Die fetten Jahre sind vorbei

Geld sucht derzeit vermeintlich sichere Häfen. Nur wenig wirtschaftliche Investitionen (anders bei der Rüstung). Das lässt die Angst vor einer völlig unsicheren Zukunft widerspiegeln. Die Stimmung scheint vollends zu kippen, was sich auch in kürzlich veröffentlichten Zahlen der wirtschaftlichen Entwicklung wieder findet. Die nächste staatlich verordnete Terrorwelle scheint ebenfalls „nebenbei“ unlängst präsent. Es ist nicht nur eine Krise der Wirtschaft, es ist eine völlige Fehlentwicklung des kompletten Systems, dass sich gefühlt mittlerweile nur noch durch Kredite (keine Werte) und staatlich gepflichtete Konjunktur- und Geldprogramme versorgt. Dahingehend ist es leicht den Finger auf Schwellenländer zu legen und deren wirtschaftlichen Rückgang zu analysieren. Doch dabei ist schon längst sicher, dass sich vor allem das Finanzzentrum zukünftig Richtung Fernost verschiebt, sowie andere wirtschaftliche tragende Bereiche auf die man hier so viel Wert legt. Die derzeitige Entwicklung einer aggressiven Politik auf vielerlei Ebenen scheint diesen Umbruch noch zu beschleunigen, als das es diesen verhindert. Das ist grundlegend der Engstirnigkeit der Politik zu verdanken, die exklusiv dem Großkapital zuarbeiten.

In Zeiten extremer politischer Unsicherheiten ist ausschließlich relevant vorhandenes Vermögen zu sichern. Die Möglichkeiten sind oftmals begrenzt. Vermögen zu vermehren ist mehr und mehr unrelevant, auch gar nicht mehr möglich. Vor allem für die kleineren Anleger. Die Angst vor einen Zusammenbruch der EU und dem völligen Zerfall der Gemeinschaftswährung treibt mehr und mehr Anleger in den US-Dollar. Der Pessimismus im Euroraum ist groß. Nicht nur der Flüchtlingswellen zu verdanken. Die Probleme waren vorher schon da und werden diese auch andauern. Speziell die Wahlen in Frankreich könnten dahingehend richtungsweisend sein, da LePen den Ausstieg aus dem Euro angekündigt hat. Auch ein Referendum zum EU-Austritt steht offen zur Debatte. Griechenland könnte folgen, sowie andere Regierungen, die den EU-Kurs verlassen (wollen). Die Protestlawine ist schon unaufhaltsam im Rollen. Die Parlamentswahlen in den Niederlanden diese Wochen könnten nun schon durchaus die Richtung vorgeben. Auch hier scheint in Vorausschau der Protest die Wahlen zu beherrschen und den Ausgang in andere politische Richtungen zu verkehren. Dabei scheint der Erdogan-Hype schlicht ein willkommenes Ablenkungsmanöver von eigenen fundamentalen Problemen zu sein. Vor allem von der grundlegenden Unzufriedenheit der eigenen Leute mit dem vorrangigen System. Letztlich ist man in den letzten Monaten daran den Finger auf die türkische Diktatur zu legen, um die selben Züge und Charaktere im eigenen Hoheitsgebiet zu verschweigen und zu verschleiern, sich eigens als Vorzeigedemokraten vor den anstehenden Wahlen zu präsentieren. Es brodelt auf jeden Fall unter der Oberfläche des „Gemeinschaftsprojekts“ EU.

Eben damit zerfällt auch das US-Imperium mit samt dem hieraus westlich dominierten System. Was übrig bleibt ist ungewiss. Letztendlich ist die EU bisher nichts anderes, als moderner Kolonialismus unter der Führung der USNato. Ja, zum Zweck der Finanzierung eigener Interessen der Ausdehnung der Macht. So sind die Nato-Staaten/Vasallen außerhalb der US-Grenzen mehr Geldgeber, Unterstützer und Finanziers von militärischen Bündnissen und Interventionen unter der Hoheit Washingtons. Ohne Souveränität. Nur das wird eben, wie auch schon in früheren Zeiten, nicht offen getragen. So versucht man sich noch immer Richtung Ost und Süd auzubreiten, um die Vorherrschaft zu sichern. Etwa Russland in die EU einzuschließen, zu „Partnern“ zu machen, würde daher auch nur eine Ausbreitung imperialistischer Machtansprüche bedeuten.

In Folge der Wahl Trumps zum US-Präsidenten ist der Dollar stark angestiegen. Die Nachfrage vor allem nach Papierdollar hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht und scheint grundlegend weiter zu steigen, um neue Rekordhöhen zu erreichen. Dabei ist aber ein plötzlicher Zusammenbruch auch nicht ausgeschlossen. Es wird geschätzt, dass ca. 40% der US-Papierwährung sich außerhalb der USA befinden. Als der Kommunismus (was man als solches kennt) zusammengebrochen ist, wurde der Dollar die Weltleitwährung im Austausch mit China und Russland. 348 Milliarden US-Dollar hatten zu der Zeit die USA verlassen. Seit der Weltwirtschaftskrise 2007-2009 ist die Nachfrage nach US-Dollar außerhalb der USA nochmal sehr stark angestiegen. Das könnte ein Peak schon vor 2020 mit sich bringen, so schätzt man. Das Vertrauen in den Euro ist dabei grundlegend verschwunden. Eine große Konkurrenz zum Dollar war aber ohnehin nicht erwünscht oder geduldet.

Doch gibt es auch Meinung, die die US-Wirtschaft vorher niedergehen sehen. Schwer vorstellbar ist, dass in weiterer Zukunft unserer Währungssystem als solches noch existiert. Vielleicht ist angestrebt die beiden angeschlagenen Währungen in einer Digitalwährung zu vereinen. Der Ausgang der nächsten Krise wird es zeigen. Die Bezahlung in der heutigen Form wird es sicher nicht mehr geben, und sei es nur eine andere Papierwährung. In Zeiten der Turbo-Digitalisierung in einer noch schnelllebigeren Zeit wird man sich aber eher in Formen der Bezahlung wiederfinden, die grundlegend wider freiheitlichen und souveränen Werten bzw. Anforderungen sind. Die Gefahren fortschreitender staatlicher und kapitalistischer Willkür sind alles andere als harmlos, für viele leider grundlegend nicht bewusst.

Nur ein paar Gedanken, doch gründlich Stoff die Zukunft kritisch zu sehen.

Marcel L.

  • Hoffnungslos verwählt

    Politisch passiert hier immer noch nichts zufällig. Wir stehen vor gravierenden gesellschaftlichen Verwerfungen und Konflikten. Das wird vor allem in der heißen Phase des Bundestagswahlkampf und übergeordnet an den bürgerlichen Reaktionen auf die europäischen zentralistischen Pläne, deren „Rettungsprogramm“, deutlich. Viele befürchten eine noch tiefergreifendere systemische Krise, doch die Entwicklung bis dahin scheint dabei völlig vernebelt. Vor allem die politischen Ursachen sind in der Gesellschaft stellenweise deutlich wenig erfasst. Für die einen ist es aber eine existentielle Krise des Sozialismus, für die anderen der jähe Höhepunkt des umfassenden kapitalistischen Streben. Derart Begrifflichkeiten propagieren permanent unterschiedliche Facetten und Auffassungen schon in sich. […]

  • Der staatliche Kollaps

    Das anberaumte stete und zwanghafte Wirtschaftswachstum, vor allem die damit eng verbundene unbegrenzte Schöpfung von Buchgeld (oder Schuldgeld), wird letztendlich seine Tribute fordern (müssen). Die Geldmittel sind heute fast ausschließlich noch durch Schulden und Schuldscheine gedeckt, die letztlich nur ein Zahlungsversprechen in die Zukunft an sich tragen. Alte Kredite werden durch neue Schuldverschreibungen abgelöst, ohne auch nur ansatzweise einer Kredittilgung (Ausnahme Zinstilgung) beizukommen. Vor allem die Regierungen der hochverschuldeten Staaten (annähernd ohne Ausnahme) bedienen sich dieser maßlosen Tugend. Die Schulden, oder dem vorher genannten zugrunde liegend „gerade mal“ (aber in erheblichen Umfang) die Zinsen, müssen durch erhobene Steuern und veräußerte […]

  • Wahlperioden verkürzen

    Entgegen der derzeitigen Forderungen und Pläne, augenscheinlich aller Beteiligten im deutschen Bundestag, (dahingehend scheint man sich wieder mal einig), sollte es eher daran sein, die Wahlperioden zu verkürzen, als auch die Wahlen zu vereinfachen und vor allem die Wahlkämpfe abzuschaffen, somit als demokratisch rückständig und unzweckdienlich entfallen zu lassen, als jene politische „Ruhephase“ der Darsteller auf 5 Jahre zu verlängern. Da der Wahlkampf gefühlt sich sowieso mehr als ein Jahr zäh veranstaltet, tatsächliches politisches Handeln dem Stillstand innerhalb dieser Zeit erlegen scheint, könnte man beispielsweise eine 2 jährige Amtsperiode aller besetzbaren Posten in der Politik, dahingehend (effektiver) gleich zur gesellschaftlichen […]

  • Die Vorherrschaft auf dem eurasischen Kontinent

    Das eurasische Schachbrett – Eine Analyse Um die us-amerikanische Herrschaftsallüren sicherzustellen, gilt es natürlich vor allem auf dem eurasischen Kontinent die Vormachtstellung zu behaupten und auszubauen, so dass die eine Weltordnung etabliert werden kann. Oberflächlich betrachtet mutet der Plan, mit dem vor allem der kürzlich verstorbene Zbigniew Brzezinski aufleuchtete, weniger aggressiv an, als das die politischen Ziele und Handlungen der USA stetig konstruiert, nun mal auch teilweise praktiziert werden. (Anm.: Die angeführten Auszüge und Textpassagen stellen Strategien aus Brzezinskis Buch zur imperialistischen Geostrategie der USA dar.) Sogar von einer „Weltgemeinschaft“ mit fundamentalen menschlichen Interessen und einer wirksamen Zusammenarbeit ist die […]

  • Die politische Agenda schützt keine Menschen

    In den amerikanischen Medien gibt es selbstverständlich erneut Stimmen, die vordergründig eine vom Menschen gemachte Klimaerwärmung für den Hurrikan und die enormen Schäden dieser „Naturkatastrophe“ verantwortlich machen. Dabei scheinen schon bei genauer Betrachtung die Begrifflichkeiten völlig falsch gewählt zu sein, denn was der Mensch als Katastrophe dahingehend bezeichnet, spiegelt ausschließlich sein eigenes und nützliches Bild von der ihm gewillt treu ergebenen Natur wieder, vergisst aber all zu oft völlig natürliche Gegebenheiten und Gewalten, die durch spezielle Wetterlagen, Verschiebung der kontinentalen Platten oder der natürlich Zusammensetzung der Erdkruste einen normalen Ablauf eines komplexen Systems darstellen. Und das seit jeher. Von der […]

  • Digitalisierung hat zwei Seiten

    Mit allen bezeichnenden Vorzügen der Digitalisierung, steigt auch die Gefahr des massenhaften, digitalen Datenmissbrauchs. Eben das sollte bei aller Euphorie für Zukunftstechnologien auch bedacht sein, denn letztlich sollte jeder selbst Sorge dafür tragen, seine persönlichen Daten über Geldgeschäfte, Kontoführung bis hin zum Internetauftritt oder sogar Fahrzeugsteuerung geschützt zu wissen. Wenn dies mit persönlichen und individuellen Einschätzung nicht vereinbart werden kann, ist es nur legitim, sich auch persönlich dem gesellschaftlichen Aufbruch in ein neues Zeitalter zu verschließen, gegebenenfalls Dinge abzulehnen ohne dafür grundlegend verurteilt bzw. zum Gegenteil verpflichtet zu werden. Es sollte jedem frei stehen, sich seiner persönlichen Entfaltung nach, auch […]

  • Finanzpolitisch Bankrott

    Die derzeitige Notenbankpolitik der negativen Zinsen verstärkt nochmals die Kluft zwischen Arm und Reich. Die Vermögen der Reichen sind durch steigende Aktienmärkte um ein vielfaches gewachsen, währenddessen die der Mittelschicht substanziell stagnierten. Zusätzlich verschärft sich die Pensionskrise durch negative Renditen in der privaten Altersvorsorge. Ferner investierten viele der börsennotierten Unternehmen vorhandenes Kapital tendenziell in Aktienrückkaufprogramme als es in einem unsicheren Umfeld seit der Finanzkrise zu reinvestieren. Auch das Mär vom Jobwunder ist niemals eingetreten. Zusätzlich erhöht die Geldpolitik der Regierungen die Unsicherheiten für ausschließlich alle Teile der Bevölkerung, ob es nun Konsumenten oder Unternehmer sind. Hinzu kommt das völlig unsichere […]

  • Nebelkerzen und Feindbilder

    Nordkorea als Einfallstor Sobald die westliche Propaganda permanent und typischerweise tendenziös über die Feinde der Vereinigten Staaten oder Europas berichtet, sollte eben das doch tiefgründig stutzig machen. Diktatoren gibt es scheinbar nun mal nur außerhalb der hochgeschätzten westlichen Demokratien, das auch noch nur selten mit Ausnahmen. Vor allem wenn die derzeit größte Militärnation und „bewährte“ Atommacht, immerhin hat die USA derer zwei Atombomben schon an zivilen Gesellschaften getestet, von einem vergleichsweise Zwergenstaat einseitig attackiert und provoziert werden soll, sind medial verbreitete Informationen eigentlich permanent anzuzweifeln und zu hinterfragen. Da die USA seit Jahrzehnten ausschließlich inszenierte und eigens finanziert „Feinde“ hervorbrachte, […]

  • Der neue deutsche Imperialismus

    All zu oft wird von neuen emanzipatorischen Stoßrichtungen deutscher Außen- und Innenpolitik gesprochen, von neuen Interessen und Anreizen einer neuerlichen Entwicklung aus reinen (deutschen) „Selbstwillen“ und für eigene politische (nicht aber gesellschaftliche) Macht, vor allem im geopolitischen und wirtschaftsglobalistischen Kräftemessen. Das aber ist schlicht unglaubwürdig und bei genauer Betrachtung völlig absurd. In der Form, wie es teilweise angenommen wird, wäre es nicht einmal wünschenswert. Deutschland hat bislang weder die Mittel und Rahmenbedingungen, noch die gesellschaftlichen/politischen, aber auch medialen Größen, sich von allen Lasten und einem abgehobenen (Welt-)Herrschaftsmodell loszusagen. Gerade das wird auch deutlich in diversen Papieren, die man dahingehend anführt. […]

2 Kommentare

  1. Ob es aus der Digitalwährung was wird, weiß man nicht. Die Digitalwährung könnte kippen, wenn es einen Schwarzmarkt gibt der anstatt digitales Geld verwendet, Ware gegen Ware tauscht.

    Zu oft haben uns Regierungen belogen und wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht.

  2. Es gibt noch andere Bereiche wo der Peak da ist bzw. andere Ereignisse:

    1.) Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungswachstum pro Jahr in %
    https://www.amanita.at/interessantes/endzeit-elektrosmog/mysterium-2012-teil-4-peak-population-der-kommende-super-gau-der-globalen-gesundheit
    Die Grafiken sprechen für sich und jeder vernunftbegabte Mensch weis was da auf einen zukommt. Der Artikel ist zwar aus dem Jahr 2010, aber leider sehr aktuell.

    2.) Der Gau in der globalen Gesundheit. Nicht nur Amanita spricht davon auch Armstrong hatte letztes Jahr einen Artikel dazu veröffentlicht: Plague Cycle: Moving into Peak 2017-2020. In diesen Zeitrahmen sind wir eingetreten. Der Artikel stammt vom 27.Januar 2016.

    3.) Amanita spricht von einem Zeitlinien-Saustall (4 künstliche Zeitlinien, die mit dem Philadelphia-Experienent 1943 begannen). Amanita schreibt in seinem aktuellen freien Newsletter „Durch den Schlüssel Davids können die Zeitlinien ab Ende 2017 konvergieren, was weitreichende Konsequenzen für die Finanzmärkte & allgemein hat“. Anschließend geht er näher darauf ein.

    Der ökonomische Aspekt ist wichtig, aber andere Bereiche sollte man nicht außer Acht lassen.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*