Die Profite der Rüstungslobby

Ob der augenscheinliche Schulterschluss zwischen Nordkorea und seinem Nachbarn Südkorea wirklich zu Entspannung beigetragen hat, bleibt äußerst fraglich. Man mag das anhand der Reaktion der Aktienkurse der weltweit größten Rüstungsunternehmen festmachen wollen, die seit den jüngsten Ereignissen leicht rückläufig waren, doch ist das längst kein Indiz dafür, dass nicht an allen Ecken und Enden weiter gezündelt wird, bis man seine Ziele gewiss erreicht hat. Seit 2011 haben sich sämtliche Aktienkurse derer Unternehmen, die von Provokation und Aufrüstung profitieren, nahezu verfünfacht. Das sagt schon viel über die hinter uns liegenden und zukünftigen Tage aus. Bei einem derartigen Kursverlauf sind Rücksetzer keine Seltenheit, bis man sich wieder genötigt sieht neue/alte Krisenherde zu verschärfen. Die Hauptgefahr liegt ohnehin im Nahen Osten um Syrien, wo mächtige Interessenskonflikte zwischen den großen Militärnationen herrschen mit enormen Zündstoff. In wie fern man sich dahingehend von Seiten der nicht einheimischen Regierungen abspricht, ist völlig unklar, aber fast schon sicher. So haben die Russen beispielsweise die neuerlichen Angriffe der westlichen Regierungen billigend und wissentlich in Kauf genommen und diese Show vor der Weltöffentlichkeit bravorös unterstützt, denn erstens waren Mutmaßungen über die Angriffe ein paar Tage vorher schon im Internet von diversen Stellen öffentlich und hätten direkte Gegenreaktionen der russischen Regierung vermuten lassen, was aber nicht geschah und das große Streitpotential blieb unterdessen auch aus. Hintenrum wird wiedermal in politischer Arroganz über das Wohl von Millionen von Menschen stillheimlich entschieden unter einer völligen verlogenen Berichterstattung von allen Seiten.

Der französische Präsident scheint nun wirklich zu einem gewünschten Obama-Nachfolger geworden zu sein, der sich für keine Lüge pro amerikanischen Imperium, des eigenen und des europäischen Militärs zu Schade zu sein scheint. Die Provokation im Nahen Osten, Syrien als strategischer Dreh- und Angelpunkt, gehen damit ungehindert fort mit einem Gesicht, den man den Menschen als den sympathischen Jüngling verkauft hat mit einer echten Aufbruchstimmung. Nun ja, scheinbar geradewegs in den Krieg. Er ist ein Heuchler, wie alle seine Amtskollegen in diesem Club, der ausschließlich Lobbyismus, Macht- und Geldgier kennt.

Rund um Syrien treffen sich eben in heutigen Tagen sämtliche Interessen. Deren der russischen, der amerikanischen, der europäischen (französischen, englischen), der chinesischen, der saudischen, der katarischen, der türkischen, aber auch der israelischen Regierung, erkennbar an einer permanent völlig perfiden Antisemitismusdebatte. Und wahrscheinlich noch viele mehr. Daran kann man schon das enorme Potiential erkennen, die dieser Konflikt mit sich bringt. Übrigens, wenn juckt dabei eine religiöse Debatte, wie sie permanent in einer so verlogenen Art und Weise von den Medien angezettelt wird? Die Probleme unserer Zeit gehen längst über Religionen und Glaubensbekenntnisse hinaus. Krieg, Umweltzerstörung, Gewalt, Vergiftung, Tierquälerei, Ausbeutung, Manipulation, Hunger etc. gehen weit über religiöse Grenzen hinaus.

Marcel L.

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