Die Gehirnwäsche des Systems

Es ist schon beeindruckend, wie viele Schutzorganisationen unterschiedlichsten Coleur es auf der Welt gibt. Darüber hinaus Aktionen, Bewegungen und Demonstrationen. Und das seit durchaus Jahrzehnten, dahingehend die Probleme der jetzigen Generationen betreffend. Dennoch sind die tatsächlichen Erfolge scheinbar äußerst müßig aufzustellen. Warum aber ist das so? Müsste sich doch aber schon etwas verbessert haben durch den „guten Zweck“, die große Zahl der Befürworter und Anhänger dieser Greenpeaces oder Friedensbewegungen. Das beste Beispiel bisher war doch vor allem die UN, als mächtigstes Instrument, die sich stets als Hüter des Völkerrechts und Schutzorganisation für die Gesellschaft ausgibt. Weit gefehlt. Alles Augenwischerei. Die UN ist den Erfolgen und der Führung nach bemessen, nichts anderes als ein Machtinstrument des vorherrschenden Imperialismus bzw. einer weltumspannenden Elite. Man muss sich doch nur vor Augen führen woraus die Vereinten Nationen geboren wurden. Nämlich mit der imperialistischen Vormachtstellung der USA nach dem 1. und 2. Weltkrieg, die sie erlangten durch eine Strategie der These und Antithese, bei der man Konflikte und Auseinandersetzungen anheizt, mehrere Parteien unterstützt. In diesem Spiel gibt es keine grundlegenden Feind, sondern nur eigene Interessen. Jene Kriege, die mitunter durch große Kapital- und hegemoniale Interessen vom Zaum gebrochen wurden, sind durch eben jene die in der Nachkriegszeit die Fäden ziehen unterstützt gewesen. Über Frieden und eben besonders auch über Krieg zu entscheiden. Das scheint aber eben das Problem zu sein. Solange sich die Menschen von Leuten organisieren lassen, über die sie schlicht nichts wissen und mehr oder weniger blindes Vertrauen entgegenbringen, wird der Protest kein Erfolg haben. Gleiches gilt im Grunde für die politische Abstimmung. Schon gar nicht wird dadurch die individuelle (gewünschte) Situation verbessert.

Man könnte es nun dennoch toll finden, dass demonstriert wird. Aber dann auch bitte die eigentlichen Probleme hinter den vorgebrachten Problemen erkennen und nicht in das Spiel „Teile und Herrsche“ integrieren lassen. Doch dazu fehlt der Horizont und das Verständnis bei vielen indoktrinierten Systemlingen. In Österreich wurde vor kurzen gegen die neue „rechte“ Regierung demonstriert. „Omas gegen rechts“ oder so ähnlich hatte es geheißen. Hier geht es doch aber um grundlegend korrupte Regierungen/Politik überall und einen Abbau/eingeschränkter Menschenrechte. Rechts – links, das sind letztlich zwei Seiten der gleichen Medallie für diejenigen, die es noch nicht verstanden haben. In Griechenland nimmt eine sog. „linke“ Regierung die Gesellschaft auseinander. Das alles hat sein Bestehen seit Jahrzehnten (und darüber hinaus) und nun ein paar Wochen nach einer Wahl von im Grunde den gleichen Narzisten, wie woanders auch, meint man in Österreich demonstrieren zu müssen. Gegen eine herrschende (Banken)Elite, die sich an derart Demonstrationen ebenso erfreut, als auch die Politik, die schon dahinter wieder in den Startlöchern steht, um sich ihre eigenen Interessen zu befriedigen, ermutigt man sich nicht, weil dann scheint eben noch keiner wirklich hinter die Diktatur gekommen zu sein, die uns permanent umgibt. Gegen „Rechts“ hat man noch immer viele Menschen auf die Straße gebracht, aber gegen die eigentlichen Probleme mit unter keinen einzigen. Gegen TTIP und Ceta mag dahingehend etwas anderes gewesen sein, doch auch hier weiß tatsächlich keiner, wer oder was wirklich dahinter gestanden ist.

Das zeigt aber nur wieder deutlich, dass es wenig Hoffnung auf grundlegendes Bewusstsein gibt. Also nur ganz simple Verhaltensmuster der Menschen, die zudem noch großflächig gesteuert scheinen. Diese Verhalten verheißt für die Zukunft ebenso nichts Gutes, wie das der kritisierten anderen Seite. So wird es kommen, wie es kommen muss ….

Es ist daran Ursachen zu erkennen und gleichermaßen Lösungen (vor allem für sich selbst) zu finden. Abgesehen von der Einwanderungsfrage, die als vorrangiges Bühnenstück in Österreich herhalten muss, da sich daran die meisten Geister streiten, reagiert und beschließt diese Regierung das gleiche asoziale Programm, wie es andere auch tun und getan hätten. Man kann eben mit dem Finger auf andere zeigen (lassen). Die Politik, ganz gleich welche, ist die Antwort auf jegliche Probleme unserer Zeit. Von Politikern hat man an einem gewissen Punkt immer die gleichen Reaktionen zu erwarten. Entweder es geht um Machtverlust oder um die Möglichkeit an die Macht zu kommen, dahingehend geht man über Leichen und diejenigen, die über diesem System stehen, die Privilegierten und wahren Systembestimmenden, wissen darum. Weil sie lenken. Diese gesellschaftliche Entwicklung ist doch nun wirklich nichts Neues. Politisches und elitäres Handeln wiederholt sich seit tausenden von Jahren. Ich sehe nur das Problem darin, das sich der Mensch nicht dahingehend entwickelt, für sich dieses System zu durchschauen. Dafür gibt’s eben TV, Werbung, Fussball, etc. Brot und Spiele. Jeden geht es nur um Macht und Wohlstand, besonders derer die zu viel davon haben, doch keiner soll auch nur verstehen, um was es wirklich geht.

Jesus wurde damals gekreuzigt, weil es die kirchlichen (jüdischen) Priester und Gelehrten so wollten. Sie sahen sich in ihrer Macht gefährdet durch jemanden der gesellschaftlichen Wandel wollte. Er hatte es nicht verdient, noch wollte er irgendwelche Opfer bringen. Doch weil seine Jünger und die Gesellschaft nicht hinter ihm standen, hat der damalige römische Stadthalter ihn kreuzigen lassen, obwohl er selbst nicht von seiner Schuld überzeugt war. Auch er sah seine Macht und Stellung gefährdet durch die religiösen Gelehrten. Er wollte in seinen Stadtstaat keinen Aufruhr der ihm gefährlich sein könnte. Denn eigentlich wollte er (Jesus) tatsächlich eine bessere und friedlichere Welt, dafür war er eingestanden, entgegen den kirchlichen Interessen, Habgier, Gewalt und Macht über alle Völker und dafür wurde er letztendlich gekreuzigt. So wie man es heute auch mit kritischen Stimmen erwünscht, die die wahren Probleme ansprechen. Mit allen anderen wird geliebäugelt.

Ja warum schreibt ich das. Vielleicht weil man schon damals nicht gemerkt hat, wer der wirkliche Feind der Gesellschaft ist und zu bequem war sich der wahren Probleme anzunehmen. Lieber auf kirchliches und hoheitliches Geschwätz zu hören.

Marcel L.

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