde, konnte das Elend nur durch massive Erhöhung der Staatsverschuldungen und groteske Geldmengenausweitungen bis heute hinausgezögert werden. Die Staatsverschuldungen sind aber in „dieser Welt“ nicht mehr abzubauen und die Deflation (globale Rezession) bleibt unausweichlich, weil die effektive Umlauffrequenz des Geldes am Ende schneller sinkt (bzw. mehr Zinsgeld in Spekulationskassen verschwindet), als neues Zentralbankgeld hinterhergeschmissen werden kann. Die übermäßige Erhöhung der Zentralbank-Geldmenge (Bargeld plus Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken) bewirkt lediglich, dass die bevorstehende Deflationsphase verkürzt wird und umso schneller in die Hyperinflation (Sintflut) umkippt, bei der alle auf Geld lautenden Forderungen vernichtet werden. Wenn es soweit kommt, ist nichts mehr zu retten, aber wir wollen ja den Humor nicht verlieren:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2017/03/humor-ist-wenn-man-trotzdem-lacht.html

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