Der Neoliberalismus schlägt zurück

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Gastkommentar von ‚rote_pille‘

(Hier wird ausschließlich die persönliche Meinung des Autors wiedergegeben, die Unabhängigkeit zu den Initiatoren von Wissensfieber.de ist zu wahren.)

„Mir kommt immer wieder die Galle hoch, wenn ich sowohl bei linken als auch bei rechten Nachrichtenseiten Kritik an Hartz 4 aufschnappe. Immer wieder wird behauptet, Sanktionen unter das, was die Regierung als Existenzminimum definiert, seien „menschenunwürdig“, unmoralisch oder Ähnliches. Die meisten Deutschen stimmen dem zu, denn sie betrachten den Sozialstaat fälschlicherweise nicht als Auswuchs von „spätrömischer Dekadenz“ (Guido Westerwelle, R.I.P.), sondern als Errungenschaft. Diese Fundamentalkritik richtet sich an eine antiliberale Mehrheit.

Zunächst mal: wie viel Würde hat jemand, der sie davon abhängig macht ob er jeden Monat einen Geldbetrag überwiesen bekommt, der anderen Leuten unter Gewaltandrohung (aka „Steuern“) abgenommen wird? Sind das nicht eher Standesdünkel und orwellscher Neusprech? Aber mal ganz davon abgesehen, das Wichtigste ist: ein Anspruch auf ein Existenzminimum ist moralisch nicht zu rechtfertigen! Ein solcher Anspruch würde voraussetzen, dass jemand das Recht auf das hätte, was andere Leute produziert haben, ohne deren Zustimmung! So etwas kann nicht als allgemeines Prinzip gerechtfertigt werden. Jemand würde immer das Opfer dieses Systems sein müssen, also der, gegen den diese Ansprüche gerichtet wären, und könnte das System wegen der Ungleichbehandlung ihm gegenüber nicht akzeptieren. Die Möglichkeit, dass die als Opfer des Systems auserkorenen dem alle zustimmen besteht nicht, denn täten sie es, würde man das System überhaupt nicht erst brauchen.

Allgemein gerechtfertigt werden kann das Prinzip welches besagt, dass jeder die Möglichkeit hat Eigentum durch freiwilligen Austausch oder Erstbenutzung von natürlichen Ressourcen zu erwerben, denn das kann ausnahmslos jeder wahrnehmen. Da bestünde die Möglichkeit jemandem etwas freiwillig als Almosen zur Verfügung zu stellen. Um Almosen kann der Empfänger jedoch höchstens bitten, aber er kann sie nicht einfordern wie zum Beispiel eine Person mit einer Schadensersatzforderung gegenüber einer anderen Person die ihr Auto beschädigt hat. Die Einzigen, die sich zu recht über Hartz 4 zu beschweren können sind deshalb die Leute, die nicht damit einverstanden sind, dass ihr Geld umverteilt wird. Das sind die wahren Geschädigten.

Man stelle sich vor, ein Einsiedler auf einer einsamen Insel würde ein Sozialsystem einführen. Ohne Opfer könnte er sich seine „Menschenwürde“ und seine angeblichen Menschenrechte sonst wohin stecken und müsste kläglich verhungern, wenn er sich weigerte produktiv zu sein oder nicht dazu in der Lage wäre. Seine Ansprüche, die er einstimmig beschlossen hat, wären absolut nutzlos und sein Tod eindeutig selbstverschuldet. Die Lage ändert sich nicht, wenn mehr Menschen dazukommen, außer dass ihm nicht mehr alle Ressourcen zur Erstbenutzung zur Verfügung stünden, aber es war kein Mangel an natürlichen Ressourcen, der zu seinem Ableben geführt hat, sondern seine Entscheidung bzw. Inkompetenz.

Ich weiß, dass ich mir das Recht auf Leben ohne fremde Einmischung und Nötigung, welches jeder Mensch hat [1], von niemandem erkaufen muss, indem ich ihm ein Existenzminimum bezahle. Und bevor die dämlichen Einwände kommen, von wegen ich wollte alle Armen umbringen, oder was weiß ich mit ihnen anstellen, lasst euch Folgendes gesagt sein: im Zweifelsfall interessiert es mich nicht, wie oder ob mir unbekannte Personen ohne meine Unterstützung klarkommen. Es ist nicht so, dass ich gegen jemanden von euch persönlich etwas habe – sondern dass es mir schlicht und einfach am Arsch vorbeigeht was aus euch wird. Es sind nicht meine Probleme, und ich bin nicht verpflichtet euch bei irgendwas zu helfen. Ich würde euch nicht sanktionieren lassen, sondern strebe die Auflösung des gesamten Sozialsystems an, weil ihr keinen legitimen Anspruch auf die Produktivität von anderen Leuten habt, und das nicht erst nachdem eine Jobcentervorschrift missachtet wurde. Das was ihr als euren Bedarf bezeichnet gibt euch übrigens auch keinen Anspruch darauf. Ein fairer Deal ist ein einvernehmlicher Tausch von Wert gegen Wert und eure Bedürftigkeit ist nicht von Wert für mich.

Bitte verschont mich auch mit dem Schwachsinn, dass das System ungerecht ist, weil alle Produktionsmittel (die ihr nicht geschaffen habt) schon verteilt seien, oder dass alle natürlichen Produktionsfaktoren (wie z.B. Land) schon Eigentümer haben, weswegen ihr glaubt irgendwie hintergangen worden zu sein und dass euch alles in den Schoß fallen würde, wenn da nicht das Privateigentum wäre, welches ihr berechtigt seid zu erwerben wie jeder andere auch. Die Wahrheit ist, dass ihr selbst wenn ihr das Land hättet, was ihr bräuchtet, um zu überleben (welches in unserem System weniger als 2 durchschnittliche Nettomonatslöhne kostet [2]) nicht nutzen würdet um darauf was anzubauen, sondern trotzdem am Schnorren wärt. Sich autark zu versorgen erfordert Arbeit die viel härter ist als die, die auf dem Markt angeboten wird. Was ihr wollt sind die Produkte von Arbeit, nicht unbenutzte natürliche Ressourcen die keinen Wert haben wenn sie niemand bewirtschaften will. Ihr verdient diese Produkte nicht.

Die Asylflut zeigt das ganze Versagen des Systems „Sozialstaat“, welches auf dem unmoralischen Bedarfsprinzip aufbaut das ihr zu wenig kritisiert, nicht wegen irgendwelchen Verhetzungsparagraphen, sondern weil ihr wirklich davon überzeugt seid, dass es ein Existenzrecht auf fremde Kosten gäbe. Ihr seid gezwungen Barrieren zu errichten um die schiere Masse der Bedürftigen aufzuhalten, denn die konsequente Anwendung des falschen Prinzips, die darin bestünde allen Bedürftigen auf der Welt gemäß ihrer Bedürftigkeit zu helfen, würde zum sofortigen Untergang jeglicher Zivilisation führen.

Jetzt erklärt mir doch bitte, womit hat ein deutscher Nichtstuer, der niemandem je irgendeinen Wert anzubieten hatte, den Anspruch auf das Eigentum oder die Einkommen von anderen Deutschen, aber die übrigen 7 Komma irgendwas Milliarden Menschen nicht? Hängen eure Moralvorstellungen etwa davon ab was auf einem bedeutungslosen Papier steht? Warum soll ich gezwungen werden mich dafür zu interessieren, ob irgendein Typ mit deutschem Pass unter der Brücke abkratzt oder nicht, wenn ich darauf pfeifen darf, dass gerade dasselbe einem Kind in Afrika passiert? Ganz einfach, weil die Wahrheit ist, dass eure Gesetzgebung euren Gefühlen und Herdeninstinkten folgt, nicht eurem Verstand. Eigentlich müsste mich weder das eine noch das andere Problem kümmern.

Wie käme ich auch sonst dazu selbst zu leben oder irgendetwas zu machen, wenn ich mich ständig, bei jedem Kauf fragen müsste, in welchem überbevölkerten Kontinent jemand gerade Bedarf nach dem ausgegebenen Geld hat oder was ich tun könnte um den Bedarf zu stillen? Das fragt ihr euch natürlich üblicherweise auch nicht, aber im Gegensatz zu euch emotional Manipulierbaren begreife ich was das bedeutet und über meine tatsächlichen Prioritäten aussagt.

Weil ich ehrlich genug bin euch meine Meinung über den Sozialstaat ins Gesicht zu sagen, kann ich im Einklang mit mir selbst auch jedem widersprechen, der mir irgendeine Verantwortung für ein Problem zuweisen will, was nicht durch meine Handlungen entstanden ist, die Begründung ist dieselbe. Solltet ihr vielleicht einmal ausprobieren. Denn euer Sozialstaat ist nicht erst seit der Flüchtlingswelle ein Strick, der sich langsam um euren Hals zuzieht. Je schneller ihr ihn loswerdet, desto besser. Seht, was er mit eurer Gesellschaft angerichtet hat. Ihr habt Millionen Arbeitslose, weil ihr zu feige seid ihnen zu sagen, dass sie keinen Anspruch auf Hilfe haben. Zu verweichlicht um ihnen die Stütze zu streichen und damit den Anreiz zu geben den Arsch hochzubekommen und die Jobs zu machen, für die ihr gerade Osteuropäer einstellen müsst. Ihr unterstützt Singlemütter und gebt damit Frauen einen Anreiz Kinder in die Welt zu setzen, mit denen sie finanziell überfordert sind und die deshalb (der Systemlogik nach) von den intakten Familien mitversorgt werden müssen, von denen es wegen genau dieser „Sozialscheiße“ immer weniger Exemplare gibt.

Aber das bemerkt ihr gar nicht mehr, so sehr seid ihr auf Altruismus gehirngewaschen. Mittlerweile lasst ihr euch teilweise sogar vollkommen fiktive Gründe wie angeblich drohende Klimakatastrophen aufdrängen, um euer Eigeninteresse verleugnen zu können. Das Schlimmste in diesem Land ist nicht die Nazikeule, sondern die Egoismuskeule, die jede freiheitliche Regung erschlägt und jedem von euch befiehlt seine eigenen Interessen aufzugeben und sich dem „Allgemeinwohl“ unterzuordnen, was alles ist, außer das Wohl der Personen, die gezwungen sind die Mittel dafür bereitzustellen. Deshalb habt ihr die Lektion in angewandter „sozialer Gerechtigkeit“, die euch die Elite gerade mit den Flüchtlingen erteilt, bitter nötig, denn jetzt dürft ihr selbst alles aus der Perspektive der Reichen betrachten, nur halt ohne Geld.

Versteht, dass eure Unfähigkeit zur prinzipiellen Ablehnung des Bedarfsprinzips ein großes Problem ist und lernt eure eigenen, egoistischen Interessen zu vertreten oder geht mit eurer Solidarität im Zeitraffer unter, genauso selbstverschuldet wie die Schlauchbootabenteurer im Mittelmeer. Und wenn ihr untergehen möchtet, dann tut das gefälligst alleine, weil ich mich sicher nicht mit Verlierern solidarisiere. Ich würde es niemals befürworten, dass die Sozialleistungen für Einheimische oder bereits hier lebende Ausländer noch ansteigen, weil die Regierung Flüchtlingen so viel geraubtes Geld schenkt. Andere Regierungslösungen wie Grenzschließungen vertrete ich auch nicht. Die Quelle dieses Problems sind die Sozialsysteme, die restlos beseitigt und zusammen mit der Idee der Existenzsicherung begraben werden müssen. Sie sind ein Krebsgeschwür in allen westlichen Gesellschaften.

Nennt mich meinetwegen „neoliberal“, „sozialdarwinistisch“ oder welche andere Bezeichnung euch gerade für Leute einfällt, die sich weigern so zu tun als würden sie es genießen in eurem Namen ausgeraubt zu werden. Ich habe kein Stockholmsyndrom und scheue mich nicht davor, mein legitimes Eigeninteresse gegen Leute zu verteidigen, die dreist genug sind ihre persönlichen Gefühle oder ihre Unfähigkeit zur Selbstversorgung als Schuld zu sehen, die andere ihnen gegenüber haben sollen. Mein Standpunkt lautet: Sozialstaat verrecke!“

 

[1] hiergegen zu argumentieren wäre sinnlos, denn ein Argument gegenüber jemandem, der unter Zwang steht, also keinen freien Willen hat, kann von demjenigen nicht verifiziert werden

[2] http://www.oliverjanich.de/der-kommunistische-mythos-vom-ungleich-verteiltem-grund-und-boden

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52 Kommentare

  1. Ab ins FEMA CAMPS USA , da verschwinden ja schon viele obdachlose auf nimmer wiedersehen. Platz ist in 800 FEMA CAMPS JA GENUG, viele Milljonen passen da rein. AERTZTLICHE VERSORGUNG nicht vorgesehen. 4 passen in einen Plastiksarg. Ist doch super oder ?

    • „Und bevor die dämlichen Einwände kommen, von wegen ich wollte alle Armen umbringen, oder was weiß ich mit ihnen anstellen, […]“ (rote_pille, in weiser Voraussicht)

  2. Im Prinzip Ja, aber…
    es reicht nicht den Hintern hochzubekommen und Verantwortung für Familie zu haben. Das Geldsystem ist der Fehler. Solang die einen unendlich Geld aus dem Nichts erschaffen, selbst nicht produktiv tätig sind, die anderen trotz Arbeit nicht überlebrn können, weil sie mehr oder weniger mit für die Zahlung der Zinsen (z.B.Mehrwertsteuer) an die Eliten herangezogen werden, stimmt etwas gewaltig nicht. Und da reicht es nicht zu sagen, dass einen das alles nichts angeht. Ausgebeutet werden alle, die noch produktiv tätig sind, denn mit wertschaffender Arbeit ist das Überleben nicht gesichert. Der Teufel scheißt auf den größten haufen!

    • Da stimme ich in keinem Punkt zu, ich bringe demnächst auch warum. Aber glauben Sie mir jetzt, es ließe sich auch mit diesem Geldsystem viel leichter atmen wenn nicht jedes Jahr fast 900 Mrd. durch die Sozialsysteme fließen würden. Das Geldsystem ist nicht der Grund für die Arbeitslosigkeit.

      • Das Sozialsystem ist in einem hohen Maße ungerecht, da stimme ich zu, aber auch da geht ein großer Teil in die falschen Taschen. Auch die gesamte Politikelite sind Sozialschmarotzer und was noch alles an diesem Apparat anhängt, aber da wissen sie ja am besten bescheid. Das kann man nun nicht komplett auf die Arbeitslosen und Hartz 4ler reduzieren. Was das Giralgeldsystem angeht, das wird in der heutigen Form nie funktionieren, 900 Mrd. mehr oder weniger. Hinter den meisten dieses Geldes steht kein Wert oder nur ein geringer, und das ist meiner Meinung nach das Problem. Solange massenhaft Geld aus dem Nichts erschaffen wird, zumeist um zu spekulieren und dergleichen, Kredite nicht gedeckt oder nur in einem geringen Maße gedeckt sind, wird ein derartiges Geldsystem nicht funktionieren, das werden wir früher oder später einmal mehr zu spüren bekommen.

      • Jetzt erst bin ich darauf gekommen.
        „…es ließe sich auch mit diesem Geldsystem viel leichter atmen wenn nicht…“
        Der Karl Marx hat die gleiche Methode genutzt: Die bösen Produzenten waren schuld am Elend der Welt. Niemals nicht das Treiben der Geldschöpfer.

  3. Scharf machen bringt nichts. Genauso könnte man fordern alle diejenigen sofort zu exekutieren die ganz offensichtlich das Prinzip Steuern nicht verstanden haben, dadurch die Grundlagen zivilisierten Zusammenlebens in Frage stellen und eben diese Zivilisation gefährden.

    • Oh, das Prinzip „Steuern“ ist leicht zu verstehen. Die Staatsdiener verlangen Geld und drohen Gewalt an, wenn man ihren Forderungen nicht nachkommt. Ihre Andeutung mit der Exekution geht da schon in die richtige Richtung. Wenn Privatleute das machen nennt man es übrigens „räuberische Erpressung“, was es faktisch auch ist..

    • @Günter Bodendörfer: Wie können Sie nach der Lektüre dieses zutreffenden Artikels noch so einen (obrigkeitsgläubigen) Kommentar schreiben? Steuern sind die Grundlage des zivilisierten Zusammenlebens: Haben Sie einmal darüber nachgedacht, wie zivilisiert es ist, jemanden etwas per Zwang wegzunehmen, damit der Wegnehmende gegenleistungslos davon leben kann?

  4. Heute war eine sehr interessante Videoanalyse im Internet zu finden über das bedingungslose Grundeinkommen. Analysiert von Andre Gorz. Also wer interessiert ist einfach mal im Internet suchen. Sollte das nun alles in ein paar Jahren eintreten, daß die Technik immer größere Teile der Produktion übernimmt, in der heute noch Menschen beschäftigt sind, werden noch viel mehr „Sozialschmarotzer“ hinzukommen. Klar werden wir auch wiederum Fachkräfte benötigen, die diese Maschinen konstruieren, zusammensetzen und warten müssen, dennoch wird dadurch der wegfallende Teil an Arbeitsplätzen nicht kompensiert werden. Adidas wird in Deutschland die erste Fabrik bauen die zur Produktion nur Maschinen beschäftigt. Sicher, vorher waren in Deutschland auch keine Arbeiter in Fabriken von Adidas beschäftigt, da man in Fernost das meiste produziert. Das ist aber nur der Anfang. Bedingungsloses Grundeinkommen um den Konsum aufrecht zu erhalten? Wer finanziert das? Das System gerät früher oder später an seine Grenzen. Und die Diskussion seit längerem darüber zeigt, das es nicht nur eine Eintagsfliege darstellt. Hartz 4, Arbeitslosengeld, die kompletten Summen fließen in die Wirtschaft, Mieten, Nahrungsmittel etc. Auch das ist Umverteilung. Alle Zuschüsse, alles Geld, alle „Erleichterungen“ für die Menschen haben nur ein Ziel, die Menschen sollen dieses gleich wieder dem Staatshaushalt und der Wirtschaft zuführen um das System am Leben zu halten. (Abfrackprämie, Zuschüsse für Elektrofahrzeuge etc.) Ja damit werden Arbeitsplätze geschaffen um den Menschen Geld zu geben dass diese dann davon Dinge kaufen, die sie gar nicht brauchen. Zudem steigen die Konflikte zwischen den Menschen stark an. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Gesellschaft noch einmal mehr teilen. Und ja, es wäre ungerecht, aber wem nützt es? Da spielt Gerechtigkeit wenig eine Rolle. Von dem her ist es nicht undenkbar.

    • „Sollte das nun alles in ein paar Jahren eintreten, daß die Technik immer größere Teile der Produktion übernimmt, in der heute noch Menschen beschäftigt sind, werden noch viel mehr „Sozialschmarotzer“ hinzukommen.“
      Mit denselben Parolen gingen schon die „Maschinenstürmer“ im 18. und 19. Jahrhundert hausieren.
      Seinen Sie unbesorgt: Wenn etwas unendlich ist, dann die menschlichen Bedürfnisse und Wünsche sowie der menschliche Erfindungsgeist. Die Arbeit wird den Menschen in den nächsten paar millionen Jahren nicht ausgehen

      • Wir werden sehen was die Zeit bringt. Doch wir beobachten auch, dass immer mehr Tätigkeiten und vor allem menschliches Denken von Maschinen übernommen wird, selbstverständlich muß dass auch wieder jemand den Maschinen beibringen, aber dazu bedarf es auch gewisser Grundlagen, die vielleicht nicht jeder mitbringt. Das Wort Sozialschmarotzer habe ich bloß benutzt um zu zitieren und überspitzt wiederzugeben. Ich persönlich maße mir nur sehr selten an über Arbeitslose und Hartz 4 Empfänger zu urteilen, besonders dann nicht, wenn ich deren Menschen ihre Geschichte nicht kenne. Ich finde es äußerst zweifelhaft im Allgemeinen zu urteilen, zumindest sollte man gewisse Außnahmen und Möglichkeiten nicht außer acht lassen. Wie das mit den Außnahmen ist wissen wir.Also bitte meinen Kommentar nicht falsch verstehen.

    • „…Alle Zuschüsse, alles Geld, alle „Erleichterungen“ für die Menschen haben nur ein Ziel, die Menschen sollen dieses gleich wieder dem Staatshaushalt und der Wirtschaft zuführen um das System am Leben zu halten…“

      Welches System? Joschka Fischer, als Sprachrohr für Wenauchimmer, wird zitiert mit, sinngemäß: „Egal, wofür das Geld verschwendet wird, wichtig ist nur, daß die Deutschen es nicht haben“.
      Und was für einem System nutzt es, wenn, wie vom Gollum gestern vorgeschlagen, jetzt auch noch riesige Summen in Entwicklung / „Wiederaufbau“ von Afrika und Arabien geschaufelt werden?
      Da ist nur ein endloses Schuldensystem, das immer weiter ausgedehnt wird. Aufhäufen von Schulden als Sinn des Systems.

  5. Man stelle sich vor, ein Einsiedler auf einer einsamen Insel würde ein Sozialsystem einführen. Ohne Opfer könnte er sich seine „Menschenwürde“ und seine angeblichen Menschenrechte sonst wohin stecken und müsste kläglich verhungern, wenn er sich weigerte produktiv zu sein oder nicht dazu in der Lage wäre.

    Das muss man sich nicht vorstellen, man kann sich das in vielen Ländern beobachten. Die“ produktive Arbeit“ der in den entsprechenden Ländern von den unteren Schichten nachgegangen wird nennt sich STEHLEN (um nicht zu verhungern). Im Gegensatz zur staatlichen Enteignung überlebt man diese nicht immer, siehe z.B. Mexiko, Kambodscha, Südafrika und vielen anderen Nicht-Sozialstaaten. Bei ca. 10 000 000 Menschen in Deutschland die ohne Sozialleistungen stehlen müssten wäre die Polizei auch hier völlig überfordert. Das eingesparte Geld für Soziales ginge weg für private Sicherheitsdienste.

    • Und nicht nur für private Sicherheitsdienste, auch für Justiz, den Bau und Unterhalt von Gefängnissen. Die damit verbundenen Kosten wären um ein Vielfaches größer als die Transferleistungen, welche vom Autor hier angeprangert werden.
      Und die Lebensqualität derer, welche noch einer sogenannten „produktiven Arbeit“ nachgehen wäre gleich null, da man in ständiger Angst leben müsste überfallen, beraubt oder was auch immer zu werden. Der Artikel ist einseitig, sehr kurz gedacht und in weiten Teilen sehr naiv.

      • @tzu
        Um Diebe und Räuber abzuschrecken braucht es nicht unbedingt den Bau von Gefängnissen oder dergleichen. Ein Posten Schrot ist unter Umständen viel wirkungsvoller und günstiger allemal.

      • Dieser Artikel wäre unzutreffend, wenn man konsequenterweise für Stehlen und Raub alternativlos die Todesstrafe verhängen würde !
        „Und nicht nur für private Sicherheitsdienste, auch für Justiz, den Bau und Unterhalt von Gefängnissen. Die damit verbundenen Kosten wären um ein Vielfaches größer als die Transferleistungen, welche vom Autor hier angeprangert werden.
        Und die Lebensqualität derer, welche noch einer sogenannten „produktiven Arbeit“ nachgehen wäre gleich null, da man in ständiger Angst leben müsste überfallen, beraubt oder was auch immer zu werden. Der Artikel ist einseitig, sehr kurz gedacht und in weiten Teilen sehr naiv.“

    • „Bei ca. 10 000 000 Menschen in Deutschland die ohne Sozialleistungen stehlen müssten …“
      Ja nicht mal stehlen müssen sie (die Schmarotzer und damit meine ich nicht nur „Sozialhilfeempfänger“ sondern ALLE Nettostaatsprofiteure) hierzulande selber. Sie beauftragen den Staat damit, es für sie zu tun. Ist auch viel bequemer und weniger riskant. Wenn sie es selber tun müssten, dann wäre dem Einen oder Anderen vielleicht doch das Risiko zu hoch und er würde womöglich seinen Lebensunterhalt mit eigener Hände Arbeit bestreiten.

    • Alle Industrieländer waren anfangs Nicht-Sozialstaaten (sonst hätten sie sich niemals entwickelt), und dort haben sich die Leute nicht gegenseitig umgebracht. Weil sie halt auch sehr marktwirtschaftlich waren, mit einer Regierung die die Eigentumsrechte nicht in dem Ausmaß verletzt hat, wie die in den von Ihnen genannten Staaten.
      Wer stehlen kann, der kann übrigens auch arbeiten. Wenn genügend Anreiz dazu gesetzt sind, wird sich auch Arbeit finden.

  6. MARCEL.irgendwie haben alle ein bischen recht, die kommentiert haben. Ihr kommentar triff,s genau. Bis ca. 2020 sollen noch 6 milljonen arbeitsplätze veloren gehen in der EU. kenne eine frau vom arbeitsamt die sagt wenn ich einen von 100 vermittelt kriege ist das schon gut, sie sagt es gibt fast keine festen arbeitsplätze mehr ganztags. Die firmen hohlen alle nur noch für wochen wenige monate leute. Sie sagt auch es sind 60% gute leute 30% dumme und alte 10 % die nicht arbeiten wollen wären Schmarotzer. Ich las auch mehrfach im netz, das wenn es so weiter geht bis 2025 jeder 3 deutsche leistungen vom Arbeitsamt braucht, vor allem rentner .Mietzuschuss ist auch eine sozale leistung und das bekommen seeehr viele deutsche, auch auslander die schon lange in deutschland sind. VOR ALLEM IST JA EINS KLAR ES SIND NICHT 3 MILLJONEN ARBEITSLOSE SONDERN MINDESTES 8-10 MILLJONEN. Rausgemogelte leute 1 euro jobber hakelstunde bastelstunde fur fauen hauswirtschaftsmasnahme, autos zählen, tauben erschiessen im park, die jobcenter, kurtzzeitige leiharbeiter. Eine lehre machen nur noch wenige, weil die firmen nur junge Azubis holen und das massig. Ich habe eine nachbarin, die hat das jobcenter in eine 3 monatsmassnahme von koblenz nach bremen geschickt, was musste die lernen 3 monate LAUBSAEGEARBEITEN diese scheissdinger aus sperrholz. Wo soll die arbeiten gehen mit diesen fertigkeiten. IN EINER BEHINDERTENWERKSTATT ? Ps. ich vergass die vielen ganz Alten die jobcenter frühzeitig in rente genötigt werden.

    • MARCEL:
      Zur Dame vom Arbeitsamt ist folg. zu sagen:

      Wenn diese von 100 arbeitslosen Leuten nur einen einzigen vermitteln kann, und das dann auch noch als gut angesehen werden kann,
      arbeitet sie mit einem „staatlichen Wirkungsgrad“ von einem Prozent.
      Was macht man in der malochenden Wirtschaft mit einem Gerät, das mit einem solchen miserablen Wirkungsgrad arbeitet ?

      Kommt zum Schrott, um selbst nicht bankrott zu gehen !!!

  7. Früher war Alles besser.
    Da gab es die bäuerliche Großfamilie, die Einen immer irgendwie auffing. Dann kam die Industrialisierung. Bei Wirtschaftskrise, Alter, Krankheit war da kein großer Tisch mehr, an dem auch ein, zwei Esser mehr immer noch irgendwie satt wurden. Also ließ ein Bismarck sich von den Sozis überzeugen und ein rudimentärer Sozialstaat war da. Für mich akzeptabel.

    Was daraus geworden ist, verdanken wir den Universalen Menschenrechten.

    Anders als @rote_pille möchte ich nicht den Sozialstaat verrecken sehen, sondern die Universalen Menschenrechte. Alternative wären Bürgerrechte. Weil: Sozial geht nur national.

    Das Ganze ist jedoch eine Diskussion um des Kaisers Bart. Was kommt, das ist für die Meisten undenkbar. Weil so unglaublich asozial. Noch. Die Maßstäbe lassen sich anpassen.
    Eine eiskalt neoliberale Welt habe ich vor der Haustür. Und, was @rote_pille sicher nicht verstehen wird, diese Welt wird nur durch die Staatsmacht garantiert.

    • „Weil: Sozial geht nur national.“
      Und worauf, bitte schön, begründen Sie Ihren Anspruch, Andere (national) ausbeuten zu dürfen?

      • Mit dem Zerfall der natürlichen Solidargemeinschaft Großfamilie zugunsten des modernen Industriestaates. Dieser Staat als Profiteur ist da in der Pflicht.
        Und national, weil ich staatliche Souveränität unbedingt gewahrt sehen möchte. Volk ist immer auch Schicksalsgemeinschaft, ob das gefällt oder nicht.
        Ausbeuten? Nicht jedes Problem läßt sich auf private Wohltätigkeit abschieben. Nach meiner Erfahrung sind etwa 10 bis 15 % Prozent der Deutschen mindestens gelegentlich auf die eine oder andere Form von Unterstützung angewiesen. Und sei es nur Beratung. Mit der rapiden Zunahme neuer Arten von Arbeitsverhältnissen sehe ich da eher keine Besserung.
        Ein Fürst Bismarck war sicher nicht der Erfinder der Sozialindustrie. Oder Henry Ford. Der hat seine Arbeiter deutlich über dem Durchschnitt entlohnt. Dafür aber auch deren Freizeit überwacht, ob sie sich nicht etwa dem Suff hingeben.
        Singapur ist sicher nicht für seine soziale Hängematte bekannt. Aber: (Zitat) „…Social and community services in Singapore offer various social and community services to build a strong community…“

        • @Rüdiger
          Jetzt haben Sie aber immer noch nicht erklärt, womit Sie Ihren Anspruch rechtfertigen, andere Menschen ausbeuten zu dürfen.

          • Na schön, nennen Sie halt Steuern Ausbeutung.
            Man kann sie allerdings auch Beteiligung an Aufgaben der Gemeinschaft nennen.
            Der Unternehmer als Mensch und also soziales Wesen sollte das nicht gänzlich ablehnen.
            Höhe und Verwendung von Steuern sind ein ganz anderes Problem.

  8. Nunja, es gibt bornierte und es gibt intelligente Arschlöcher (Verzeihung !). Was beide gemeinsam haben und darin oft zusammenfindet ist, daß hinten nur Scheiße rauskommt (Nochmals: Verzeihung!). Sowohl dumme als auch intelligente Arschlöcher können gleichermaßen unter z.B. narzißtischen und anderen Persönlichkeitsstörungen leiden – die ihnen allerdings in der Regel nicht bewußt sind – das bringen diese Störungen leider Gottes mit sich. Psychopathologisch betrachtet also ein äußerst interessanter Artikel- weniger wegen des Inhalts als vielmehr der Form wegen. Irgendwie muss ich bei der Lektüre an „Die Ärzte“ und die Textzeile „Deine Springerstiefel sind nur ein Schrei nach Liebe“ denken. Nein, nein, es geht hier nicht um den Versuch die Nazikeule auszupacken, vielmehr um einen verletzten, verzogenen Bengel (in Gestalt eines erwachsenen Mannes – Text und Semantik legen eine männliche, nach Autorität heischende Person nahe), der unfähig ist, essentielle menschliche Gefühle und Empfindungen auf adäquate, reife und vor allem einfache Art und Weise innerhalb eines natürlichen Gedankenprozesses (der nur aus einem gesundem Zusammenspiel von Ratio und Emotio funktionieren kann) zum Ausdruck zu bringen und entsprechend zu kommunizieren.
    Um diese Defizite zu kaschieren werden dann Denksysteme, in der Regel angelesenes (gerne auch akademisches) Wissen benutzt, welches eben nicht aus unmittelbarer ureigenster Erfahrung stammt, in Ideologische Vorstellungen verpackt und daraufhin alles, was mit diesen Vor-Stellungen nicht konfom geht – mehr oder weniger zwanghaft – negiert.
    Das bedrohliche und auch manipulierende Element daran ist die unbedingte Zementierung des korrespondierenden Denksystems, eigentlich eine Erstarrung, die eine gereifte Mit-Menschliche Kommunikation und damit den eigentlichen Wunsch nach freier, kreativer, menschlicher Entfaltung vollkommen erstickt.
    Und das, obwohl frecherweise genau das Gegenteil postuliert wird und zwar unter dem zu vermittelnden Eindruck von hohem Sachverstand und entsprechender Kompetenz – was übrigens eine Folge des in der modernen westlichen Welt vorherrschenden Materialismus und negativ ausgeprägten Egoismus ist (der in gesunder Form durchaus seine Berechtigung hat).
    Doch leider handelt es sich eben nur um ein weiteres bedauernswertes Opfer jener fehlerhaften Sozialisationsprozesse, die hier so überaus vehement kritisiert werden (sollen).

    Nun, rote_pille wird wohl ein weiteres Mal nicht verstehen, dass er eigentlich die Blaue Pille eingenommen hat, aber vielleicht versteht der geneigte Leser es ja und geht auf dessen misanthropisches Geschwätz (zum eigenen Vorteil) garnicht erst weiter ein, denn Zitat:

    „Es sind nicht meine Probleme, und ich bin nicht verpflichtet euch bei irgendwas zu helfen.“

    Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen !

    Mit freundlichen Grüßen & den allerbesten Wünschen für eine bessere Zukunft

    • (das hier bitte durchlassen)
      Sie brauchen bei mir die Nazikeule nicht mal zu versuchen, meine beiden Eltern sind ausländische Fachkräfte (wirkliche, nicht solche die uns die ÖR-Sender verkaufen). Als Anarchokapitalist lehne ich Autoritäten stärker ab als die meisten meiner Mitmenschen. Ihr Sozialstaat lässt sich übrigens ohne die Autorität des Staates nicht erhalten, unabhängig von Ihren Gefühlen.
      Dass natürliche Gedankenprozesse Emotionen einschließen ist richtig. Jedoch muss man sich, wenn man mit anderen argumentieren und zu einer Erkenntnis kommen möchte, einig sein, dass man nur Argumente zulässt, die auf Logik und Vernunft aufbauen. Denn nur so kann man intersubjektiv nachvollziehbare Aussagen treffen. Alles andere führt zu einem Aneinander-Vorbeireden und führt jede Diskussion ad absurdum.
      Meine absichtliche Beschränkung auf Argumente sehen Sie aber nicht als bewundernswerte Demonstration meiner Selbstkontrolle an, sondern als Beweis dafür, dass ich emotionale Defizite habe. So als ob ich nicht in der Lage wäre emotionalen Bullshit zu bringen, wenn ich wollte und das nicht als niveaulos betrachten würde. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Sie überhaupt nicht wissen, wie man eine sachliche Diskussion führt und Gefühlen/ Vorurteilen/ Beleidigungen den gleichen Stellenwert in einer Diskussion beimessen wie Argumenten. Dies belegen Sie übrigens durch diese bescheuerte Andeutung mit den Springerstiefeln, die nichts anderes ist als ein Vorurteil, oder durch Ihre offen ausgesprochenen Beleidigungen meiner Person.
      Freiheit und kreative Entfaltung fassen Sie auf als Freiheit von Vernunft und Realität, so als könnten Sie beides ausschalten, wenn Sie so tun ob die Dinge anders wären als sie tatsächlich sind. Oder als ob es für mich von Vorteil wäre meine Zeit mit dem Verfassen von Wunschvorstellungen zu verschwenden um Leute wie Sie zu beeindrucken. Das Wesen der Manipulation, die immer an die Gefühle des Manipulierten appelliert, haben Sie auch nicht verstanden.
      Die Haltung, die aus Ihrem Kommentar spricht, ist eine Angst vor Prinzipien und klaren, unmissverständlichen Aussagen, die keine Fehlinterpretation erlauben, sondern die Wirklichkeit so beschreiben wie sie ist oder fundierte und endgültige Urteile enthalten. Das kommt daher, dass Sie in diesem Artikel mit einem Haufen Aussagen dieser Sorte konfrontiert wurden. Sie besitzen aber nicht die nötige emotionale Reife, um den Einfluss Ihres emotionalen Widerstands gegen meine Positionen zu kontrollieren und sich selbst die Einsicht zu erlauben, dass Sie im Unrecht waren. Aus diesem Grund vermeiden Sie die direkte Diskussion darüber und hoffen mit dieser Pseudopsychoanalyse den Text entkräften zu können, was übrigens nur ein Fehlschluss ad hominem ist.

  9. Möchte jemand den Autor des Textes als Nachbar haben?
    Ich möchte noch nicht einmal unter dem gleichen Himmel mit solchen Kreaturen leben.

  10. Wahre Worte, und genau richtig ausgedrückt.
    Ich nannte das Ganze bisher ‚Eigenverantwortung übernehmen‘ bzw die Verweigerung der Verantwortungsübernahme schon für sich selber.
    In Kürze fliegt und das ganze ‚System‘ eh um die Ohren, dann ist es vorbei mit Transferleistungensempfängen jegwelcher Art.

    • „…In Kürze fliegt und das ganze ‚System‘ eh um die Ohren, dann ist es vorbei mit Transferleistungensempfängen jegwelcher Art…“
      Dann wird es ein neues Transfersystem geben, die Klientel bleibt nicht unversorgt – eher wird sie besser gestellt sein als kleine Hamsterradler.
      Und mit den Steuern geht es dann erst so richtig los.
      Sollte mich nicht wundern, wenn Regierung zukünftig Wohlfahrtsausschuß heißt.

    • Das hat man schon vor 30 Jahren gesagt… Und, wie man sieht, den Sozialstaat gibt’s immer noxh. Den wird es auxh noch ne weile geben

      • “ Den wird es auxh noch ne weile geben“
        JA und zwar genau so lange bis der letzte Groschen vom fremden Geld ausgegeben ist und der letzte Leistungsträger das Land verlassen oder die Seiten gewechselt hat. Passiert derzeit in Venezuela im „Zeitraffer“ und ist schön anzusehen, so aus der Ferne.

  11. Mit Arschlöchern, die in sozialistischen Zwangssystemen denken und meinen über anderer Leute Mittel per Zwang verfügen zu können, sollte genau das Gleiche geschehen.

  12. INFO keine ablenkung vom tema.
    Schaut bitte mal hier rein, ich halte das für sehr wichtig.
    http://WWW.KONJUNKTION.INFO
    FISCHSTERBEN: milljonen toter fische als vorboten einer grösseren naturkatastrophe
    weltgeschehen wissenschaft 10 mai 2016 mich hat das schon überrascht was ich las.

  13. Bravo!
    Die Schließung der Grenzen (und Verteidigung mit der gleichen brutalen Gewalt, wie sie vom Staat gegenüber Netto-Steuerzahlern entgegengebracht wird) wäre insofern wünschenswert, weil sie das Problem des Sozialstaats veranschaulichen würde.

    Anzumerken ist noch, daß die gutmenschlichen Ausbeuter sich trickreich rhethorischer Schlagwörter und Mythen bedienen, um uns _einzuschüchtern_, Beispiele:

    – der „Generationenvertrag“/“Solidarpakt“ (Mythos – diesen haben junge Leute nie unterschrieben, warum soll er gültig sein?)

    – Sprache des dt. Finanzamts, der mächtigsten Einrichtung Deutschlands. Im Steuererklärungs-Formular gibt es u.a. die Rubrik „Beweise für die Zeiten der Nichtbeschäftigung“ – das bedeutet, jemand der Für ein paar Monate keine Steuern an den Staat bezahlt, hat die _Beweislast_, seine „Unschuld“ zu beweisen, andernfalls wird er beschluldigt/ihm unterstellt, Steuern zu hinterziehen, ohne jeden Beweis, daß er einen Cent verdient hat. – Diese Sprache läßt es so erscheinen, daß der Staat ein Recht auf ständige Arbeitsleistung und Ablieferung von Steuergeldern hat, andernfalls muß sich der Bürger beim Staat, seinem obersten Chef sozusagen, rechtfertigen. Steuern sind kein kleiner „Beitrag“ zur Gesellschaft mehr, sondern eine Art Leibeigenschaft und Sklaventreiberei der leistungsbereiten Bürger.

    – die Gerechtigkeit „jeden nach seinen Fähigkeiten“ zu subventionieren, „jeden nach seinen Bedürfnissen“ zu belasten – das ist O-Ton von Karl Marx, und wird dennoch von deutschen Wirtschafts-„Experten“ z.B. im Handelsblatt als die Grundlage unseres Systems genannt – die Urväter der BRD würden sich im Grab herumdrehen, so etwas wurde nie beschlossen, es ist die Interpretierung von „Menschenwürde“ seitens der marxistischen CDU/CSU/SPD/Grüne und neuerdings auch FDP

    – die „verdammte“ Pflicht den Flüchtlingen zu helfen (Zitat Merkel) – wenn es um die Einschüchterung von uns geht, wird durchaus vom höchsten Amt Deutschlands auch mal _geflucht_

    – der Mythos „ohne Krankenversicherung würden arme Leute sterben, dehalb ist die gesetzl. Krankenkassenpflicht mit ihren extremen Beiträgen unbedingt notwendig“ – nein, man würde dann einfach eine private Versicherung _nur für Notfälle_ abschliessen, die eben _nicht_ den jährlich benötigten Hustensaft und das Aspirin, oder eine Routineuntersuchung aus dem gemeinsamen Topf bezahlt, und schon wären die Beiträge wieder im unteren 2-stelligen Bereich, und es würde einem wieder genug Geld bleiben für andere Dinge als ständig nur die Gesundheit – wer will den ganzen Tag schuften, nur um gesund zu sein? da erwarte ich mehr vom Leben, sprich, mehr Geld von der Arbeit

    P.S.: Die Grünlinge under den Lesern, die an das Märchen vom „bedingungslosen Grundeinkommen“ und den angeblich nicht mehr vorhandenen Arbeits“plätzen“ glaubt, sollte sich von seiner Gehirnwäsche befreien, und mal lernen was „Marktwirtschaft“ ist und was Angebot und Nachfrage ist. Es gibt gar keine begrenzten „Plätze“ am Arbeitsmarkt und es gibt unbegrenzte Nachfrage nach allem erdenklichen.

  14. Was für ein misanthropischer Gedankendiarrhoe! Ist es dir lieber, ausgeraubt zu werden, du fleischgewordene Egomanie?? Kaum einer verhungert freiwillig du widerlicher Geizkragen! Leute wie du sind das Problem, unempathische kalte kotzbrocken

      • Und was wenn es in dem Moment keine bezahlte Arbeit gibt? Es gibt mehrere Millionen arbeitslose hierzulande, jedoch nur etwa eine halbe Millionen Arbeitsplätze

        • Wenn der Sozialstaat gekillt wird, geht der Preis für Arbeit runter (obwohl das Nettoeinkommen ohne die ganzen Abgaben wahrscheinlich noch steigt) und dann gibt es wieder mehr Beschäftigung.

        • Richtig, es gibt mehrere millionen Menschen in diesem Lande und alle haben Bedürfnisse. Da wird Jeder immer Einen finden, dem er dienen kann.

  15. Zum Glück sind Libertäre und anarchokapitalisten eine winzige Minderheit. Diese Ideologie ist Destruktion pur.
    Man muss kein Sozialist sein, um so einen Schwachsinn zu als solchen zu erkennen

    • Leider sind Kommentatoren wie sie eine große Mehrheit. Diese inhaltlosen Aussagen sind Destruktion pur.
      Man muss kein Libertärer sein, um so einen Schwachsinn als solchen zu erkennen

  16. Die rote Pille hat recht, natürlich manchmal schamlos egoistisch, exaktiert und borniert, aber trotzdem irgendwo stimmig. Allerdings: Fakt ist, das dieses System numal implementiert ist. Wie weiter? Wenn ich Ihrer Kritik folge muss ich auch handeln, aber wie, ohne das man Millionenen das Leben raubt. Denn genau das ist die Konsequenz.
    Aber stellen wir uns vor, wir könnten noch einmal anfangen:
    Unser System hat ein grossen Problem, denn dieses sorgt dafür das der stärkste gewinnt und einen Machtkonzentration zulässt, die im Staatskapitalismus endet, wo der letzte Konzern die umfassende Macht hat. Dann gäbe es die Eigentümer diese Konglomerats und der Rest 99% der Menschen wären Sklaven. Und sie, rote Pille auch.
    Ein gutes Sozialsystem, was ich für unabdinglich halte schützt davor, besser aber ein starkes inneres Geländer wie es der Glaube im Christentum erzeugt, wo ein unbedingter Aspekt zur Erreichung des Friedens mit Gott eben dies Teilen mit dem Mitmenschen ist!

    • Die Vermögenskonzentration brauchen Sie nicht zu fürchten. Die Vermögen – Guthaben und Produktionsmittel – beziehen ihren Wert aus der Solvenz der Schuldner bzw. den Einnahmen, den man aus dem Verkauf der mit ihnen geschaffenen Produkte generieren kann. Und da es, je ungleicher die Vermögen verteilt sind (unter der Bedingung, dass sich an der Fähigkeit der Kapitalisten nichts ändert), immer wahrscheinlicher wird, das jemand seinen Kredit nicht bezahlen kann bzw. Produkte nur zu einem niedrigeren Preis abgesetzt werden können als erwartet, reguliert sich das von selbst – es sei denn, die Vermögenden schaffen es, die Regierung dazu zu bringen die Schulden zu verstaatlichen (womit sie nicht mehr ausfallen können) bzw. den Absatz ihrer Produkte künstlich anzuregen (durch Konjunktur- oder Sozialprogramme). Genau das sehen wir heute. Das können die aber nur machen, weil die Bevölkerung es für richtig hält und teilweise auch fordert – bis sie ihren Fehler bemerken, weil auch der Staat in den Schulden ertrinkt. Es gibt kein System, das unabhängig von den herrschenden Ideen in den Köpfen der Menschen existiert.
      Wenn die Staaten scheitern, dann werden die heutigen großen Vermögen deshalb genauso enden wie ein Ballon, in den man eine Nadel hineingestochen hat. Uneinbringliche Schulden sind wertlose Guthaben.
      Es gibt keinen Weg, eine irregeleitete Bevölkerung vor den Konsequenzen ihres Handelns abzuschirmen. Wenn man mit 100km/h auf die Wand zufährt, dann muss man auf die Bremse treten, egal wie viele Leute nicht angeschnallt sind. Und je mehr Leute das kapieren, desto früher kann man bremsen und desto weniger schlimm wird es.

      • Mit Hilfe des Staates werden nicht nur die Schulden verstaatlicht, sondern auch immer wieder die Gewinne maximiert, eben durch Konjunkturprogramme, Vetternwirtschaft, Korruption, Kriegstreiberei etc. Dadurch wiederum die Vermögens(um)verteilung extremer. Das sehen wir seit Jahren und eine Regulierung ist meines Erachtens nicht in Sicht. Größtenteils spüren die ungleiche Vermögensverteilung sowieso nur die, sagen wir mal „Schwächeren“, die wie gesagt, eventuell ihre Kredite nicht mehr bezahlen können, Großunternehmen eben dabei ausgeschlossen, sowie deren Manager, die auch auf staatliche Hilfe in (fast) jeder Lage bauen können. In der Wirtschaft zwischen den einzelnen Konzernen ist das eine andere Sache. (Einwurf: Warum wird man eigentlich „gezwungen“ einen Kredit für ein Eigenheim aufzunehmen, das ist wahrscheinlich eines der beliebtesten Investitionen auf Pump. Bezahlbare Immobilien oft Fehlanzeige, trotz harter Arbeit und strenger Sparsamkeit. Auch das ist in meinen Augen Ungerechtigkeit und von Grund auf Ungleichverteilung nach dem Prinzip, der Stärkere gewinnt.)
        Am meisten wird aber die Vermögensverteilung zwischen den einzelnen Bevölkerungsschichten bemängelt. Wie sich das dann regulieren soll, wenn somit doch klar der „Stärkere“ gegen den „Schwächeren“ gewinnt, erschließt sich mir nicht. Ich sehe auch absolut keine Anzeichen für eine derartige Theorie. Meines Erachtens ist es in heutigen Formen unmöglich, dass sich diese Situation reguliert. Das mag innerhalb spezieller Kreise, Schichten oder Gruppen sein, aber nicht zwischen arm und reich, um es mal übertrieben auszudrücken. Das würde ausschließlich bedeuten, es würde sich regulieren, wenn die Schuldner/Unvermögenden verschwinden/sterben, dann wäre das Vermögen wieder gerecht verteilt, weil es eben nur „Wohlhabende „geben würde. Ich sehe keine steigende Solvenz der Schuldner, die zu einer Abschwächung der Unterschiede führen könnte. Dazu müssten Löhne überproportional steigen und Steuern und Abgaben sinken, davon sind wir nun meilenweit entfernt. Doch da Lohnerhöhungen sowieso nur mit ungleich steigenden Gewinnen einher gehen, reguliert sich in meiner Auffassung dabei auch wiederum nichts zu Gunsten der Mittelschicht. Aber du sagst es doch schon in deinem zweiten Abschnitt, dass man eigentlich die Ungleichverteilung bzw. Vermögenskonzentration doch fürchten muss. lg

        • Man könnte auf die Idee kommen sich vor künstlichen Ungleichverteilungen zu fürchten, weil sie instabil sind. Aber es wäre sinnlos sich darauf zu konzentrieren, weil wir erstens nicht wissen können, wie weit wir uns überhaupt von der natürlichen Konzentration entfernt haben (die auftreten würde wenn der Staat nicht eingreifen würde), zweitens eine Rückführung nicht möglich ist, außer durch Enteignungsprogramme, die nur mit extremer Gewalt und Machtkonzentration beim Staat durchsetzbar sind, was uns sofort auf den wirtschaftlichen Stand von Zimbabwe katapultieren würde, und drittens selbst die extremsten Ungleichverteilungen keine Ursache irgendeines Problems, sondern nur ein Symptom sind. Es gab auch im Mittelalter eine extreme Ungleichheit, aber die Ursachen waren natürlich die Leibeigenschaft und die Privilegien des Adels.
          Die Selbstregulierung geschieht durch Bankrotte und kleine Krisen und funktioniert nicht, wenn der Staat sie verhindert, was er bisher mehr oder weniger geschafft hat. Dafür gibt es aber auch keinen richtigen Aufschwung mehr, mit Jobs und steigenden Reallöhnen, und die auftretenden Krisen werden immer heftiger und bedrohen schon alle Staaten. Ich bringe mal was dazu.

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