Frankreich ist das Maß der Dinge

Die derzeitige Gesellschaft in vielen westlichen Ländern zeichnet sich durch eine passive Aggressivität aus. Man regt sich zwar über Forderungen, Repressionen, Zwänge oder dergleichen auf, aber aktiv wird man kaum, da man die direkte Konfrontation mit der Staatsgewalt eher scheut und meidet. Ebenso wie viele Menschen um die Korruption und den Mißbrauch von Macht der Regierungen wissen, diesen so lange hinnehmen werden, bis eine feine Linie überschritten sein wird. Wird aber diese Linie übertreten, kommt es wie in Frankreich zu zivilen Unruhen und Aufständen, den Beginn einer Revolution. Für die Politik stellt das einen schmalen, aber doch bewussten Grad ihres Handelns dar. Hinzu kommt die mediale Verwirrung und Ablenkung, die eine Überschreitung teilweise kaschiert. Regierungen und deren Klientel sind immer daran Aufbegehren zu unterdrücken, eine gewisse Zufriedenheit zu schaffen. Heute gelingt das vor allem mit übermäßigen Konsum, niedrige Arbeitslosigkeit und ein Mindestwohlstand für die Mehrheit der Gesellschaft. Querulanten werden diffarmiert. Bisweilen gelang das sehr gut. Die gleichen Leute, die bei uns den Frieden, den Wohlstand und die „Demokratie“ über allen Maßen hochhalten, die anderen Menschen zur Dankbarkeit und Genügsamkeit für „erfolgreiche“ Politik regelrecht auffordern, zerstören mitunter andere Länder und Gesellschaften durch aktive und passive Gewalt. Sie fördern das Chaos und Krieg, das um uns herum herrscht, was vordergründig auch der Politik sehr nützlich ist, den Menschen hier ihren Eigennutz und Untertanentum für überaus vorteilhaft zu verkaufen. Wird man direkt auf katastrophalere Situationen, Armut oder Leid außerhalb des eigenen Radius hingewiesen, benachteiligt das eigene schlechte Gewissen nicht gegen die Mißstände an anderer Stelle aufzubegehren, was der Politik einen großen Nutzen bringt. Dazu wird der Gesellschaft eine unüberwindbare Schuld eingetrichtert. Tatsächlich scheint es von westlichen Strategen mitunter eine weltweite Strategie des Chaos zu sein. Ukraine, Syrien, Afghanistan, Türkei, Venezuela … . Hinzu kommen die Werbefilme von hilfsbedürftigen Menschen der „dritten Welt“. Das schlechte Gewissen an jeden, die Ursache dafür zu sein, deshalb schön die Klappe zu halten. Dabei wird grundlegend den Menschen verboten selbständig zu denken.

Marcel L.

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