Der Glaube ist ein Selbstzweck

Der Glaube wurde in seiner Geschichte immer zum Selbstzweck der Kirche missbraucht. Nichts liegt der Kirche vor allem ferner als ihre Macht aufzugeben, die Macht Menschen zu leiten, zu manipulieren oder zu befähigen in Kriege zu ziehen und Gewalt (vor allem auch gegenüber Tieren) anzuwenden. Seit jeher ergibt sich daher ein Konflikt zwischen den sog. Urchristen und den Priestern oder religiösen Gelehrten. Dahinter war aber auch keine andere Zeitepoche derartig von Tierquälerei, -folter und -tod dominiert. Derzeit scheint es tatsächlich auf die Spitze getrieben zu werden. Doch hieß es einst, „Du sollst nicht töten“ („du sollst nicht morden“ im Original), was auch für die Tiere Geltung hätte finden sollen im menschlichen Bewusstsein. Vor allem die Kirche scheint doch wohl zu verbreiten, die Tiere hätten keine Gefühle und würden keine Schmerzen, keine Zuneigung oder etwa keine Liebe empfinden. Falsch!!! Man tut so, als sei das ausschließlich dem Menschen vorbestimmt. Doch das zeigt vor allem die Selbstherrlichkeit der Kirche in sich. Wer bestimmt über das Ausmaß dieses kirchlichen Gebotes? Worin findet man tatsächlich dessen Einschränkung und wie kommt diese zum Ausdruck in den Grundfesten des Glaubens, auf den sich die Kirche doch seiner selbst Willen beruft. Anhaltspunkte dahingehend scheinen nicht zu existieren, außer in den zahlreich gefälschten und geschändeten Schriften, die die Kirche sich zu Nutze gemacht hat. Wie steht es also tatsächlich um die Osterlämmer oder die Weihnachtsgänse? Krankhafte Rituale hinter denen letztendlich kirchliche Wahnvorstellung von Opferung und Befreiung stehen. Für die Sünden der Menschen müssen laut kirchlicher Vorstellung Opfer gebracht werden. Leider folgt dem damit heute die größte Sünde überhaupt, die ein Mensch anderen Lebewesen antun kann. Ein Gott, Jesus sowie seine Jünger, hat der tatsächlichen Überlieferung nach dafür gestanden Tiere zu respektieren und in einem Miteinander zu leben. Die ersten Christen schienen wahrhaftig Vegetarier gewesen zu sein. Vor allem über Jesus und seine Jünger kommt deutlich zum Ausdruck, das sie die Tieropfer und den von den Priestern geforderten Fleischverzehr überzeugend ablehnten.

Die Darstellung, dass die Tiere allenfalls für den Menschen bestimmt wären und die Pflanzen wiederum ausschließlich für die Tiere, deswegen auch das Töten der Tiere erlaubt sei, entspringt vor allem auch der kirchlichen Streuung. Viele kirchlichen Gelehrten verbreiten die Propaganda eines menschlichen Egos, das über dem Tier zu stehen hat. Vegetarismus wurde nicht geduldet. Jegliche Respektlosigkeit gegenüber anderen Lebewesen entspringt damit vor allem dem (Un)Verstandes der Priester. Jesus und Urchristen waren allen Anschein nach tatsächlich Vegetarier, die mit und von den Tieren in einer Gemeinschaft gelebt haben. Es ist ein perverser Opferkult, den die Priester im Nachhinein erfunden haben, christliche Feste vor allem mit Blut und dem Verzehr von Fleisch zu begehen. Dabei spielt vor allem das Schächten, das Ausbluten von Tieren eine besondere Rolle.

Christus wurde vor allem auch als Gotteslästerer angeklagt, um ihn gesellschaftlich in Missgunst zu bringen, sich gegen göttliche Bräuche, Regeln und Normen hinweggesetzt zu haben. Es wurden augenscheinlich nach Vorwänden gesucht. Der Glaube wurde seit jeher benutzt, um auch im Zuge von Ritualen, d.h. nach deren öffentlich Ablehnung Gegner zu verunglimpfen und dessen Tod bzw. Kreuzigung gesellschaftlich zu rechtfertigen. Das bedeutet aber grundlegend, dass der Grund für die Kreuzigung Jesus nicht etwa die Gotteslästerung war, sondern die Auf- und Ablehnung von kirchlichen Traditionen (Interessen), die Menschen zu beeinflussen und ein stricktes Befolgen deren Regeln zu fördern.

Andersdenkende, die den eigenen Interessen nicht genüge tun, werden diffarmiert und gesellschaftlich geächtet. Das war früher schon so wie heute auch. Jesus wollte den Opferkult nicht mit begehen, von dem man damals propagierte, dass das Opfer an Tieren von Gott gefordert wurde. Auch das nahm man wahrscheinlich schließlich zum Vorwand ihn öffentlich zu kreuzigen.

So sind beispielsweise Spanferkel, Hähnchen etc. oder derartige öffentlich zur Schau gestellte Dinge geradewegs und sehr wahrscheinlich auf religiöse Opferkulte seit jeher zurückzuführen. Da wir die Religion überwinden müssen, gleichbedeutend mit der massenhaften Manipulation, als Ursache von Konflikten und Kriegen, Respektlosigkeit und Verachtung müssen wir eben auch im gleichen Zug die zur Schau Stellung von Tierquälerei, -tötungen und folter überwinden, um zu einer besseren Gesellschaft zu gelangen, die vor allem auf gegenseitigen Respekt beruht gegenüber jeglichen Lebewesen.

Marcel L.

https://theologe.de/theologe7.htm

 

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