Fortschritt wird falsch verstanden

Fortschritt sollte neben der Technologie vor allem auch menschliche Werte begreifen

Tatsächlich muss man anfangen, die heutigen Gegebenheiten und Fortschritte sinnvoll zu nutzen. Die Digitalisierung und der technologische Fortschritt scheint für die Regierungen und deren Vorsprecher nur das Ziel des Machterhalts durch die eigene Finanzierung (Konsum=Steuereinnahmen) und vor allem die umfassende Überwachung der Gesellschaft zu haben. Die Menschen in eine Art Rausch von Wohlstand und kurzzeitiger Zufriedenheit zu versetzen. Dabei wäre es vor allem für die Menschen sinnvoll, sich umfassend zu informieren oder politische Entscheidungen direkt bürgerlich vertretbar auf Basis von Wissen zu erreichen. Direkte Demokratie lebt von Volksentscheiden und unmittelbaren Abstimmungen in jeglicher Hinsicht. Eine Abstimmung per Internet gefährdet nicht weniger das Abstimmungsergebnis etwa durch Manipulation wie eine Briefwahl oder eine direkte Stimmenabgabe in der Wahlkabine auch, bei denen die Auszählung und Stimmenzusammenführung kaum überwacht wird. Und sie ist heute via Internet möglich ohne großen Aufwand und Kosten. Vorausgesetzt die Abstimmung erfolgt ehrlich und respektiert jegliches Ergebnis. Das aber ist für jede Wahl die Basis. Geheimdienste und andere Gruppierungen als staatliche und wirtschaftliche Interessensvertreter und Gehilfen, die Wahlen direkt beeinflussen und manipulieren können, sollten ohnehin ein Relikt vergangener Tage sein, da die Gesellschaft nur einen Schritt nach vorn machen kann, wenn man sich offen und aufrichtig miteinander unterhält, entgegensteht auf Augenhöhe und seine Interessen offenlegt, andere respektiert, wenn sie nicht gegen grundlegende Menschenrechte und individuelle Unversehrtheit verstoßen.

Gesellschaft, wie auch eine Mannschaft, funktioniert nur durch Kompromisse und Kooperation. Teamplayer. Und nur so kann man zusätzlich gewinnen. Andererseits wird man nie von Kriegen und Konflikten wegkommen, die in der Vergangenheit Millionen von Toten gefordert hat und ausschließlich einer kleinen Klique enormen Reichtum verschafft und zu großer Macht verholfen hat. Dies schließt im übrigen die Überwindung der gegenwärtig gepredigten Religionen, als die(!) Machwerke für Manipulation und Interessen überhaupt mit ein, die letztlich nicht weniger immer ein Bestandteil von Zwang in sich tragen. Freiheit und Freizügigkeit muss vollumfänglich respektiert werden, wenn niemand anderes dabei zu Schaden kommt. Schaden an Umwelt, Mitgeschöpfen etc. muss darüber hinaus durch gesellschaftliches Bewusstsein durch die Masse geächtet werden, die Werte und andere Wichtigkeiten auf Basis von Verstand und Wissen festlegt, die vor allem das Überleben und das Wohl aller Lebewesen zu schützen hat. Moral aber lässt sich nicht durch Gesetz regeln. Stigmatisierung per Gesetz darf ebenfalls nicht sein. Moral muss etwas gesellschaftlich Erreichbares sein. Dabei ist es gerade oft auch sinnvoll auf Minderheiten zu schauen und deren Standpunkte mit einzubeziehen, was heute aufgrund der Machtverhältnisse der Geldwirtschaft kaum möglich ist und zugelassen wird. Zwänge führen letztlich nur ins Gegenteil. Was benötigt wird sind wahrhaftige Argumente, die auf umfassenden Wissen basieren, das der kompletten Gesellschaft einheitlich und richtig zu Teil werden muss. Dazu gehört auch endlich die Geschichte wahrheitstreu aufzuarbeiten. Vor allem benötigt es daher Aufrichtigkeit der gesellschaftlichen Leitbilder, die es zwangsweise geben muss, um den gesellschaftlichen (wahren) Fortschritt über Generationen zu begreifen und immer wieder neu zu entwickeln bzw. weiterzugeben.

Nun darf man sich fragen: Brauchen wir wirklich eine Regierung, die noch nie in der Geschichte das Volk vertreten hat?

Marcel L.

1 Comments

  1. Drei Gedanken:
    Es gab nie und wird es nie geben: ein souveränes Volk mit einer Einheitsidentität. Auch die antiken Griechen waren und hatten kein Volk (so wie man es heute bezeichnet), welches »Demokratie« erfunden und umgesetzt hätte. Der einzige Souverän ist der Mensch. Menschen unterscheiden sich unter anderem durch unterschiedliche, (zum Teil sehr) diffenrenzierte Meinungen. Ein Blick in die Lebensumstände einer Familie, Gemeinde, eines Dorfes, einer Stadt, Region … reicht, um sich davon zu überzeugen. Eine zentralistische »Volksherrschaft« funktioniert in großen Flächenstaaten, kontinental oder global nicht im Sinne des guten Lebens aller Menschen. Auch nicht, wenn sie »direkt« wäre. Es hat nichts mit Freiheit zu tun, wenn der bayrische Bauer darüber abstimmt, wie der mecklenburgische Fischer leben und arbeiten soll und umgekehrt oder Belgier darüber mitentscheiden, wie man in Mittelmeerregionen seine Mittagspause verbringt und umgekehrt oder Sudanesen mitbestimmen, was Vietnamesen zum Frühstück essen und umgekehrt. Ich habe das jetzt bewusst überspitzt formuliert.

    Wahlen waren bei den Erfindern der »Demokratie« verpönt. Sie galten als aristokratisch. Und weil ihre Idee von Demokratie nicht auf Herrschaft basierte, bevorzugten sie das Los, kurze Amtszeiten …

    Menschlichkeit braucht weder Gesetz noch Moral.

Leave a Comment