Die Klimaziele machen uns von Diktatoren unabhängig

Die sog. Energiewende, so wie sie zur Zeit forciert wird, macht uns nicht von „Diktatoren“ unabhängig. Diese unfundierte Behauptung, wie sie in diversen Meinung und Flyern vorkommt, ist in mehrerer Hinsicht äußerst fragwürdig und einfälltig. Im Gegenteil, bei genauer Betrachtung sind es die gleichen unmoralischen Interessen, die jetzt Milliarden € (sogar 2 Billionen €) für die Energiewende fordern, die vor Jahrzehnten, ja vielleicht nur Jahren, um bzw. mit der/die Ölindustrie gekämpft haben. Diktatoren sind im westlichen politischen Verständnis diejenigen Staatenführer, die die Hoheit über Reichtümer und Strukturen besitzen. Jene, die die westliche Politik bzw. Wirtschaftselite gerne ihr eigen nennen würde. So ist es derzeit in Syrien, so war es vor allem auch in Libyen. Libyen gilt als eines der (rohstoff)reichsten Länder im Nahe Osten. Gaddafi in Libyen wurde solange vom Westen „respektiert“, aber auch mit seiner Flüchtlingspolitik „begnadigt“, wie er die imperialistischen Kriege mit eigenen Mitteln gegen gemeinsame Gegner unterstützt hat in der Region. Schlussendlich war er aber selber Gegner einer skrupellosen westlichen Elite und musste wiederum anderen Interessen weichen. Gaddafies Flüchtlingspolitik, seine wirtschaftliche Situation im Land stabil zu halten, wurde schlussendlich durch die Invasion westlich unterstützter Truppen und auch hinsichtlich der Situation heute in Europa torpediert. Libyen wurde innerhalb kürzester Zeit völlig destabilisiert. In früheren Tagen wurden Europas angrenzende Länder noch unterstützt, Flüchtlinge, die auf unseren Kontinent drängen könnten, zurückzuhalten. Gaddafis Libyen war und ist ein entscheidender Pfeiler in dieser Situation/Strategie.

Nun scheint es bis zur totalen Zerstörung durch westliche Regierungen so gewesen zu sein, das Libyen in seiner Auffassung von Demokratie kaum oder gar nicht den westlichen Systemen hinterher war. Beispielsweise galt Libyen als das Land in der Region mit dem höchsten Lebensstandard. Das Land deren Dikatator aufgrund seiner Menschenrechtsverletzungen sterben musste? Ja Gaddaffi hatte illegale Kriege geführt. Das macht der Westen im Nahen Osten seit langem. Die deutsche Politik unterstützt die USA, Frankreich und England bei kolonialen Interessen. Keiner fordert die deutsche Bundeskanzlerin oder den Bundespräsidenten zu hängen. Na ja, nicht ganz. In anderen Ländern konnte man schon brennende Fahnen sehen mit dem Gesicht einer deutschen Bundeskanzlerein oder anderen westlicher Staatenlenkern. Vielleicht kommt gerade diese Einstellung dem Westen gegenüber doch nicht von ungefähr. Selbstverständlich malt die Nato-Propaganda ein ganz anderes Bild in die Köpfe der Menschen. Perfiderweise wird genau die Propaganda nun erneut FÜR eine Energiewende benutzt. Die Menschen werden dahingehend manipuliert zwischen „Gut und Böse“ zu unterscheiden, merken aber dabei nicht, daß die Situation von Ausbeutung und die Gier doch immer die gleiche bleibt, nur das sich die Eliten um ihr größtes Stück vom Kuchen bekämpfen. Die Verteilung des Kuchen zwischen unten und oben wird sich aber mit der heutigen Entwicklung nicht ändern. Im Gegenteil.

Der UN-Menschenrechtsrat attestierte im Januar 2011, kurz vor der westlichen Zerstörung, über Lybien einen „schlüssigen, gefestigten Rechtsrahmen“. Es gibt Gerichte, die Verfahren und Verstöße verhandeln. Darüber hinaus seien die Rechte der Frauen hoch angesehen. Frauen könnten jegliche berufliche Tätigkeiten ausführen. Es gab eine gesetzlich verankerte Meinungsfreiheit und ein Wahlrecht. Darüber hinaus demokratische Strukturen im Verwaltungs- und Regierungsapparat. In wie weit diese tatsächlich Demokratie und Mitbestimmung an den wirklich entscheidenden Fragen zulassen ist doch aber auch in unserem politischen Systemen äußerst zweifelbehaftet. Auch wir leben eher in einer Plutokratie bzw. Kleptokratie und sind unfrei von staatlicher Bevormundung und Repressionen. Das schlagartige Chaos im Nahen Osten war keineswegs das Resultat libyscher Politik innerhalb der Gesellschaft. Es mag ein Unrechtssystem hinter der Fassade gewesen sein, dabei aber keineswegs auf anderen Fundamenten begründet, wie das unsere auch. Politische Korruption, (Diktatur) und Eigennutz von politischen Ämtern ist keineswegs anderen Ländern und Regierungen vorbehalten. Es ist politisches Tagesgeschäft in westlichen „Demokratien“.

Fakt ist schlussendlich, daß es ohne diese verlogene Politik im Vorfeld die Flüchtlingskrise die Spannungen auch im eigenen Land niemals gegeben hätte. Die gesellschaftliche Spaltung und politischen Unruhen würden größtenteils aus bleiben, würde man die Gesellschaften von politischer Seite in ihren Herkunftsländern/-regionen respektieren und weitestgehend von Gewalt unberührt lassen, so dass sich auch Kulturen und Lebensweisen weitestgehend voneinander getrennt halten, die bei Berührung enorme Spannungen hervorrufen.

Die Ursachen liegen im Neid und in der Gier, die vor allem auch in der heutigen Umwelt- und Klimapolitik eine so enorme Rolle spielen, das man damit weder Verbesserung noch Gleichberechtigung erreicht. Das nicht mal das Ziel von alle dem ist. Wie soll das auch passieren, wenn die angestrebten Ziele und Forderungen grundsätzlich wieder nur durch Lügen und Propaganda auf der Tagesordnung stehen. Es sind ausschließlich finanzielle Interessen die auch die heutige Politik bestimmt, aller Schönfärberei zum Trotz.

https://einarschlereth.blogspot.com/…/gaddafis-libyen-war-a…
http://www.arbeiterfotografie.de/…/index-nordafrika-0031.ht…

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