North-Dakota wehrt sich

Fracking in den USA – Das Imperium über allem

Die Kriege und Konflikte der Neuzeit werden von Seiten des Westen, genauer noch der USA, fast ausschließlich um Rohstoffe geführt. Erdöl, Erdgas, Uran oder Seltene Erden. Das Imperium führt Kriege um Machterhalt und Machterweiterung, vor allem den Petrodollar als Weltreservewährung zu erhalten. Dieser ist für die VSA existentiell, mehr noch als alles andere. Gerade aus diesem Grund wurden in den letzten Jahrzehnten Kriege gegen Nationen geführt, die sich diesem System widersetzen und der VSA mit seinem Petrodollar in seiner Bevormundung entziehen wollten. Irak, Syrien, Libyen, Russland um die wichtigsten zu nennen. Wer die Macht über das Geld hat, hat die Macht über die Welt, gleiches gilt für die Rohstoffe. Ausschließlich dieser Petrodollar bildet den Boden für die heutige imperialistische Vormachtstellung. Im Handel von Erdöl kommt man um die VSA bzw. um den Dollar und die FED nicht herum. Dollars sind zwingend nötig um Geschäfte mit Erdöl zu tätigen. Strategisch von großer Bedeutung ist daher auch die Unabhängigkeit von jeglichen Energielieferanten außerhalb des eigenen Einfluss- und Machtbereichs. Heißt auch, Wirtschaften zerstören oder durch eigene Vertreter und Industrien ersetzen. Dafür ist keine noch so bestialische und völkerrechtswidrige Bluttat zu unmoralisch und skrupellos.

Auch große Teile des eigenen us-amerikanischen Volk, des unterdrückten oder vertriebenen, leidet seit Jahrzehnten unter dieser unmenschlichen Politik der Lobbyisten, Konzerne und Bankeneliten. Das Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“ unterhält weder Demokratie, noch prinzipielle Freiheitsgrundsätze oder Gerechtigkeit. Verbrechen am eigenen Volk sind keine Seltenheit, denkt man nur an Guantanamo, die Todestrafe, Diskriminierung anderer Rassen oder Staatsterror im Sinne von 9/11. Diese hässliche Fratze kommt einmal mehr zum Vorschein im Vorgehen gegen Menschen und indigene Völker, die ihre eigenen Besitztümer, das Land und ihre Natur durch den Bau einer Ölpipeline quer durch das Land in Gefahr sehen.

Seit Monaten protestieren diese Menschen und ein indigenes Volk in North-Dakota, ein wahrhaftiges Fracking Eldorado für die Industrie, gegen den Bau der Dakota Access Pipeline (DAPL). Die Menschen dort sehen die Wasserversorgung für Millionen von Menschen höchstgradig gefährdet, da die Pipeline das Gebiet des größten Flusses der VSA mit einschließt. Des Missouri. Dieser ist bei der Trinkwasserversorgung der ansässigen Völker von herausragender Bedeutung. Diese Pipeline soll in ihrer Länge von 1172 Meilen 3,8 Milliarden Dollar kosten und 570000 Barrel Öl am Tag transportieren. Sie soll ihren Ursprung in North Dakota haben und über South Dakota und Iowa nach Illinois führen.

Verseuchung und Verschmutzung des Trinkwassers sind in den VSA in Folge Schäden durch unsachgemäßer und widriger Sicherheitsmaßnahmen an den Pipelines der Frackingindustrie keine Seltenheit. Durch das Fracking versucht die Industrie und Politik der VSA ihre Energieunabhängigkeit zu gewährleisten. Innerhalb kürzester Zeit sind die VSA durch Fracking zum größten Förderer von Erdöl aufgestiegen. Dieser Umstand ist in dessen Wirtschaftskrieg gegen Konkurrenten wie Russland einer der primären Waffen und strategisches Mittel.

Dabei wird Umweltschutz überhaupt keine Rolle zugewiesen. Auch Naturschutzgebiete stehen dem Fracking-Boom der VSA hinten an (Alaska etc.).

Diese Proteste der indigenen Bevölkerung North-Dakotas eskalierten nun durch die politik- und lobbytreuen Polizei- und scheinbar auch Militäreinheiten. Diese räumten stark bewaffnet ein Protestcamp, setzten Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Schüsse fielen. Seit Monaten besetzten die Menschen dort ein Gebiet, durch das die Pipeline laufen soll. Der Bau wurde zwischenzeitlich gestoppt.

Es ist eine Schande und ein Verbrechen, wie derart Interessen und Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort stetig durch profitgierige Politiker, Lobbyisten und Großkonzernen übergangen und sogar militärisch bekämpft werden. Die Krieg der Eliten gegen die Bevölkerung ist schon längst sichtbar im eigenen Land angekommen. Von den staats- und lobbytreuen Steigbügelhalter im militärischen oder polizeilischen Dienst kann man nur erhoffen, dass diese ihre naive und dümmliche Unterstützung an dieses Verbrechersyndikat von Staatseliten und Lobby baldmöglichst hinterfragen und Gewalt- bzw. Kriegerische Handlungen gegen die eigene Bevölkerung und andere unschuldige Menschen erkennen und unterlassen, sich entschieden zu friedlichen, freiheitlichen und demokratischen Werten bekennen. Was ist das nur für ein Verstand gegen Freiheiten und Lebensnotwendigkeiten von, im Grunde Gleichgesinnten, die Waffe zu erheben und vorsätzlich in Kauf zu nehmen, diese körperlich zu verletzen? Die Menschen erkennen seit jeher die Perversion der Unterdrückung ihrer eigenen lebensnotwendigen, vor allem überlebensnotwendigen Bedürfnisse nicht. Es müssen endlich Möglichkeiten einer umweltbewussten, friedlichen und ressourcenschonenden Energieversorgung gefunden und forciert werden. Vor allem gilt es endlich sparsam mit vorhandenen Ressourcen und Mitteln umzugehen und der grenzenlosen Verschwendung rückläufig zu werden. Wir brauchen Energieträger, wir brauchen Rohstoffe und wir brauchen auch einhergehend Pipelines, die diese Energieträger dort hin bringen, wo sie verbraucht und gebraucht werden. Doch vor allem brauchen wir einen sorgsamen, nachhaltigen Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt und einen fairen Ausgleich der Lasten und Gewinne.

Marcel L.

 

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