Die „Schutzpflicht“ des Staates für 1,2 Millionen Betreute

Zukünftig sollen Ärzte in normalen Krankenhäusern darüber befugt werden, im Falle von Patienten, die offiziell staatlich betreut werden, über Maßnahmen zur Behandlung von deren Krankheiten auch im Falle einer deutlichen Ablehnung von Behandlungsmaßnahmen durch den Patienten, entscheiden zu dürfen. Das heißt eine unfreiwillige Behandlung für Menschen, die betreut werden, soll gesetzlich möglich werden. Eben auch, wenn der Patient klar „Nein“ zur Behandlung sagt. Grundlage dieses Gesetzentwurfs ist die Behandlung einer Krebspatientin, die ausdrücklich keine Chemotherapie wollte, diese ihr aber zwangsweise verordnet werden sollte. Wohlgemerkt, hier geht es im Grunde um eine 63 jährige Krebspatientin, die eine Chemotherapie mit eigenen Wortlaut ablehnte.

Das Bundesverfassungsgericht begründet eine erforderlich Bearbeitung dieses Sachverhalts damit, dass es mit der „Schutzpflicht des Staates unvereinbar“ sei, „dass für Betreute, denen schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen drohen und die die Notwendigkeit der erforderlichen ärztlichen Maßnahme nicht erkennen oder nicht nach dieser Einsicht handeln können, eine ärztliche Behandlung gegen ihren natürlichen Willen unter keinen Umständen möglich ist, sofern sie zwar stationär behandelt werden, aber nicht geschlossen untergebracht werden können, weil sie sich der Behandlung räumlich nicht entziehen wollen oder hierzu körperlich nicht in der Lage sind.“

Nun, leider bestimmen zum größten Teil über das, was „gesund“ ist, heilt oder über „gesundheitliche Beeinträchtigungen“ viel zu viel Lobbyorganisationen und hier speziell die Pharmalobby aus reiner Profitgier. Bisher war eben derart Entscheidungsbefugnis nur in einer geschlossenen Anstalt möglich. Derzeit stehen 1,2 Millionen Menschen in Deutschland unter Betreuung. Nun darf man nicht den Fehler machen, pauschal die Krankenhäuser und Ärzteschaft hinsichtlich eines „unmoralischen“ Verhaltens zu stigmatisieren, die Pharmalobby schon. Doch hinsichtlich sämtlicher völlig perverser und geldgieriger Strukturen, in denen wir uns heute befinden, die vor allem auch bei der individuellen Gesundheit keinen Halt machen, ist das schon mit gewisser Sorge zu registrieren. Wer vor allem entscheidet über die Willens- und Entscheidungskraft der Patienten und Betreuten? Längst sind hier schon gravierende und folgenschwere Fehler gemacht wurden. Auf Anraten eines Arztes wird der Betreuer immer dessen Rat befolgen. Missbrauch ist keine Seltenheit, wenn es um den individuellen Wohlstand geht und ob ein fremdes Menschenleben, und das vor allem an die Politik gerichtet, tatsächlich einen höheren Wert hat, darf vor dem Hintergrund von Krieg, Umweltzerstörung, Nahrungsmittelvergiftung oder etwa Rüstung, offen in Frage gestellt werden.

So, was wäre aber die Lösung des Problems? Vor allem das Gesundheitssystem müsste komplett von Profitgier abgekoppelt werden. So vor allem könnte Alternativmedizin etabliert werden. Die Gemeinnützigkeit müsste im Vordergrund stehen und der Staat müsste tatsächlich seiner „Schutzpflicht“ nachkommen, vor allem erstmal Schäden von seinen Bürgern abzuwehren. Das Wohl jedes Einzelnen dürfte nicht allein in den Händen einiger Weniger liegen, die sich entweder nicht auskennen, fehlgeleitet sind oder ganz eigene Interessen vertreten. Staatliche Gelder (Steuergelder) müssten ausschließlich bürgerlichen (friedlichen und fürsorglichen) Interessen zu Gute kommen (Gesundheitswesen, Umweltschutz etc.) und nicht für Rüstung, Korruption und staatliche Misswirtschaft verschwendet werden. Es bedarf einer völligen Reformierung der gesellschaftlichen Wertevorstellung.

Marcel L.

2 Comments

  1. Das wir nie geschehen dass sich Menschen im Kleinen und Großen an ein System halten werden in dem alle die gleichen Rechte, die gleiche Zuwendung, die gleiche soziale Sicherheit, die gleiche medizinische Versorgung usw. haben, denn der Mensch ist genau das Gegenteil dessen. Er ist das einzige Lebenwesen welches andere Menschen und andere Lebewesen nur zur geistigen Befriedigung und fast immer ohne jede Not, Ausbeutet, Versklavt und Tötet.
    Außerdem wäre dass ja die schlimmste Totsünde in unserer heutigen Zeit, es wäre nähmlich Sozialismus in seiner Reinstform und das darf und wird sehr warscheinlich in der Geschichte der Menschheit nie stattfinden. Oder willst du wirklich im „Sozialismus“ leben?
    Dafür haben wir doch die Wohltätigen nettten und menschliebenden Emphaten, die Miliardäre. Die wissen was gut für uns ist und zerbrechen sich jede Sekund ihres Lebens den Kopf wie sie unser Leben noch besser machen können, diese armen, armen reichen Menschen. Womit haben sie nur dieses bittere Schicksal verdient? Wenn ich mir sie ansehe kann ich nur froh darüber sein dass mir dieses Schicksal erspart bleibt und genieße meine Zeit als Humanresurce für das System.
    Wünsche allen, mit hoffentlich ihren Liebsten, einen wunderschönen 1. Mai !!!
    LG

  2. es gibt sehr wohl eine möglichkeit sich diesem abartig pervertierten system der profitmaximierung zu entziehen und zwar: durch verzicht auf die statussmbole/konsum, durch eine selektive systemkollaboration/teilzeitbeschäftigung, zuwendung zur noch kostenlosen natur, 100% vegane rohkost ernährung usw, durch den erhalt der gesundheitlichen autonomie/unabhängigkeit kommt man dann nicht in solche situationen/gesundheitliche abhängigkeiten/krebsbehandlungen

Leave a Comment